Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 06

Süzlärneñ gomumi sanı 4245
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1697
39.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
57.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
Herz und Gemüt haben, so denken Sie, wie mir zumute ist, wie viele
Leidenschaften sich in mir herumkämpfen, wie ich Sie herwünsche, auch
wohl Felix dazu, daß es ein Ende werde, wenigstens daß eine Deutung
vorgehe, was damit gemeint sei, mit diesem wunderbaren Finden,
Wiederfinden, Trennen und Vereinigen; und sollte ich auch nicht aus
aller Verlegenheit gerettet werden, so wünsche ich wenigstens
sehnlichste daß diese sich aufkläre, sich endige, wenn mir auch, wie
ich fürchte, etwas Schlimmeres begegnen sollte.


Achtes Kapitel
Unter den Papieren, die uns zur Redaktion vorliegen, finden wir
einen Schwank, den wir ohne weitere Vorbereitung hier einschalten,
weil unsre Angelegenheiten immer ernsthafter werden und wir für
dergleichen Unregelmäßigkeiten fernerhin keine Stelle finden möchten.
Im ganzen möchte diese Erzählung dem Leser nicht unangenehm sein,
wie sie St. Christoph am heitern Abend einem Kreise versammelter
lustiger Gesellen vortrug. Die gefährliche Wette
Es ist bekannt, daß die Menschen, sobald es ihnen einigermaßen wohl
und nach ihrem Sinne geht, alsobald nicht wissen, was sie vor übermut
anfangen sollen; und so hatten denn auch mutwillige Studenten die
Gewohnheit, während der Ferien scharenweis das Land zu durchziehen
und nach ihrer Art Suiten zu reißen, welche freilich nicht immer die
besten Folgen hatten. Sie waren gar verschiedener Art, wie sie das
Burschenleben zusammenführt und bindet. Ungleich von Geburt und
Wohlhabenheit, Geist und Bildung, aber alle gesellig in einem heitern
Sinne miteinander sich fortbewegend und treibend. Mich aber wählten
sie oft zum Gesellen: denn wenn ich schwerere Lasten trug als einer
von ihnen, so mußten sie mir denn auch den Ehrentitel eines großen
Suitiers erteilen, und zwar hauptsächlich deshalb, weil ich seltener,
aber desto kräftiger meine Possen trieb, wovon denn folgendes ein
Zeugnis geben mag.
Wir hatten auf unseren Wanderungen ein angenehmes Bergdorf erreicht,
das bei einer abgeschiedenen Lage den Vorteil einer Poststation und
in großer Einsamkeit ein paar hübsche Mädchen zu Bewohnerinnen hatte.
Man wollte ausruhen, die Zeit verschleudern, verliebeln, eine Weile
wohlfeiler leben und deshalb desto mehr Geld vergeuden.
Es war gerade nach Tisch, als einige sich im erhöhten, andere im
erniedrigten Zustand befanden. Die einen lagen und schliefen ihren
Rausch aus; die andern hätten ihn gern auf irgendeine mutwillige
Weise ausgelassen. Wir hatten ein paar große Zimmer im Seitenflügel
nach dem Hof zu. Eine schöne Equipage, die mit vier Pferden
hereinrasselte, zog uns an die Fenster. Die Bedienten sprangen vom
Bock und halfen einem Herrn von stattlichem, vornehmem Ansehen heraus,
der ungeachtet seiner Jahre noch rüstig genug auftrat. Seine große,
wohlgebildete Nase fiel mir zuerst ins Gesicht, und ich weiß nicht,
was für ein böser Geist mich anhauchte, so daß ich in einem
Augenblick den tollsten Plan erfand und ihn, ohne weiter zu denken,
sogleich auszuführen begann.
"Was dünkt euch von diesem Herrn?" fragte ich die Gesellschaft.--"Er
sieht aus", versetzte der eine, "als ob er nicht mit sich spaßen
lasse." --"Ja, ja", sagte der andre, "er hat ganz das Ansehen so
eines vornehmen Rührmichnichtan."--"Und dessenungeachtet", erwiderte
ich ganz getrost, "was wettet ihr, ich will ihn bei der Nase zupfen,
ohne daß mir deshalb etwas übles widerfahre; ja ich will mir sogar
dadurch einen gnädigen Herrn an ihm verdienen."
"Wenn du es leistest", sagte Raufbold, "so zahlt dir jeder einen
Louisdor." --"Kassieren Sie das Geld für mich ein", rief ich aus;
"auf Sie verlasse ich mich."--"Ich möchte lieber einem Löwen ein Haar
von der Schnauze raufen", sagte der Kleine.--"Ich habe keine Zeit zu
verlieren", versetzte ich und sprang die Treppe hinunter.
Bei dem ersten Anblick des Fremden hatte ich bemerkt, daß er einen
sehr starken Bart hatte, und vermutete, daß keiner von seinen Leuten
rasieren könne. Nun begegnete ich dem Kellner und fragte: "Hat der
Fremde nicht nach einem Barbier gefragt?"-- "Freilich!" versetzte der
Kellner, "und es ist eine rechte Not. Der Kammerdiener des Herrn ist
schon zwei Tage zurückgeblieben. Der Herr will seinen Bart absolut
los sein, und unser einziger Barbier, wer weiß, wo er in die
Nachbarschaft hingegangen."
"So meldet mich an", versetzte ich; "führt mich als Bartscherer bei
dem Herrn nur ein, und Ihr werdet Ehre mit mir einlegen." Ich nahm
das Rasierzeug, das ich im Hause fand, und folgte dem Kellner.
Der alte Herr empfing mich mit großer Gravität, besah mich von oben
bis unten, als ob er meine Geschicklichkeit aus mir
herausphysiognomieren wollte. "Versteht Er Sein Handwerk?" sagte er
zu mir.
"Ich suche meinesgleichen", versetzte ich, "ohne mich zu rühmen."
Auch war ich meiner Sache gewiß: denn ich hatte früh die edle Kunst
getrieben und war besonders deswegen berühmt, weil ich mit der linken
Hand rasierte.
Das Zimmer, in welchem der Herr seine Toilette machte, ging nach dem
Hof und war gerade so gelegen, daß unsere Freunde füglich hereinsehen
konnten, besonders wenn die Fenster offen waren. An gehöriger
Vorrichtung fehlte nichts mehr. Der Patron hatte sich gesetzt und das
Tuch vorgenommen. Ich trat ganz bescheidentlich vor ihn hin und
sagte: "Exzellenz! mir ist bei Ausübung meiner Kunst das Besondere
vorgekommen, daß ich die gemeinen Leute besser und zu mehrerer
Zufriedenheit rasiert habe als die Vornehmen. Darüber habe ich denn
lange nachgedacht und die Ursache bald da, bald dort gesucht, endlich
aber gefunden, daß ich meine Sache in freier Luft viel besser mache
als in verschlossenen Zimmern. Wollten Ew. Exzellenz deshalb
erlauben, daß ich die Fenster aufmache, so würden Sie den Effekt zu
eigener Zufriedenheit gar bald empfinden." Er gab es zu, ich öffnete
das Fenster, gab meinen Freunden einen Wink und fing an, den starken
Bart mit großer Anmut einzuseifen. Ebenso behend und leicht strich
ich das Stoppelfeld vom Boden weg, wobei ich nicht versäumte, als es
an die Oberlippe kam, meinen Gönner bei der Nase zu fassen und sie
merklich herüber und hinüber zu biegen, wobei ich mich so zu stellen
wußte, daß die Wettenden zu ihrem größten Vergnügen erkennen und
bekennen mußten, ihre Seite habe verloren.
Sehr stattlich bewegte sich der alte Herr gegen den Spiegel: man sah,
daß er sich mit einiger Gefälligkeit betrachtete, und wirklich, es
war ein sehr schöner Mann. Dann wendete er sich zu mir mit einem
feurigen, schwarzen, aber freundlichen Blick und sagte: "Er verdient,
mein Freund, vor vielen seinesgleichen gelobt zu werden, denn ich
bemerke an Ihm weit weniger Unarten als an andern. So fährt Er nicht
zwei-, dreimal über dieselbige Stelle, sondern es ist mit einem
Strich getan; auch streicht Er nicht, wie mehrere tun, sein
Schermesser in der flachen Hand ab und führt den Unrat nicht der
Person über die Nase. Besonders aber ist Seine Geschicklichkeit der
linken Hand zu bewundern. Hier ist etwas für Seine Mühe", fuhr er
fort, indem er mir einen Gulden reichte. "Nur eines merk' Er sich:
daß man Leute von Stande nicht bei der Nase faßt. Wird Er diese
bäurische Sitte künftig vermeiden, so kann Er wohl noch in der Welt
sein Glück machen."
Ich verneigte mich tief, versprach alles mögliche, bat ihn, bei
allenfallsiger Rückkehr mich wieder zu beehren, und eilte, was ich
konnte, zu unseren jungen Gesellen, die mir zuletzt ziemlich Angst
gemacht hatten. Denn sie verführten ein solches Gelächter und ein
solches Geschrei, sprangen wie toll in der Stube herum, klatschten
und riefen, weckten die Schlafenden und erzählten die Begebenheit
immer mit neuem Lachen und Toben, daß ich selbst, als ich ins Zimmer
trat, die Fenster vor allen Dingen zumachte und sie um Gottes willen
bat, ruhig zu sein, endlich aber mitlachen mußte über das Aussehen
einer närrischen Handlung, die ich mit so vielem Ernste durchgeführt
hatte.
Als nach einiger Zeit sich die tobenden Wellen des Lachens
einigermaßen gelegt hatten, hielt ich mich für glücklich; die
Goldstücke hatte ich in der Tasche und den wohlverdienten Gulden dazu,
und ich hielt mich für ganz wohl ausgestattet, welches mir um so
erwünschter war, als die Gesellschaft beschlossen hatte, des andern
Tages auseinanderzugehen. Aber uns war nicht bestimmt, mit Zucht und
Ordnung zu scheiden. Die Geschichte war zu reizend, als daß man sie
hätte bei sich behalten können, so sehr ich auch gebeten und
beschworen hatte, nur bis zur Abreise des alten Herrn reinen Mund zu
halten. Einer bei uns, der Fahrige genannt, hatte ein
Liebesverständnis mit der Tochter des Hauses. Sie kamen zusammen, und
Gott weiß, ob er sie nicht besser zu unterhalten wußte, genug, er
erzählt ihr den Spaß, und so wollten sie sich nun zusammen totlachen.
Dabei blieb es nicht, sondern das Mädchen brachte die Märe lachend
weiter, und so mochte sie endlich noch kurz vor Schlafengehen an den
alten Herrn gelangen.
Wir saßen ruhiger als sonst: denn es war den Tag über genug getobt
worden, als auf einmal der kleine Kellner, der uns sehr zugetan war,
hereinsprang und rief: "Rettet euch, man wird euch totschlagen!" Wir
fuhren auf und wollten mehr wissen; er aber war schon zur Türe wieder
hinaus. Ich sprang auf und schob den Nachtriegel vor; schon aber
italki
hörten wir an der Türe pochen und schlagen, ja wir glaubten zu hören,
daß sie durch eine Axt gespalten werde. Maschinenmäßig zogen wir uns
ins zweite Zimmer zurück, alle waren verstummt: "Wir sind verraten",
rief ich aus, "der Teufel hat uns bei der Nase!"
Raufbold griff nach seinem Degen, ich zeigte hier abermals meine
Riesenkraft und schob ohne Beihülfe eine schwere Kommode vor die Türe,
die glücklicherweise hereinwärts ging. Doch hörten wir schon das
Gepolter im Vorzimmer und die heftigsten Schläge an unsere Türe.
Raufbold schien entschieden, sich zu verteidigen, wiederholt aber
rief ich ihm und den übrigen zu: "Rettet euch! hier sind Schläge zu
fürchten nicht allein, aber Beschimpfung, das Schlimmere für den
Edelgebornen." Das Mädchen stürzte herein, dieselbe, die uns
verraten hatte, nun verzweifelnd, ihren Liebhaber in Todesgefahr zu
wissen. "Fort, fort!" rief sie und faßte ihn an; "fort, fort! ich
bring' euch über Böden, Scheunen und Gänge. Kommt alle, der letzte
zieht die Leiter nach."
Alles stürzte nun zur Hintertüre hinaus; ich hob noch einen Koffer
auf die Kiste, um die schon hereinbrechenden Füllungen der belagerten
Türe zurückzuschieben und festzuhalten. Aber meine Beharrlichkeit,
mein Trutz wollte mir verderblich werden.
Als ich den übrigen nachzueilen rannte, fand ich die Leiter schon
aufgezogen und sah alle Hoffnung, mich zu retten, gänzlich versperrt.
Da steh' ich nun, ich, der eigentliche Verbrecher, der ich mit
heiler Haut, mit ganzen Knochen zu entrinnen schon aufgab. Und wer
weiß--doch laßt mich immer dort in Gedanken stehen, da ich jetzt hier
gegenwärtig euch das Märchen vorerzählen kann. Nur vernehmt noch, daß
diese verwegene Suite sich in schlechte Folgen verlor.
Der alte Herr, tief gekränkt von Verhöhnung ohne Rache, zog sich's
zu Gemüte, und man behauptet, dieses Ereignis habe seinen Tod zur
Folge gehabt, wo nicht unmittelbar, doch mitwirkend. Sein Sohn, den
Tätern auf die Spur zu gelangen trachtend, erfuhr unglücklicherweise
die Teilnahme Raufbolds, und erst nach Jahren hierüber ganz klar,
forderte er diesen heraus, und eine Wunde, ihn, den schönen Mann,
entstellend, ward ärgerlich für das ganze Leben. Auch seinem Gegner
verdarb dieser Handel einige schöne Jahre, durch zufällig sich
anschließende Ereignisse.
Da nun jede Fabel eigentlich etwas lehren soll, so ist euch allen,
wohin die gegenwärtige gemeint sei, wohl überklar und deutlich.


Neuntes Kapitel
Der höchst bedeutende Tag war angebrochen, heute sollten die ersten
Schritte zur allgemeinen Fortwanderung eingeleitet werden, heut
sollte sich's entscheiden, wer denn wirklich in die Welt hinaus gehen,
oder wer lieber diesseits, auf dem zusammenhängenden Boden der alten
Erde, verweilen und sein Glück versuchen wolle.
Ein munteres Lied erscholl in allen Straßen des heitern Fleckens;
Massen taten sich zusammen, die einzelnen Glieder eines jeden
Handwerks schlossen sich aneinander an, und so zogen sie, unter
einstimmigem Gesang, nach einer durch das Los entschiedenen Ordnung in
den Saal.
Die Vorgesetzten, wie wir Lenardo, Friedrichen und den Amtmann
bezeichnen wollen, waren eben im Begriff, ihnen zu folgen und den
gebührenden Platz einzunehmen, als ein Mann von einnehmendem Wesen zu
ihnen trat und sich die Erlaubnis ausbat, an der Versammlung
teilnehmen zu können. Ihm wäre nichts abzuschlagen gewesen, so
gesittet, zuvorkommend und freundlich war sein Betragen, wodurch eine
imposante Gestalt, welche sowohl nach der Armee als dem Hofe und dem
geselligen Leben hindeutete, sich höchst anmutig erwies. Er trat mit
den übrigen hinein, man überließ ihm einen Ehrenplatz; alle hatten
sich gesetzt, Lenardo blieb stehen und fing folgendermaßen zu reden
an:
"Betrachten wir, meine Freunde, des festen Landes bewohnteste
Provinzen und Reiche, so finden wir überall, wo sich nutzbarer Boden
hervortut, denselben bebaut, bepflanzt, geregelt, verschönt und in
gleichem Verhältnis gewünscht, in Besitz genommen, befestigt und
verteidigt. Da überzeugen wir uns denn von dem hohen Wert des
Grundbesitzes und sind genötigt, ihn als das Erste, das Beste
anzusehen, was dem Menschen werden könne. Finden wir nun, bei
näherer Ansicht, Eltern--und Kinderliebe, innige Verbindung der
Flur--und Stadtgenossen, somit auch das allgemeine patriotische
Gefühl unmittelbar auf den Boden gegründet, dann erscheint uns jenes
Ergreifen und Behaupten des Raums, im großen und kleinen, immer
bedeutender und ehrwürdiger. Ja, so hat es die Natur gewollt! Ein
Mensch, auf der Scholle geboren, wird ihr durch Gewohnheit angehörig,
beide verwachsen miteinander, und sogleich knüpfen sich die schönsten
Bande. Wer möchte denn wohl die Grundfeste alles Daseins widerwärtig
berühren, Wert und Würde so schöner, einziger Himmelsgabe verkennen?
Und doch darf man sagen: Wenn das, was der Mensch besitzt, von
großem Wert ist, so muß man demjenigen, was er tut und leistet, noch
einen größern zuschreiben. Wir mögen daher bei völligem überschauen
den Grundbesitz als einen kleineren Teil der uns verliehenen Güter
betrachten. Die meisten und höchsten derselben bestehen aber
eigentlich im Beweglichen und in demjenigen, was durchs bewegte Leben
gewonnen wird.
Hiernach uns umzusehen, werden wir Jüngeren besonders genötigt; denn
hätten wir auch die Lust, zu bleiben und zu verharren, von unsern
Vätern geerbt, so finden wir uns doch tausendfältig aufgefordert, die
Augen vor weiterer Aus--und Umsicht keineswegs zu verschließen.
Eilen wir deshalb schnell ans Meeresufer und überzeugen uns mit einem
Blick, welch unermeßliche Räume der Tätigkeit offenstehen, und
bekennen wir schon bei dem bloßen Gedanken uns ganz anders aufgeregt.
Doch in solche grenzenlose Weiten wollen wir uns nicht verlieren,
sondern unsere Aufmerksamkeit dem zusammenhängenden, weiten, breiten
Boden so mancher Länder und Reiche zuwenden. Dort sehen wir große
Strecken des Landes von Nomaden durchzogen, deren Städte beweglich,
deren lebendignährender Herdenbesitz überall hinzuleiten ist. Wir
sehen sie inmitten der Wüste, auf großen grünen Weideplätzen, wie in
erwünschten Häfen vor Anker liegen. Solche Bewegung, solches Wandern
wird ihnen zur Gewohnheit, zum Bedürfnis; endlich betrachten sie die
Oberfläche der Welt, als wäre sie nicht durch Berge gedämmt, nicht
von Flüssen durchzogen. Haben wir doch den Nordosten gesehen sich
gegen Südwesten bewegen, ein Volk das andere vor sich hertreiben,
Herrschaft und Grundbesitz durchaus verändert.
Von übervölkerten Gegenden her wird sich ebendasselbe in dem großen
Weltlauf noch mehrmals ereignen. Was wir von Fremden zu erwarten
haben, wäre schwer zu sagen; wundersam aber ist es, daß durch eigene
übervölkerung wir uns einander innerlich drängen und, ohne erst
abzuwarten, daß wir vertrieben werden, uns selbst vertreiben, das
Urteil der Verbannung gegen einander selbst aussprechend.
Hier ist nun Zeit und Ort, ohne Verdruß und Mißmut in unserm Busen
einer gewissen Beweglichkeit Raum zu geben, die ungeduldige Lust
nicht zu unterdrücken, die uns antreibt, Platz und Ort zu verändern.
Doch was wir auch sinnen und vorhaben, geschehe nicht aus
Leidenschaft, noch aus irgendeiner andern Nötigung, sondern aus einer
dem besten Rat entsprechenden überzeugung.
Man hat gesagt und wiederholt: "Wo mir's wohl geht, ist mein
Vaterland!"; doch wäre dieser tröstliche Spruch noch besser
ausgedrückt, wenn es hieße: "Wo ich nütze, ist mein Vaterland!" Zu
Hause kann einer unnütz sein, ohne daß es eben sogleich bemerkt wird;
außen in der Welt ist der Unnütze gar bald offenbar. Wenn ich nun
sage: "Trachte jeder, überall sich und andern zu nutzen!", so ist dies
nicht etwa Lehre noch Rat, sondern der Ausspruch des Lebens selbst.
Nun beschaue man den Erdball und lasse das Meer vorerst unbeachtet,
man lasse sich von dem Schiffsgewimmel nicht mit fortreißen und hefte
den Blick auf das feste Land und staune, wie es mit einem sich
wimmelnd durchkreuzenden Ameisengeschlecht übergossen ist. Hiezu hat
Gott der Herr selbst Anlaß gegeben, indem er, den babylonischen
Turmbau verhindernd, das Menschengeschlecht in alle Welt zerstreute.
Lasset uns ihn darum preisen, denn dieser Segen ist auf alle
Geschlechter übergegangen.
Bemerket nun mit Heiterkeit, wie sich alle Jugend sogleich in
Bewegung setzt. Da ihr der Unterricht weder im Hause noch an der
Türe geboten wird, eilt sie alsobald nach Ländern und Städten, wohin
sie der Ruf des Wissens und der Weisheit verlockt; nach empfangener
schneller, mäßiger Bildung fühlt sie sich sogleich getrieben, weiter
in der Welt umherzuschauen, ob sie da oder dort irgendeine nutzbare
Erfahrung, zu ihren Zwecken behülflich, auffinden und erhaschen könne.
Mögen sie denn ihr Glück versuchen! wir aber gedenken sogleich
vollendeter, ausgezeichneter Männer, jener edlen Naturforscher, die
jeder Beschwerlichkeit, jeder Gefahr wissentlich entgegengehen, um der
Welt die Welt zu eröffnen und durch das Unwegsamste hindurch Pfad und
Bahn zu bereiten.
Sehet aber auch auf glatten Heerstraßen Staub auf Staub in langen
Wolkenzügen emporgeregt, die Spur bezeichnend bequemer, überpackter
Wägen, worin Vornehme, Reiche und so manche andere dahinrollen, deren
verschiedene Denkweise und Absicht Yorik uns gar zierlich
auseinandersetzt.
Möge nun aber der wackere Handwerker ihnen zu Fuße getrost
nachschauen, dem das Vaterland zur Pflicht machte, fremde
Geschicklichkeit sich anzueignen und nicht eher, als bis ihm dies
gelungen, an den väterlichen Herd zurückzukehren. Häufiger aber
begegnen wir auf unsern Wegen Marktenden und Handelnden; ein kleiner
Krämer sogar darf nicht versäumen, von Zeit zu Zeit seine Bude zu
verlassen, Messen und Märkte zu besuchen, um sich dem Großhändler zu
nähern und seinen kleinen Vorteil am Beispiel, an der Teilnahme des
Grenzenlosen zu steigern. Aber noch unruhiger durchkreuzt sich
einzeln, zu Pferde, auf allen Haupt--und Nebenstraßen die Menge derer,
die auf unsern Beutel auch gegen unser Wollen Anspruch zu machen
beflissen sind. Muster aller Art und Preisverzeichnisse verfolgen uns
in Stadt--und Landhäusern, und wohin wir uns auch flüchten mögen,
geschäftig überraschen sie uns, Gelegenheit bietend, welche selbst
aufzusuchen niemand in den Sinn gekommen wäre. Was soll ich aber nun
von dem Volke sagen, das den Segen des ewigen Wanderns vor allen
andern sich zueignet und durch seine bewegliche Tätigkeit die Ruhenden
zu überlisten und die Mitwandernden zu überschreiten versteht? Wir
dürfen weder Gutes noch Böses von ihnen sprechen; nichts Gutes, weil
sich unser Bund vor ihnen hütet, nichts Böses, weil der Wanderer
jeden Begegnenden freundlich zu behandeln, wechselseitigen Vorteils
eingedenk, verpflichtet ist.
Nun aber vor allen Dingen haben wir der sämtlichen Künstler mit
Teilnahme zu gedenken, denn sie sind auch durchaus in die
Weltbewegung mit verflochten. Wandert nicht der Maler mit Staffelei
und Palette von Gesicht zu Gesicht? und werden seine Kunstgenossen
nicht bald da-, bald dorthin berufen, weil überall zu bauen und zu
bilden ist? Lebhafter jedoch schreitet der Musiker daher, denn er
ist es eigentlich, der für ein neues Ohr neue überraschung, für einen
frischen Sinn frisches Erstaunen bereitet. Die Schauspieler sodann,
wenn sie gleich Thespis' Wagen verschmähen, ziehen doch noch immer in
kleineren Chören umher, und ihre bewegliche Welt ist an jeder Stelle
behend genug auferbaut. Ebenso verändern sie einzeln, sogar ernste,
vorteilhafte Verbindungen aufgebend, gern den Ort mit dem Orte, wozu
ein gesteigertes Talent mit zugleich gesteigertem Bedürfnis Anlaß und
Vorwand gibt. Hierzu bereiten sie sich gewöhnlich dadurch vor, daß
sie kein bedeutendes Brettergerüst des Vaterlandes unbestiegen lassen.

Hiernach werden wir sogleich gemahnt, auf den Lehrstand zu sehen;
diesen findet ihr gleichfalls in fortdauernder Bewegung, ein Katheder
um das andere wird betreten und verlassen, um den Samen eiliger
Bildung ja nach allen Seiten hin reichlich auszuspenden. Emsiger aber
und weiter ausgreifend sind jene frommen Seelen, die, das Heil den
Völkern zu bringen, sich durch alle Weltteile zerstreuen. Dagegen
pilgern andere, sich das Heil abzuholen; sie ziehen zu ganzen Scharen
nach geweihter, wundertätiger Stelle, dort zu suchen und zu empfangen,
was ihrem Innern zu Hause nicht verliehen ward.
Wenn uns nun diese sämtlich nicht in Verwunderung setzen, weil ihr
Tun und Lassen ohne Wandern meist nicht denkbar wäre, so sollten wir
diejenigen, die ihren Fleiß dem Boden widmen, doch wenigstens an
denselben gefesselt halten. Keineswegs! Auch ohne Besitz läßt sich
Benutzung denken, und wir sehen den eifrigen Landwirt eine Flur
verlassen, die ihm als Zeitpächter Vorteil und Freude mehrere Jahre
gewährt hat; ungeduldig forscht er nach gleichen oder größeren
Vorteilen, es sei nah oder fern. Ja sogar der Eigentümer verläßt
seinen erst gerodeten Neubruch, sobald er ihn durch Kultur einem
weniger gewandten Besitzer erst angenehm gemacht hat; aufs neue
dringt er in die Wüste, macht sich abermals in Wäldern Platz, zur
Belohnung jenes ersten Bemühens einen doppelt und dreifach größern
Raum, auf dem er vielleicht auch nicht zu beharren gedenkt.
Lassen wir ihn dort mit Bären und anderm Getier sich herumschlagen
und kehren in die gebildete Welt zurück, wo wir es auch keineswegs
beruhigter antreffen. Irgendein großes, geregeltes Reich beschaue
man, wo der Fähigste sich als den Beweglichsten denken muß; nach dem
Winke des Fürsten, nach Anordnung des Staatsrats wird der Brauchbare
von einem Ort zum andern versetzt. Auch ihm gilt unser Zuruf.
"Suchet überall zu nützen, überall seid ihr zu Hause." Sehen wir
aber bedeutende Staatsmänner, obwohl ungern, ihren hohen Posten
verlassen, so haben wir Ursache, sie zu bedauern, da wir sie weder als
Auswanderer noch als Wanderer anerkennen dürfen; nicht als
Auswanderer, weil sie einen wünschenswerten Zustand entbehren, ohne
daß irgendeine Aussicht auf bessere Zustände sich auch nur scheinbar
eröffnete; nicht als Wanderer, weil ihnen anderer Orten auf
irgendeine Weise nützlich zu sein selten vergönnt ist.
Zu einem eigenen Wanderleben jedoch ist der Soldat berufen; selbst
im Frieden wird ihm bald dieser, bald jener Posten angewiesen; fürs
Vaterland nah oder fern zu streiten, muß er sich immer beweglich
erhalten; und nicht nur fürs unmittelbare Heil, sondern auch nach dem
Sinne der Völker und Herrscher wendet er seinen Schritt allen
Weltteilen zu, und nur wenigen ist es vergönnt, sich hie oder da
anzusiedeln. Wie nun bei dem Soldaten die Tapferkeit als erste
Eigenschaft obenan steht, so wird sie doch stets mit der Treue
verbunden gedacht, deshalb wir denn gewisse wegen ihrer
Zuverlässigkeit gerühmte Völker, aus der Heimat gerufen, weltlichen
und geistlichen Regenten als Leibwache dienen sehen.
Noch eine sehr bewegliche, dem Staat unentbehrliche Klasse erblicken
wir in jenen Geschäftsmännern, welche, von Hof zu Hofe gesandt,
Fürsten und Minister umlagern und die ganze bewohnte Welt mit
unsichtbaren Fäden überkreuzen. Auch deren ist keiner an Ort und
Stelle auch nur einen Augenblick sicher; im Frieden sendet man die
tüchtigsten von einer Weltgegend zur andern; im Kriege, dem siegenden
Heere nachziehend, dem flüchtigen die Wege bahnend, sind sie immer
eingerichtet, einen Ort um den andern zu verlassen, deshalb sie auch
jederzeit einen großen Vorrat von Abschiedskarten mit sich führen.
Haben wir uns nun bisher auf jedem Schritt zu ehren gewußt, indem
wir die vorzüglichste Masse tätiger Menschen als unsere Gesellen und
Schicksalsgenossen angesprochen, so stehet euch, teure Freunde, zum
Abschluß noch die höchste Gunst bevor, indem ihr euch mit Kaisern,
Königen und Fürsten verbrüdert findet. Denken wir zuerst segnend
jenes edlen kaiserlichen Wanderers Hadrian, welcher zu Fuß, an der
Spitze seines Heers, den bewohnten, ihm unterworfenen Erdkreis
durchschnitt und ihn so erst vollkommen in Besitz nahm. Denken wir
mit Schaudern der Eroberer, jener gewaffneten Wanderer, gegen die kein
Widerstreit helfen, Mauer und Bollwerk harmlose Völker nicht schirmen
konnte; begleiten wir endlich mit redlichem Bedauern jene
unglücklichen vertriebenen Fürsten, die, von dem Gipfel der Höhe
herabsteigend, nicht einmal in die bescheidene Gilde tätiger Wanderer
aufgenommen werden könnten.
Da wir uns nun alles dieses einander vergegenwärtigt und aufgeklärt,
so wird kein beschränkter Trübsinn, keine leidenschaftliche
Dunkelheit über uns walten. Die Zeit ist vorüber, wo man
abenteuerlich in die weite Welt rannte; durch die Bemühungen
wissenschaftlicher, weislich beschreibender, künstlerisch
nachbildender Weltumreiser sind wir überall bekannt genug, daß wir
ungefähr wissen, was zu erwarten sei.
Doch kann zu einer vollkommenen Klarheit der einzelne nicht gelangen.
Unsere Gesellschaft aber ist darauf gegründet, daß jeder in seinem
Maße, nach seinen Zwecken aufgeklärt werde. Hat irgendeiner ein Land
im Sinne, wohin er seine Wünsche richtet, so suchen wir ihm das
einzelne deutlich zu machen, was im ganzen seiner Einbildungskraft
vorschwebte; uns wechselseitig einen überblick der bewohnten und
bewohnbaren Welt zu geben, ist die angenehmste, höchst belohnende
Unterhaltung.
In solchem Sinne nun dürfen wir uns in einem Weltbunde begriffen
ansehen. Einfach-groß ist der Gedanke, leicht die Ausführung durch
Verstand und Kraft. Einheit ist allmächtig, deshalb keine Spaltung,
kein Widerstreit unter uns. Insofern wir Grundsätze haben, sind sie
uns allen gemein. Der Mensch, so sagen wir, lerne sich ohne dauernden
äußeren Bezug zu denken, er suche das Folgerechte nicht an den
Umständen, sondern in sich selbst, dort wird er's finden, mit Liebe
hegen und pflegen. Er wird sich ausbilden und einrichten, daß er
überall zu Hause sei. Wer sich dem Notwendigsten widmet, geht überall
am sichersten zum Ziel; andere hingegen, das Höhere, Zartere suchend,
haben schon in der Wahl des Weges vorsichtiger zu sein. Doch was der
Mensch auch ergreife und handhabe, der einzelne ist sich nicht
hinreichend, Gesellschaft bleibt eines wackern Mannes höchstes
Bedürfnis. Alle brauchbaren Menschen sollen in Bezug untereinander
stehen, wie sich der Bauherr nach dem Architekten und dieser nach
Maurer und Zimmermann umsieht.
Und so ist denn allen bekannt, wie und auf welche Weise unser Bund
geschlossen und gegründet sei; niemand sehen wir unter uns, der nicht
zweckmäßig seine Tätigkeit jeden Augenblick üben könnte, der nicht
versichert wäre, daß er überall, wohin Zufall, Neigung, ja
Leidenschaft ihn führen könnte, sich immer wohl empfohlen,
aufgenommen und gefördert, ja von Unglücksfällen möglichst
wiederhergestellt finden werde.
Zwei Pflichten sodann haben wir aufs strengste übernommen: jeden
Gottesdienst in Ehren zu halten, denn sie sind alle mehr oder weniger
im Credo verfaßt; ferner alle Regierungsformen gleichfalls gelten zu
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 07
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    Süzlärneñ gomumi sanı 4437
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1524
    43.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    64.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4418
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1599
    42.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4245
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1697
    39.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4229
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1695
    39.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4217
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1677
    40.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4264
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1699
    41.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4195
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1713
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4185
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1703
    37.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 3941
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1474
    39.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 2925
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1230
    40.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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