Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 03

Süzlärneñ gomumi sanı 4178
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1695
35.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
47.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
53.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
als der unmittelbaren Handarbeit, wo wir Kraft und Gefühl in
Verbindung ausüben; deswegen ich mich auch besonders in solchen
abgeschlossenen Kreisen gern aufhielt, wo nach Umständen diese oder
jene Arbeit zu Hause war. Dergleichen gibt jeder Vereinigung eine
besondere Eigentümlichkeit, jeder Familie, einer kleinen, aus mehreren
Familien bestehenden Völkerschaft den entschiedensten Charakter; man
lebt in dem reinsten Gefühl eines lebendigen Ganzen.
Dabei hatte ich mir angewöhnt, alles aufzuzeichnen, es mit Figuren
auszustatten und so, nicht ohne Aussicht auf künftige Anwendung,
meine Zeit löblich und erfreulich zuzubringen.
Diese Neigung, diese ausgebildete Gabe benutzt' ich nun aufs beste
bei dem wichtigen Auftrag, den mir die Gesellschaft gab, den Zustand
der Gebirgsbewohner zu untersuchen und die brauchbaren Wanderlustigen
mit in unsern Zug aufzunehmen. Mögen Sie nun den schönen Abend, wo
mich mannigfaltige Geschäfte drängen, mit Durchlesung eines Teils
meines Tagebuchs zubringen? Ich will nicht behaupten, daß es gerade
angenehm zu lesen sei; mir schien es immer unterhaltend und
gewissermaßen unterrichtend. Doch wir bespiegeln ja uns immer selbst
in allem, was wir hervorbrachten."


Fünftes Kapitel

Lenardos Tagebuch
Montag, den 15.
Tief in der Nacht war ich nach mühsam erstiegener halber Gebirgshöhe
eingetroffen in einer leidlichen Herberge und ward schon vor
Tagesanbruch aus erquicklichem Schlaf durch ein andauerndes
Schellen--und Glockengeläute zu meinem großen Verdruß aufgeweckt.
Eine große Reihe Saumrosse zog vorbei, eh' ich mich hätte ankleiden
und ihnen zuvoreilen können. Nun erfuhr ich auch, meinen Weg
antretend, gar bald, wie unangenehm und verdrießlich solche
Gesellschaft sei. Das monotone Geläute betäubt die Ohren; das zu
beiden Seiten weit über die Tiere hinausreichende Gepäck (sie trugen
diesmal große Säcke Baumwolle) streift bald einerseits an die Felsen,
und wenn das Tier, um dieses zu vermeiden, sich gegen die andere
Seite zieht, so schwebt die Last über dem Abgrund, dem Zuschauer
Sorge und Schwindel erregend, und, was das Schlimmste ist, in beiden
Fällen bleibt man gehindert, an ihnen vorbeizuschleichen und den
Vortritt zu gewinnen.
Endlich gelangt' ich an der Seite auf einen freien Felsen, wo St.
Christoph, der mein Gepäck kräftig einhertrug, einen Mann begrüßte,
welcher stille dastehend den vorbeiziehenden Zug zu mustern schien.
Es war auch wirklich der Anführer; nicht nur gehörte ihm eine
beträchtliche Zahl der lasttragenden Tiere, andere hatte er nebst
ihren Treibern gemietet, sondern er war auch Eigentümer eines
geringern Teils der Ware; vornehmlich aber bestand sein Geschäft
darin, für größere Kaufleute den Transport der ihrigen treulich zu
besorgen. Im Gespräch erfuhr ich von ihm, daß dieses Baumwolle sei,
welche aus Mazedonien und Cypern über Triest komme und vom Fuße des
Berges auf Maultieren und Saumrossen zu diesen Höhen und weiter bis
jenseits des Gebirgs gebracht werde, wo Spinner und Weber in Unzahl
durch Täler und Schluchten einen großen Vertrieb gesuchter Waren ins
Ausland vorbereiteten. Die Ballen waren bequemeren Ladens wegen teils
anderthalb, teils drei Zentner schwer, welches letztere die volle
Last eines Saumtiers ausmacht. Der Mann lobte die Qualität der auf
diesem Wege ankommenden Baumwolle, verglich sie mit der von Ost--und
Westindien, besonders mit der von Cayenne, als der bekanntesten; er
schien von seinem Geschäft sehr gut unterrichtet, und da es mir auch
nicht ganz unbekannt geblieben war, so gab es eine angenehme und
nützliche Unterhaltung. Indessen war der ganze Zug vor uns vorüber,
und ich erblickte nur mit Widerwillen auf dem in die Höhe sich
schlängelnden Felsweg die unabsehliche Reihe dieser bepackten
Geschöpfe, hinter denen her man schleichen und in der herankommenden
Sonne zwischen Felsen braten sollte. Indem ich mich nun gegen meinen
Boten darüber beschwerte, trat ein untersetzter, munterer Mann zu uns
heran, der auf einem ziemlich großen Reff eine verhältnismäßig
leichte Bürde zu tragen schien. Man begrüßte sich, und es war gar
bald am derben Händeschütteln zu sehen, daß St. Christoph und dieser
Ankömmling einander wohl bekannt seien; da erfuhr ich denn sogleich
über ihn folgendes. Für die entfernteren Gegenden im Gebirge, woher
zu Markte zu gehen für jeden einzelnen Arbeiter zu weit wäre, gibt es
eine Art von untergeordnetem Handelsmann oder Sammler, welcher
Garnträger genannt wird. Dieser steigt nämlich durch alle Täler und
Winkel, betritt Haus für Haus, bringt den Spinnern Baumwolle in
kleinen Partien, tauscht dagegen Garn ein oder kauft es, von welcher
Qualität es auch sein möge, und überläßt es dann wieder mit einigem
Profit im größern an die unterhalb ansässigen Fabrikanten.
Als nun die Unbequemlichkeit, hinter den Maultieren herzuschlendern,
abermals zur Sprache kam, lud mich der Mann sogleich ein, mit ihm ein
Seitental hinabzusteigen, das gerade hier von dem Haupttale sich
trennte, um die Wasser nach einer andern Himmelsgegend hinzuführen.
Der Entschluß war bald gefaßt, und nachdem wir mit einiger
Anstrengung einen etwas steilen Gebirgskamm überstiegen hatten, sahen
wir die jenseitigen Abhänge vor uns, zuerst höchst unerfreulich; das
Gestein hatte sich verändert und eine schiefrige Lage genommen; keine
Vegetation belebte Fels und Gerölle, und man sah sich von einem
schroffen Niederstieg bedroht. Quellen rieselten von mehreren Seiten
zusammen; man kam sogar an einem mit schroffen Felsen umgebenen
kleinen See vorbei. Endlich traten einzeln und dann mehr gesellig
Fichten, Lärchen und Birken hervor, dazwischen sodann zerstreute
ländliche Wohnungen, freilich von der kärglichsten Sorte, jede von
ihren Bewohnern selbst zusammengezimmert aus verschränkten Balken,
die großen, schwarzen Schindeln der Dächer mit Steinen beschwert,
damit sie der Wind nicht wegführe. Unerachtet dieser äußern
traurigen Ansicht war der beschränkte innere Raum doch nicht
unangenehm; warm und trocken, auch reichlich gehalten, paßte er gar
gut zu dem frohen Aussehen der Bewohner, bei denen man sich alsobald
ländlich gesellig fühlte.
Der Bote schien erwartet, auch hatte man ihm aus dem kleinen
Schiebefenster entgegengesehen, denn er war gewohnt, wo möglich immer
an demselben Wochentage zu kommen; er handelte das Gespinst ein,
teilte frische Baumwolle aus; dann ging es rasch hinabwärts, wo
mehrere Häuser in geringer Entfernung nahe stehen. Kaum erblickt man
uns, so laufen die Bewohner begrüßend zusammen, Kinder drängen sich
hinzu und werden mit einem Eierbrot, auch einer Semmel hoch erfreut.
Das Behagen war überall groß und vermehrt, als sich zeigte, daß St.
Christoph auch dergleichen aufgepackt und also gleichfalls die Freude
hatte, den kindlichsten Dank einzuernten; um so angenehmer für ihn,
als er sich, wie sein Geselle, mit dem kleinen Volke gar wohl zu
betun wußte.
Die Alten dagegen hielten gar mancherlei Fragen bereit; vom Krieg
wollte jedermann wissen, der glücklicherweise sehr entfernt geführt
wurde und auch näher solchen Gegenden kaum gefährlich gewesen wäre.
Sie freuten sich jedoch des Friedens, obgleich in Sorge wegen einer
andern drohenden Gefahr; denn es war nicht zu leugnen, das
Maschinenwesen vermehre sich immer im Lande und bedrohe die
arbeitsamen Hände nach und nach mit Untätigkeit. Doch ließen sich
allerlei Trost--und Hoffnungsgründe beibringen.
Unser Mann wurde dazwischen wegen manches Lebensfalles um Rat
gefragt, ja sogar mußte er sich nicht allein als Hausfreund, sondern
auch als Hausarzt zeigen; Wundertropfen, Salze, Balsame führte er
jederzeit bei sich.
In die verschiedenen Häuser eintretend fand ich Gelegenheit, meiner
alten Liebhaberei nachzuhängen und mich von der Spinnertechnik zu
unterrichten. Ich ward aufmerksam auf Kinder, welche sich sorgfältig
und emsig beschäftigten, die Flocken der Baumwolle
auseinanderzuzupfen und die Samenkörner, Splitter von den Schalen der
Nüsse nebst andern Unreinigkeiten wegzunehmen; sie nennen es erlesen.
Ich fragte, ob das nur das Geschäft der Kinder sei, erfuhr aber, daß
es in Winterabenden auch von Männern und Brüdern unternommen werde.
Rüstige Spinnerinnen zogen sodann, wie billig, meine Aufmerksamkeit
auf sich; die Vorbereitung geschieht folgendermaßen: Es wird die
erlesene oder gereinigte Baumwolle auf die Karden, welche in
Deutschland Krempel heißen, gleich ausgeteilt, gekardet, wodurch der
Staub davongeht und die Haare der Baumwolle einerlei Richtung
erhalten, dann abgenommen, zu Locken festgewickelt und so zum Spinnen
am Rad zubereitet.
Man zeigte mir dabei den Unterschied zwischen links und rechts
gedrehtem Garn; jenes ist gewöhnlich feiner und wird dadurch bewirkt,
daß man die Saite, welche die Spindel dreht, um den Wirtel
verschränkt, wie die Zeichnung nebenbei deutlich macht (die wir leider
wie die übrigen nicht mitgeben können).
Die Spinnende sitzt vor dem Rade, nicht zu hoch; mehrere hielten
dasselbe mit übereinandergelegten Füßen in festem Stande, andere nur
mit dem rechten Fuß, den linken zurücksetzend. Mit der rechten Hand
dreht sie die Scheibe und langt aus, so weit und so hoch sie nur
reichen kann, wodurch schöne Bewegungen entstehen und eine schlanke
italki
Gestalt sich durch zierliche Wendung des Körpers und runde Fülle der
Arme gar vorteilhaft auszeichnet; die Richtung besonders der letzten
Spinnweise gewährt einen sehr malerischen Kontrast, so daß unsere
schönsten Damen an wahrem Reiz und Anmut zu verlieren nicht fürchten
dürften, wenn sie einmal anstatt der Gitarre das Spinnrad handhaben
wollten.
In einer solchen Umgebung drängten sich neue, eigene Gefühle mir auf,
die schnurrenden Räder haben eine gewisse Beredsamkeit, die Mädchen
singen Psalmen, auch, obwohl seltener, andere Lieder.
Zeisige und Stieglitze, in Käfigen aufgehangen, zwitschern
dazwischen, und nicht leicht möchte ein Bild regeren Lebens gefunden
werden als in einer Stube, wo mehrere Spinnerinnen arbeiten.
Dem beschriebenen Rädligarn ist jedoch das Briefgarn vorzuziehen;
hiezu wird die beste Baumwolle genommen, welche längere Haare hat als
die andere. Ist sie rein gelesen, so bringt man sie, anstatt zu
krempeln, auf Kämme, welche aus einfachen Reihen langer, stählerner
Nadeln bestehen, und kämmt sie; alsdann wird das längere und feinere
Teil derselben mit einem stumpfen Messer bänderweise (das Kunstwort
heißt ein Schnitz) abgenommen, zusammengewickelt und in eine
Papierdüte getan und diese nachher an der Kunkel befestigt. Aus
einer solchen Düte nun wird mit der Spindel von der Hand gesponnen,
daher heißt es aus dem Brief spinnen und das gewonnene Garn Briefgarn.

Dieses Geschäft, welches nur von ruhigen, bedächtigen Personen
getrieben wird, gibt der Spinnerin ein sanfteres Ansehen als das am
Rade; kleidet dies letzte eine große, schlanke Figur zum besten, so
wird durch jenes eine ruhige, zarte Gestalt gar sehr begünstigt.
Dergleichen verschiedene Charaktere, verschiedenen Arbeiten zugetan,
erblickte ich mehrere in einer Stube und wußte zuletzt nicht recht,
ob ich meine Aufmerksamkeit der Arbeit oder den Arbeiterinnen zu
widmen hätte.
Leugnen aber dürft' ich nicht sodann, daß die Bergbewohnerinnen,
durch die seltenen Gäste aufgeregt, sich freundlich und gefällig
erwiesen. Besonders freuten sie sich, daß ich mich nach allem so
genau erkundigte, was sie mir vorsprachen, bemerkte, ihre
Gerätschaften und einfaches Maschinenwerk zeichnete, ja selbst ihre
Arme, Hände und hübschen Glieder mit Zierlichkeit flüchtig
abschilderte, wie hier neben zu sehen sein sollte. Auch ward, als
der Abend hereintrat, die vollbrachte Arbeit vorgewiesen, die vollen
Spindeln in dazu bestimmten Kästchen beiseitegelegt und das ganze
Tagewerk sorgfältig aufgehoben. Nun war man schon bekannter geworden,
die Arbeit jedoch ging ihren Gang; nun beschäftigte man sich mit dem
Haspeln und zeigte schon viel freier teils die Maschine, teils die
Behandlung vor, und ich schrieb sorgfältig auf.
Der Haspel hat Rad und Zeiger, so daß sich bei jedesmaligem Umdrehen
eine Feder hebt, welche niederschlägt, sooft hundert Umgänge auf den
Haspel gekommen sind. Man nennt nun die Zahl von tausend Umgängen
einen Schneller, nach deren Gewicht die verschiedene Feine des Garns
gerechnet wird.
Rechts gedreht Garn gehen 25 bis 30 auf ein Pfund, links gedreht 60
bis 80, vielleicht auch 90. Der Umgang des Haspels wird ungefähr
sieben Viertel Ellen oder etwas mehr betragen, und die schlanke,
fleißige Spinnerin behauptete, 4, auch 5 Schneller, das wären 5 000
Umgänge, also 8 bis 9000 Ellen Garn, täglich am Rad zu spinnen; sie
erbot sich zur Wette, wenn wir noch einen Tag bleiben wollten.
Darauf konnte denn doch die stille und bescheidene Briefspinnerin es
nicht ganz lassen und versicherte: daß sie aus dem Pfund 120
Schneller spinne in verhältnismäßiger Zeit. (Briefgarnspinnen geht
nämlich langsamer als das Spinnen am Rade, wird auch besser bezahlt.
Vielleicht spinnt man am Rade wohl das Doppelte.) Sie hatte eben die
Zahl der Umgänge auf dem Haspel voll und zeigte mir, wie nun das Ende
des Fadens ein paarmal umgeschlagen und geknüpft werde; sie nahm den
Schneller ab, drehte ihn so, daß er in sich zusammenlief, zog das
eine Ende durch und konnte das Geschäft der geübten Spinnerin als
vollbracht mit unschuldiger Selbstgefälligkeit vorzeigen.
Da nun hier weiter nichts zu bemerken war, stand die Mutter auf und
sagte: da der junge Herr doch alles zu sehen wünsche, so wolle sie
ihm nun auch die Trockenweberei zeigen. Sie erklärte mir mit
gleicher Gutmütigkeit, indem sie sich an den Webstuhl setzte, wie sie
nur diese Art handhabten, weil sie eigentlich allein für grobe
Kattune gelte, wo der Einschlag trocken eingetragen und nicht sehr
dicht geschlagen wird; sie zeigte mir denn auch solche trockene Ware;
diese ist immer glatt, ohne Streifen und Quadrate oder sonst irgendein
Abzeichen, und nur fünf bis fünfeinhalbes Viertel Elle breit.
Der Mond leuchtete hell vom Himmel, und unser Garnträger bestand auf
einer weitern Wallfahrt, weil er Tag und Stunde halten und überall
richtig eintreffen müsse; die Fußpfade seien gut und klar, besonders
bei solcher Nachtfackel. Wir von unserer Seite erheiterten den
Abschied durch seidene Bänder und Halstücher, dergleichen Ware St.
Christoph ein ziemliches Paket mit sich trug; das Geschenk wurde der
Mutter gegeben, um es an die Ihrigen zu verteilen.

Dienstags, den 16. Früh.
Die Wanderung durch eine herrliche klare Nacht war voll Anmut und
Erfreulichkeit; wir gelangten zu einer etwas größern
Hüttenversammlung, die man vielleicht hätte ein Dorf nennen dürfen;
in einiger Entfernung davon auf einem freien Hügel stand eine Kapelle,
und es fing schon an, wohnlicher und menschlicher auszusehen. Wir
kamen an Umzäunungen vorbei, die zwar auf keine Gärten, aber doch auf
spärlichen, sorgfältig gehüteten Wieswachs hindeuteten. Wir waren an
einen Ort gelangt, wo neben dem Spinnen das Weben ernstlicher
getrieben wird.
Unsere gestrige Tagereise, bis in die Nacht hinein verlängert, hatte
die rüstigen und jugendlichen Kräfte aufgezehrt; der Garnbote bestieg
den Heuboden, und ich war eben im Begriff, ihm zu folgen, als St.
Christoph mir sein Reff befahl und zur Türe hinausging. Ich kannte
seine löbliche Absicht und ließ ihn gewähren.
Des andern Morgens jedoch war das erste, daß die Familie
zusammenlief und den Kindern streng verboten ward, nicht aus der Türe
zu gehen, indem ein greulicher Bär oder sonst ein Ungetüm in der Nähe
sich aufhalten müsse, denn es habe die Nacht über von der Kapelle her
dergestalt gestöhnt und gebrummt, daß Felsen und Häuser hier hüben
hätten erzittern mögen, und man riet, bei unserer heutigen längeren
Wanderung wohl auf der Hut zu sein. Wir suchten die guten Leute
möglichst zu beruhigen, welches in dieser Einöde jedoch schwer
erschien.
Der Garnbote erklärte nunmehr, daß er eiligst sein Geschäft abtun
und alsdann kommen wolle, uns abzuholen, denn wir hätten heute einen
langen und beschwerlichen Weg vor uns, weil wir nicht mehr so im Tale
nur hinabschlendern, sondern einen vorgeschobenen Gebirgsriegel
mühsam überklettern würden. Ich entschloß mich daher, die Zeit so gut
als möglich zu nutzen und mich von unsern guten Wirtsleuten in die
Vorhalle des Webens einführen zu lassen.
Beide waren ältliche Leute, in späteren Tagen noch mit zwei, drei
Kindern gesegnet; religiöse Gefühle und ahnungsvolle Vorstellungen
ward man an ihrer Umgebung, Tun und Reden gar bald gewahr. Ich kam
gerade zum Anfang einer solchen Arbeit, dem übergang vom Spinnen zum
Weben, und da ich zu keiner weitern Zerstreuung Anlaß fand, so ließ
ich mir das Geschäft, wie es eben gerade im Gange war, in meine
Schreibtafel gleichsam diktieren.
Die erste Arbeit, das Garn zu leimen, war gestern verrichtet. Man
siedet solches zu einem dünnen Leimwasser, welches aus Stärkemehl und
etwas Tischlerleim besteht, wodurch die Fäden mehr Halt bekommen.
Früh waren die Garnstränge schon trocken, und man bereitete sich zu
spulen, nämlich das Garn am Rade auf Rohrspulen zu winden. Der alte
Großvater, am Ofen sitzend, verrichtete diese leichte Arbeit, ein
Enkel stand neben ihm und schien begierig, das Spulrad selbst zu
handhaben. Indessen steckte der Vater die Spulen, um zu zetteln, auf
einen mit Querstäben abgeteilten Rahmen, so daß sie sich frei um
perpendikulär stehende starke Drähte bewegten und den Faden ablaufen
ließen. Sie werden mit gröberm und feinerm Garn in der Ordnung
aufgesteckt, wie das Muster oder vielmehr die Striche im Gewebe es
erfordern. Ein Instrument (das Brittli), ungefähr wie ein Sistrum
gestaltet, hat Löcher auf beiden Seiten, durch welche die Fäden
gezogen sind; dieses befindet sich in der Rechten des Zettlers, mit
der Linken faßt er die Fäden zusammen und legt sie, hin und wider
gehend, auf den Zettelrahmen. Einmal von oben herunter und von unten
herauf heißt ein Gang, und nach Verhältnis der Dichtigkeit und Breite
des Gewebes macht man viele Gänge. Die Länge beträgt entweder 64
oder nur 32 Ellen. Beim Anfang eines jeden Ganges legt man mit den
Fingern der linken Hand immer einen oder zwei Fäden herauf und
ebensoviel herunter und nennt solches die Rispe; so werden die
verschränkten Fäden über die zwei oben an dem Zettelrahmen
angebrachten Nägel gelegt. Dieses geschieht, damit der Weber die
Fäden in gehörig gleicher Ordnung erhalten kann. Ist man mit dem
Zetteln fertig, so wird das Gerispe unterbunden und dabei ein jeder
Gang besonders abgeteilt, damit sich nichts verwirren kann; sodann
werden mit aufgelöstem Grünspan am letzten Gang Male gemacht, damit
der Weber das gehörige Maß wieder bringe; endlich wird abgenommen,
das Ganze in Gestalt eines großen Knäuels aufgewunden, welcher die
Werfte genannt wird.

Mittwoch, den 17.
Wir waren früh vor Tage aufgebrochen und genossen eines herrlichen
verspäteten Mondscheins. Die hervorbrechende Helle, die aufgehende
Sonne ließ uns ein besser bewohntes und bebautes Land sehen. Hatten
wir oben, um über Bäche zu kommen, Schrittsteine oder zuweilen einen
schmalen Steg, nur an der einen Seite mit Lehne versehen, angetroffen,
so waren hier schon steinerne Brücken über das immer breiter werdende
Wasser geschlagen; das Anmutige wollte sich nach und nach mit dem
Wilden gatten, und ein erfreulicher Eindruck ward von den sämtlichen
Wanderern empfunden.
über den Berg herüber, aus einer andern Flußregion, kam ein
schlanker, schwarzlockiger Mann hergeschritten und rief schon von
weitem, als einer, der gute Augen und eine tüchtige Stimme hat:
"Grüß' Euch Gott, Gevatter Garnträger!" Dieser ließ ihn näher
herankommen, dann rief auch er mit Verwunderung: "Dank' Euch Gott,
Gevatter Geschirrfasser! Woher des Landes? welche unerwartete
Begegnung!" Jener antwortete herantretend: "Schon zwei Monate
schreit' ich im Gebirg herum, allen guten Leuten ihr Geschirr
zurechtzumachen und ihre Stühle so einzurichten, daß sie wieder eine
Zeitlang ungestört fortarbeiten können." Hierauf sprach der Garnbote,
sich zu mir wendend: "Da Ihr, junger Herr, so viel Lust und Liebe zu
dem Geschäft beweist und Euch sorgfältig drum bekümmert, so kommt
dieser Mann gerade zur rechten Zeit, den ich Euch in diesen Tagen
schon still herbeigewünscht hatte, er würde Euch alles besser erklärt
haben als die Mädchen mit allem guten Willen; er ist Meister in seinem
Geschäft und versteht, was zur Spinnerei und dergleichen gehört,
vollkommen anzugeben, auszuführen, zu erhalten, wiederherzustellen,
wie es not tut und es jeder nur wünschen mag."
Ich besprach mich mit ihm und fand einen sehr verständigen, in
gewissem Sinne gebildeten, seiner Sache völlig gewachsenen Mann,
indem ich einiges, was ich dieser Tage gelernt hatte, mit ihm
wiederholte und einige Zweifel zu lösen bat; auch sagt' ich ihm, was
ich gestern schon von den Anfängen der Weberei gesehen. Jener rief
dagegen freudig aus: "Das ist recht erwünscht, da komm' ich gerade
zur rechten Zeit, um einem so werten, lieben Herrn über die älteste
und herrlichste Kunst, die den Menschen eigentlich zuerst vom Tiere
unterscheidet, die nötige Auskunft zu geben. Wir gelangen heute
gerade zu guten und geschickten Leuten, und ich will nicht
Geschirrfasser heißen, wenn Ihr nicht sogleich das Handwerk so gut
fassen sollt wie ich selbst."
Ihm wurde freundlicher Dank gezollt, das Gespräch mannigfaltig
fortgesetzt, und wir gelangten, nach einigem Rasten und Frühstück, zu
einer zwar auch unter--und übereinander, doch besser gebauten
Häusergruppe. Er wies uns an das beste. Der Garnbote ging mit mir
und St. Christoph nach Abrede zuerst hinein, sodann aber, nach den
ersten Begrüßungen und einigen Scherzen, folgte der Schirrfasser, und
es war auffallend, daß sein Hereintreten eine freudige überraschung
in der Familie hervorbrachte. Vater, Mutter, Töchter und Kinder
versammelten sich um ihn; einem am Weberstuhl sitzenden,
wohlgebildeten Mädchen stockte das Schiffchen in der Hand, das just
durch den Zettel durchfahren sollte, ebenso hielt sie auch den Tritt
an, stand auf und kam später, mit langsamer Verlegenheit ihm die Hand
zu reichen. Beide, der Garnbote sowohl als der Schirrfasser, setzten
sich bald durch Scherz und Erzählung wieder in das alte Recht,
welches Hausfreunden gebührt, und nachdem man sich eine Zeitlang
gelabt, wendete sich der wackere Mann zu mir und sagte: "Sie, mein
guter Herr, dürfen wir über diese Freude des Wiedersehens nicht
hintansetzen: wir können noch tagelang miteinander schnacken; Sie
müssen morgen fort. Lassen wir den Herrn in das Geheimnis unserer
Kunst sehen; Leimen und Zetteln kennt er, zeigen wir ihm das übrige
vor, die Jungfrauen da sind mir ja wohl behülflich. Ich sehe, an
diesem Stuhl ist man beim Aufwinden." Das Geschäft war der jüngeren,
zu der sie traten. Die ältere setzte sich wieder an ihren Webstuhl
und verfolgte mit stiller, liebevoller Miene ihre lebhafte Arbeit.
Ich betrachtete nun sorgfältig das Aufwinden. Zu diesem Zweck läßt
man die Gänge des Zettels nach der Ordnung durch einen großen Kamm
laufen, der eben die Breite des Weberbaums hat, auf welchen
aufgewunden werden soll; dieser ist mit einem Einschnitt versehen,
worin ein rundes Stäbchen liegt, welches durch das Ende des Zettels
durchgesteckt und in dem Einschnitt befestigt wird. Ein kleiner
Junge oder Mädchen sitzt unter dem Weberstuhle und hält den Strang
des Zettels stark an, während die Weberin den Weberbaurn an einem
Hebel gewaltsam umdreht und zugleich achtgibt, daß alles in der
Ordnung zu liegen komme. Wenn alles aufgewunden ist, so werden durch
die Rispe ein runder und zwei flache Stäbe, Schienen, gestoßen, damit
sie sich halte, und nun beginnt das Eindrehen.
Vom alten Gewebe ist noch etwa eine Viertelelle am zweiten Weberbaum
übriggeblieben, und von diesem laufen etwa drei Viertelellen lang die
Fäden durch das Blatt in der Lade sowohl als durch die Flügel des
Geschirrs. An diese Fäden nun dreht die Weberin die Fäden des neuen
Zettels, einen um den andern, sorgfältig an, und wenn sie fertig ist,
wird alles Angedrehte auf einmal durchgezogen, so daß die neuen Fäden
bis an den noch leeren vordern Weberbaum reichen; die abgerissenen
Fäden werden angeknüpft, der Eintrag auf kleine Spulen gewunden, wie
sie ins Weberschiffchen passen, und die letzte Vorbereitung zum Weben
gemacht, nämlich geschlichtet.
So lang der Weberstuhl ist, wird der Zettel mit einem Leimwasser,
aus Handschuhleder bereitet, vermittelst eingetauchter Bürsten durch
und durch angefeuchtet, sodann werden die obengedachten Schienen, die
das Gerispe halten, zurückgezogen, alle Fäden aufs genaueste in
Ordnung gelegt und alles so lange mit einem an einen Stab gebundenen
Gänseflügel gefächelt, bis es trocken ist, und nun kann das Weben
begonnen und fortgesetzt werden, bis es wieder nötig wird zu
schlichten.
Das Schlichten und Fächeln ist gewöhnlich jungen Leuten überlassen,
welche zu dem Webergeschäft herangezogen werden, oder in der Muße der
Winterabende leistet ein Bruder oder ein Liebhaber der hübschen
Weberin diesen Dienst, oder diese machen wenigstens die kleinen
Spülchen mit dem Eintragsgarn.
Feine Musseline werden naß gewebt, nämlich der Strang des
Einschlagegarns wird in Leimwasser getaucht, noch naß auf die kleinen
Spulen gewunden und sogleich verarbeitet, wodurch sich das Gewebe
gleicher schlagen läßt und klarer erscheint.

Donnerstag, den 18. September.
Ich fand überhaupt etwas Geschäftiges, unbeschreiblich Belebtes,
Häusliches, Friedliches in dem ganzen Zustand einer solchen
Weberstube; mehrere Stühle waren in Bewegung, da gingen noch
Spinn--und Spulräder, und am Ofen die Alten mit den besuchenden
Nachbarn oder Bekannten sitzend und trauliche Gespräche führend.
Zwischendurch ließ sich wohl auch Gesang hören, meistens Ambrosius
Lobwassers vierstimmige Psalmen, seltener weltliche Lieder; dann
bricht auch wohl ein fröhlich schallendes Gelächter der Mädchen aus,
wenn Vetter Jakob einen witzigen Einfall gesagt hat.
Eine recht flinke und zugleich fleißige Weberin kann, wenn sie Hülfe
hat, allenfalls in einer Woche ein Stück von 32 Ellen nicht gar zu
feine Musseline zustande bringen; es ist aber sehr selten, und bei
einigen Hausgeschäften ist solches gewöhnlich die Arbeit von vierzehn
Tagen.
Die Schönheit des Gewebes hängt vom gleichen Auftreten des
Webegeschirres ab, vom gleichen Schlag der Lade, wie auch davon, ob
der Eintrag naß oder trocken geschieht. Völlig egale und zugleich
kräftige Anspannung trägt ebenfalls bei, zu welchem Ende die Weberin
feiner baumwollener Tücher einen schweren Stein an den Nagel des
vordern Weberbaums hängt. Wenn während der Arbeit das Gewebe kräftig
angespannt wird (das Kunstwort heißt dämmen), so verlängert es sich
merklich, auf 32 Ellen 3/4 und auf 64 etwa 1 1/2 Elle; dieser
überschuß nun gehört der Weberin, wird ihr extra bezahlt, oder sie
hebt sich's zu Halstüchern, Schürzen usw. auf.


In der klarsten, sanftesten Mondnacht, wie sie nur in hohen
Gebirgszügen obwaltet, saß die Familie mit ihren Gästen vor der
Haustüre im lebhaftesten Gespräch, Lenardo in tiefen Gedanken. Schon
unter allem dem Weben und Wirken und so manchen handwerklichen
Betrachtungen und Bemerkungen war ihm jener von Freund Wilhelm zu
seiner Beruhigung geschriebene Brief wieder ins Gedächtnis gekommen.
Die Worte, die er so oft gelesen, die Zeilen, die er mehrmals
angeschaut, stellten sich wieder seinem innern Sinne dar. Und wie
eine Lieblingsmelodie, ehe wir uns versehen, auf einmal dem tiefsten
Gehör leise hervortritt, so wiederholte sich jene zarte Mitteilung in
der stillen, sich selbst angehörigen Seele.
"Häuslicher Zustand, auf Frömmigkeit gegründet, durch Fleiß und
Ordnung belebt und erhalten, nicht zu eng, nicht zu weit, im
glücklichsten Verhältnis der Pflichten zu den Fähigkeiten und Kräften.
Um sie her bewegt sich ein Kreislauf von Handarbeitenden im
reinsten, anfänglichsten Sinne; hier ist Beschränktheit und Wirkung in
die Ferne, Umsicht und Mäßigung, Unschuld und Tätigkeit."
Aber diesmal mehr aufregend als beschwichtigend war die Erinnerung.
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 04
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    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4437
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1524
    43.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    64.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4418
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1599
    42.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4245
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1697
    39.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4229
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1695
    39.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4217
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1677
    40.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4264
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1699
    41.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4195
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1713
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4185
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1703
    37.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 3941
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1474
    39.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 3 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 2925
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1230
    40.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.