Umwege: Erzählungen - 15

Süzlärneñ gomumi sanı 4413
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1584
42.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
55.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
61.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
heftig auf den Mund. Sie ließ es still und lächelnd geschehen, da er
aber stürmisch ward und mehr begehrte, leuchtete sie ihn aus feurigen
Augen an und wehrte: »Später, du, später!«
Die klappernde Glastüre mehr als ihre beschwichtigende Gebärde hielt
ihn zurück, und es kam mit der Alten nicht nur die erwartete Freundin
herein, sondern auch noch eine zweite mit ihrem Bräutigam, einem
halbeleganten Jüngling mit steifem Hütchen und glatt in der Mitte
gescheiteltem schwarzem Haar, dessen Mund unter einem gezwickelten
Schnauzbärtchen hervor hochmütig und gewalttätig ausschaute. Zugleich
trat auch Breitinger wieder ein, es entstand eine Begrüßung und man
rückte zwei Tische aneinander, um gemeinsam zu Abend zu essen. Matthias
sollte bestellen und war für einen Fisch mit nachfolgendem Rindsbraten,
dazu kam auf Metas Vorschlag noch eine Platte mit Kaviar, Lachs und
Sardinen, sowie auf den Wunsch ihrer Freundin eine Punschtorte. Der
Bräutigam aber erklärte mit merkwürdig gereizter Verächtlichkeit, ohne
Geflügel tauge ein Abendessen nichts, und wenn auf das Rindfleisch
nicht ein Fasanenbraten folge, so esse er schon lieber gar nicht mit.
Meta wollte ihm zureden, aber Herr Matthias, der inzwischen zu einem
Burgunderwein übergegangen war, rief munter dazwischen: »Ach was, man
soll doch den Fasan bestellen! Die Herrschaften sind doch hoffentlich
alle meine Gäste?«
Das wurde angenommen, die Alte verschwand mit dem Speisezettel, der
Wirt tauchte auch wieder auf. Meta hatte sich nun ganz an Matthias
angeschlossen, ihre Freundin saß gegenüber neben Herrn Breitinger. Das
Essen, das nicht im Hause gekocht, sondern über die Straße herbeigeholt
schien, wurde rasch aufgetragen und war gut. Beim Nachtisch machte
Fräulein Meta ihren Verehrer mit einem neuen Genusse bekannt: er bekam
in einem großen fußlosen Glase ein delikates Getränk dargereicht,
das sie ihm eigens zubereitet hatte und das, wie sie erzählte, aus
Champagner, Sherry und Kognak gemischt war. Es schmeckte gut, nur
etwas schwer und süß, und sie nippte jedesmal selber am Glase, wenn
sie ihn zum Trinken einlud. Matthias wollte nun auch Herrn Breitinger
ein solches Glas anbieten. Der lehnte jedoch ab, da er das Süße nicht
liebe, auch habe dies Getränk den leidigen Nachteil, daß man darauf hin
nur noch Champagner genießen könne.
»Hoho, das ist doch kein Nachteil!« rief Matthias überlaut. »Ihr Leute,
Champagner her!«
Er brach in ein heftiges Gelächter aus, wobei ihm die Augen voll Wasser
liefen, und war von diesem Augenblicke an ein hoffnungslos betrunkener
Mann, der beständig ohne Ursache lachte, Wein über den Tisch vergoß
und rechenschaftslos auf einem breiten Strome von Rausch und Wohlleben
dahintrieb. Nur zuweilen besann er sich für eine Minute, blickte
verwundert in die Lustbarkeit und griff nach Metas Hand, die er küßte
und streichelte, um sie bald wieder loszulassen und zu vergessen.
Einmal erhob er sich, um einen Trinkspruch auszubringen, doch fiel ihm
das schwankende Glas aus der Hand und zersprang auf dem überschwemmten
Tische, worüber er wieder ein herzliches, doch schon ermüdetes
Gelächter begann. Meta zog ihn in seinen Stuhl zurück, und Breitinger
bot ihm mit ernsthafter Zurede ein Glas Kirschwasser an, das er leerte
und dessen scharfer brennender Geschmack das Letzte war, was ihm von
diesem Abend dunkel im Gedächtnis blieb.

Viertes Kapitel
Nach einem todschweren Schlaf erwachte Herr Matthias blinzelnd zu einem
schauderhaften Gefühl von Leere, Zerschlagenheit, Schmerz und Ekel.
Kopfweh und Schwindel hielten ihn nieder, die Augen brannten trocken
und entzündet, an der Hand schmerzte ihn ein breiter verkrusteter Riß,
an dessen Herkunft er keine Erinnerung hatte. Nur langsam erholte sich
sein Bewußtsein, da richtete er sich plötzlich auf, sah an sich nieder
und suchte Stützen für sein Gedächtnis zu gewinnen. Er lag, nur halb
entkleidet, in einem fremden Zimmer und Bett, und da er erschreckend
aufsprang und zum Fenster trat, blickte er in eine morgendliche
unbekannte Straße hinab. Stöhnend goß er ein Waschbecken voll und
badete das entstellte heiße Gesicht, und während er mit dem Handtuch
darüber fuhr, schlug ihm plötzlich ein böser Argwohn wie ein Blitz
ins Gehirn. Hastig stürzte er sich auf seinen Rock, der am Boden lag,
riß ihn an sich, betastete und wendete ihn, griff in alle Taschen und
ließ ihn erstarrt aus zitternden Händen sinken. Er war beraubt. Die
schwarzlederne Brustmappe war fort.
Er besann sich, er wußte alles plötzlich wieder. Es waren über tausend
Kronen in Papier und Gold gewesen.
Still legte er sich wieder auf das Bett und blieb wohl eine halbe
Stunde wie ein Erschlagener liegen. Weindunst und Schlaftrunkenheit
waren völlig verflogen, auch die Schmerzen spürte er nicht mehr, nur
eine große Müdigkeit und Trauer. Langsam erhob er sich wieder, wusch
sich mit Sorgfalt, klopfte und schabte seine beschmutzten Kleider nach
Möglichkeit zurecht, zog sich an und schaute in den Spiegel, wo ein
gedunsenes trauriges Gesicht ihm fremd entgegensah. Dann faßte er alle
Kraft mit einem heftigen Entschluß zusammen und überdachte seine Lage.
Und dann tat er ruhig und bitter das Wenige, was ihm zu tun übrigblieb.
Vor allem durchsuchte er seine ganze Kleidung, auch Bett und
Fußboden genau. Der Rock war leer, im Beinkleid jedoch fand sich ein
zerknitterter Schein von fünfzig Kronen und zehn Kronen in Gold. Sonst
war kein Geld mehr da.
Nun zog er die Glocke und fragte den erscheinenden Kellner, um welche
Zeit er heute Nacht angekommen sei. Der junge Mensch sah ihm lächelnd
ins Gesicht und meinte, wenn der Herr selber sich nimmer erinnern
könne, so werde einzig der Portier Bescheid wissen.
Und er ließ den Portier kommen, gab ihm das Goldstück und fragte ihn
aus. Wann er ins Haus gebracht worden sei? -- Gegen zwölf Uhr. -- Ob
er bewußtlos gewesen? -- Nein, nur anscheinend bezecht. -- Wer ihn
hergebracht habe? -- Zwei junge Männer. Sie hätten erzählt, der Herr
habe sich bei einem Gastmahl übernommen und begehre hier zu schlafen.
Er habe ihn zuerst nicht aufnehmen wollen, sei jedoch durch ein schönes
Trinkgeld doch dazu bestimmt worden. -- Ob der Portier die beiden
Männer wieder erkennen würde? -- Ja, das heißt wohl nur den einen, den
mit dem steifen Hut.
Matthias entließ den Mann und bestellte seine Rechnung samt einer Tasse
Kaffee. Den trank er heiß hinunter, bezahlte und ging weg.
Er kannte den Teil der Stadt, in dem sein Gasthaus lag, nicht, und ob
er wohl nach längerem Gehen bekannte und halbbekannte Straßen traf, so
gelang es ihm doch in mehreren Stunden angestrengter Wanderung nicht,
jenes kleine Wirtshaus wieder zu finden, wo das Gestrige passiert war.
Doch hatte er sich ohnehin kaum Hoffnung gemacht, etwas von dem
Verlorenen wieder zu gewinnen. Von dem Augenblick an, da er
in plötzlich aufzuckendem Verdacht seinen Rock untersucht und
die Brusttasche leer gefunden hatte, war er von der Erkenntnis
durchdrungen, es sei nicht das Kleinste mehr zu retten. Dieses Gefühl
hatte durchaus mit der Empfindung eines ärgerlichen Zufalls oder
Unglücks nichts zu tun, sondern war frei von jeder Auflehnung und
glich mehr einer zwar bitteren, doch entschiedenen Zustimmung zu dem
Geschehenen. Dies Gefühl vom Einklang des Geschehens mit dem eigenen
Gemüt, der äußeren und inneren Notwendigkeit, dessen ganz geringe
Menschen niemals fähig sind, rettete den armen betrogenen Pater vor der
Verzweiflung. Er dachte nicht einen Augenblick daran, sich etwa durch
List reinzuwaschen und wieder in Ehre und Achtung zurückzustehlen,
noch auch trat ihm der Gedanke nahe, sich ein Leid anzutun. Nein, er
fühlte nichts als eine völlig klare und gerechte Notwendigkeit, die
ihn zwar traurig machte, gegen welche er jedoch mit keinem Gedanken
protestierte. Denn stärker als Bangnis und Sorge, wenn auch noch
verborgen und außerhalb des Bewußtseins, war in ihm die Empfindung
einer großen Erlösung vorhanden, da jetzt unzweifelhaft seiner
bisherigen Unzufriedenheit und dem unklaren, durch Jahre geführten
und verheimlichten Doppelleben ein Ende gesetzt war. Er fühlte wie
früher zuweilen nach kleineren Verfehlungen die schmerzliche innere
Befreitheit eines Mannes, der vor dem Beichtstuhl kniet und dem zwar
eine Demütigung und Bestrafung bevorsteht, dessen Seele aber die
beklemmende Last verheimlichter Taten schon weichen fühlt.
Dennoch aber war er über das, was nun zu tun sei, keineswegs im
klaren. Hatte er innerlich seinen Austritt aus dem Orden schon
genommen und Verzicht auf alle Ehren getan, so schien es ihm doch
ärgerlich und recht unnütz, nun alle häßlichen und schmerzenden Szenen
einer feierlichen Ausstoßung und Verurteilung auskosten zu sollen.
Schließlich hatte er, weltlich gedacht, kein gar so schändliches
Verbrechen begangen, und das viele Klostergeld hatte ja nicht er
gestohlen, sondern offenbar jener Herr Breitinger.
Klar war ihm zunächst nur, daß noch heute etwas Entscheidendes zu
geschehen habe; denn blieb er länger als noch diesen Tag dem Kloster
fern, so entstand Verdacht und Untersuchung und ward ihm die Freiheit
des Handelns abgeschnitten. Ermüdet und hungrig suchte er ein
Speisehaus, aß einen Teller Suppe und schaute alsdann, rasch gesättigt
und von verwirrten Erinnerungsbildern gequält, mit müden Augen durchs
Fenster auf die Straße hinaus, genau wie er es gestern ungefähr um
dieselbe Zeit getan hatte.
Indem er seine Lage hin und her bedachte, fiel es ihm grausam auf die
italki
Seele, daß er auf Erden keinen einzigen Menschen habe, dem er mit
Vertrauen und Hoffnung seine Not klagen könnte, der ihm hülfe und
riete, der ihn zurechtweise, rette oder doch tröste. Ein Auftritt,
den er erst vor einer Woche erlebt und schon völlig wieder vergessen
hatte, stieg unversehens rührend und wunderlich in seinem Gedächtnis
auf: der junge halbgescheite Laienbruder in seiner verflickten Kutte,
wie er am heimischen Bahnhofe stand und ihm nachschaute, angstvoll und
beschwörend.
Heftig wendete er sich von diesem Bilde ab und zwang seinen Blick, dem
Straßenleben draußen zu folgen. Da trat ihm, auf seltsamen Umwegen der
Erinnerung, mit einem Male ein Name und eine Gestalt vor die Seele,
woran sie sich sofort mit instinktivem Zutrauen klammerte.
Diese Gestalt war die der Frau Franziska Tanner, jener reichen
jungen Witwe, deren Geist und Takt er erst kürzlich bewundert, und
deren anmutig strenges Bild ihn heimlich begleitet hatte. Er schloß
die Augen und sah sie, im grauseidenen Kleide, mit dem klugen und
beinahe spöttischen Mund im hübschen blassen Gesicht, und je genauer
er zuschaute und je deutlicher nun auch der kräftig entschlossene
Ton ihrer hellen Stimme und der feste, ruhig beobachtende Blick
ihrer grauen Augen ihm wieder vorschwebte, desto leichter, ja
selbstverständlicher schien es ihm, das Vertrauen dieser ungewöhnlichen
Frau in seiner ungewöhnlichen Lage anzurufen.
Dankbar und froh, das nächste Stück seines Weges endlich klar vor sich
zu sehen, machte er sich sofort daran, seinen Entschluß auszuführen.
Von dieser Minute an bis zu jener, da er wirklich vor Frau Tanner
stand, tat er jeden Schritt sicher und rasch, nur ein einzigesmal
geriet er ins Zaudern. Das war, als er jenen Bahnhof des Vorortes
wieder erreichte, wo er gestern seinen Sündenwandel begonnen hatte
und wo seither sein Köfferchen in Verwahrung stand. Er war des Sinnes
gewesen, wieder als Pater in der Kutte vor die hochgeschätzte Frau
zu treten, schon um sie nicht allzu sehr zu erschrecken, und hatte
deshalb den Weg hieher genommen. Nun jedoch, da er nur eines Schrittes
bedurfte, um am Schalter sein Eigentum wieder zu fordern, kam diese
Absicht ihm plötzlich töricht und unredlich vor, ja er empfand, wie nie
zuvor, vor der Rückkehr in die klösterliche Tracht einen wahren Schreck
und Abscheu, so daß er seinen Plan im Augenblick änderte und vor sich
selber schwor, die Kutte niemals wieder anzulegen, es komme, wie es
wolle.
Daß mit den übrigen Wertsachen ihm auch der Gepäckschein entwendet
worden war, wußte und bedachte er dabei gar nicht.
Darum ließ er sein Gepäck liegen, wo es lag, und reiste denselben Weg,
den er gestern in der Frühe noch als Pater gefahren, im schlichten
Bürgerrocke zurück. Dabei schlug ihm das Herz immerhin, je näher er
dem Ziele kam, desto peinlicher; denn er fuhr nun schon wieder durch
die Gegend, welcher er vor Tagen noch gepredigt hatte, und mußte in
jedem neu einsteigenden Fahrgaste den beargwöhnen, der ihn erkennen
und als erster seine Schande sehen würde. Doch war der Zufall und der
einbrechende Abend ihm günstig, so daß er die letzte Station unerkannt
und unbelästigt erreichte.
Bei sinkender Nacht wanderte er auf müden Beinen den Weg zum Dorfe hin,
den er zuletzt bei Sonnenschein im Einspänner gefahren war, und zog, da
er noch überall Licht hinter den Läden bemerkte, noch am selben Abend
die Glocke am Tore des Tannerschen Landhauses.
Die gleiche Magd wie neulich tat ihm auf und fragte nach seinem
Begehren, ohne ihn zu erkennen. Matthias bat, die Hausfrau noch heute
abend sprechen zu dürfen, und gab dem Mädchen ein verschlossenes
Billett mit, das er vorsorglich noch in der Stadt geschrieben hatte.
Sie ließ ihn, der späten Stunde wegen ängstlich, im Freien warten,
schloß das Tor wieder ab und blieb eine bange Weile aus. Dann aber
schloß sie rasch wieder auf, hieß ihn mit verlegener Entschuldigung
ihrer vorigen Ängstlichkeit eintreten und führte ihn in das Wohnzimmer
der Frau, die ihn dort allein erwartete.
»Guten Abend, Frau Tanner,« sagte er mit etwas befangener Stimme, »darf
ich Sie nochmals für eine kleine Weile stören?«
Sie grüßte gemessen und sah ihn an.
»Da Sie, wie Ihr Billett mir sagt, in einer sehr wichtigen Sache
kommen, stehe ich gerne zur Verfügung. -- Aber wie sehen Sie denn aus?«
»Ich werde Ihnen alles erklären, bitte, erschrecken Sie nicht! Ich wäre
nicht zu Ihnen gekommen, wenn ich nicht das Zutrauen hätte, Sie werden
mich in einer sehr schlimmen Lage nicht ohne Rat und Teilnahme lassen.
Ach, verehrte Frau, was ist aus mir geworden!«
Seine Stimme brach, und es schien, als würgten ihn Tränen. Doch hielt
er sich tapfer, entschuldigte sich mit großer Erschöpfung und begann
alsdann, in einem bequemen Sessel ruhend, seine Erzählung. Er fing
damit an, daß er schon seit mehreren Jahren des Klosterlebens müde
sei und sich mehrere Verfehlungen vorzuwerfen habe. Dann gab er eine
kurze Darstellung seines früheren Lebens und seiner Klosterzeit, seiner
Predigtreisen und auch seiner letzten Mission. Und darauf berichtete er
ohne viel Einzelheiten, aber ehrlich und verständlich sein Abenteuer in
der Stadt.

Fünftes Kapitel
Es folgte auf seine Erzählung eine lange Pause. Frau Tanner hatte
aufmerksam und ohne jede Unterbrechung zugehört, zuweilen gelächelt
und zuweilen den Kopf geschüttelt, schließlich aber jedes Wort mit
einem gleichbleibenden gespannten Ernst verfolgt. Nun schwiegen sie
beide eine Weile.
»Wollen Sie jetzt nicht vor allem andern einen Imbiß nehmen?« fragte
sie endlich. »Sie bleiben jedenfalls die Nacht hier und können in der
Gärtnerwohnung schlafen.«
Die Herberge nahm der Pater dankbar an, wollte jedoch von Essen und
Trinken nichts wissen.
»Was wollen Sie nun von mir haben?« fragte sie langsam.
»Vor allem Ihren Rat. Ich weiß selber nicht genau, woher mein Vertrauen
zu Ihnen kommt. Aber in allen diesen schlimmen Stunden ist mir niemand
sonst eingefallen, auf den ich hätte hoffen mögen. Bitte, sagen Sie
mir, was ich tun soll!«
Nun lächelte sie ein wenig.
»Es ist eigentlich schade,« sagte sie, »daß Sie mich das nicht neulich
schon gefragt haben. Daß Sie für einen Mönch zu gut oder doch zu
lebenslustig sind, kann ich wohl begreifen. Es ist aber nicht schön,
daß Sie Ihre Rückkehr ins Weltleben so heimlich betreiben wollten.
Dafür sind Sie nun gestraft. Denn Sie müssen den Austritt aus Ihrem
Orden, den Sie freiwillig und in Ehren hätten suchen sollen, jetzt
eben unfreiwillig tun. Mir scheint, Sie können gar nichts anderes tun,
als Ihre Sache mit aller Offenheit Ihren Oberen anheimstellen. Ist das
nicht Ihre Meinung?«
»Ja, das ist sie; ich habe es mir nicht anders gedacht.«
»Gut also. Und was wird dann aus Ihnen werden?«
»Das ist es eben! Ich werde ohne Zweifel nicht im Orden behalten
werden, was ich auch keinesfalls annehmen würde. Mein Wille ist, ein
stilles Leben als ein fleißiger und ehrlicher Mensch anzufangen; denn
ich bin zu jeder anständigen Arbeit bereit und habe manche Kenntnisse,
die mir nützen können.«
»Recht so, das habe ich von Ihnen erwartet.«
»Ja. Aber nun werde ich nicht nur aus dem Kloster entlassen werden,
sondern muß auch für die mir anvertrauten Summen, die dem Kloster
gehören, mit meiner Person eintreten. Da ich diese Summen in der
Hauptsache nicht selber veruntreut, sondern an Schelme verloren habe,
wäre es mir doch gar bitter, für sie wie ein gemeiner Betrüger zur
Rechenschaft gezogen zu werden.«
»Das verstehe ich wohl. Aber wie wollen Sie das verhüten?«
»Das weiß ich noch nicht. Ich würde, wie es selbstverständlich ist, das
Geld so bald und so vollkommen als möglich zu ersetzen suchen. Wenn es
möglich wäre, dafür eine einstweilige Bürgschaft zu stellen, so könnte
wohl ein gerichtliches Verfahren ganz vermieden werden.«
Die Frau sah ihn forschend an.
»Was wären in diesem Falle Ihre Pläne?« fragte sie dann ruhig.
»Dann würde ich außer Landes eine Arbeit suchen und mich bemühen, vor
allem jene Summe abzutragen. Sollte jedoch die Person, welche für mich
bürgt, mir anders raten und mich anders zu verwenden wünschen, so wäre
mir natürlich dieser Wunsch Befehl.«
Frau Tanner erhob sich und tat einige erregte Schritte durchs Zimmer.
Sie blieb außerhalb des Lichtkreises der Lampe in der Dämmerung stehen
und sagte leise von dort herüber: »Und die Person, von der Sie reden
und die für Sie bürgen soll, die soll ich sein?«
Herr Matthias war ebenfalls aufgestanden.
»Wenn Sie wollen -- ja,« sagte er tief atmend. »Da ich mich Ihnen,
die ich noch kaum kannte, so weit eröffnet habe, mag auch das gewagt
sein. Ach, liebe Frau Tanner, es ist mir wunderlich, wie ich in meiner
elenden Lage zu solcher Kühnheit komme. Aber ich weiß keinen Richter,
dem ich mich so leicht und gerne zu jedem Urteilsspruch überließe, wie
Ihnen. Sagen Sie ein Wort, so gehe ich heute noch für immer aus Ihren
Augen.«
Sie trat an den Tisch zurück, wo vom Abend her noch eine feine
Stickarbeit und eine umgefalzte Zeitung lag, und verbarg ihre leicht
zitternden Hände hinter ihrem Rücken. Dann lächelte sie ganz leicht und
sagte: »Danke für Ihr Vertrauen, Herr Matthias, es soll in guten Händen
sein. Aber Geschäfte tut man nicht so in einer Abendstimmung ab. Wir
wollen jetzt zur Ruhe gehen, die Magd wird Sie ins Gärtnerhaus führen.
Morgen früh um sieben wollen wir hier frühstücken und weiter reden,
dann können Sie noch leicht den ersten Bahnzug erreichen.«
* * * * *
In dieser Nacht hatte der flüchtige Pater einen weit besseren Schlaf
als seine gütige Wirtin. Er holte in einer tiefen achtstündigen Ruhe
das Versäumte zweier Tage und Nächte ein und erwachte zur rechten Zeit
ausgeruht und helläugig, so daß ihn die Frau Tanner beim Frühstück
erstaunt und wohlgefällig betrachten mußte.
Diese verlor über der Sache Matthias den größeren Teil ihrer Nachtruhe.
Die Bitte des Paters hätte, soweit sie nur das verlorene Geld betraf,
ihr dies nicht angetan. Aber es war ihr sonderbar zu Herzen gegangen,
wie da ein fremder Mensch, der nur ein einzigesmal zuvor flüchtig ihren
Weg gestreift, in der Stunde peinlicher Not so voll Vertrauen zu ihr
gekommen war, fast wie ein Kind zur Mutter. Und daß ihr selber dies
doch eigentlich nicht erstaunlich gewesen war, daß sie es ohne weiteres
verstanden und beinahe wie etwas Erwartetes aufgenommen hatte, während
sie sonst eher zum Mißtrauen neigte, das schien ihr darauf zu deuten,
daß zwischen ihr und dem Fremden ein Zug von Geschwisterlichkeit und
heimlicher Harmonie bestehe.
Der Pater hatte ihr schon bei seinem ersten Besuche neulich einen
angenehmen Eindruck gemacht. Sie mußte ihn für einen lebenstüchtigen,
harmlosen Menschen halten, dazu war er ein hübscher und gebildeter
Mann. An diesem Urteil hatte das seither Erfahrene nichts geändert,
nur daß die Gestalt des Paters dadurch in ein etwas schwankendes Licht
von Abenteuer gerückt und in seinem Charakter immerhin eine gewisse
Schwäche enthüllt schien.
Dies alles hätte hingereicht, dem Mann ihre Teilnahme zu gewinnen,
wobei sie die geforderte Bürgschaft oder Geldsumme gar nicht beachtet
haben würde. Durch die merkwürdige Sympathie jedoch, die sie mit dem
Fremden verband und die auch in den sorgenvollen Gedanken dieser Nacht
nicht abgenommen hatte, war alles in eine andere Beleuchtung getreten,
wo das Geschäftliche und Persönliche gar eng aneinander hing und wo
sonst harmlose Dinge ein bedeutendes, ja schicksalhaftes Aussehen
gewannen. Wenn wirklich dieser Mann so viel Macht über sie hatte und
so viel Anziehung zwischen ihnen beiden bestand, so war es mit einem
Geschenke nicht getan, sondern es mußten daraus dauernde Verhältnisse
und Beziehungen entstehen, die immerhin auf ihr Leben großen Einfluß
gewinnen konnten.
Dem gewesenen Pater schlechthin mit einer Geldgabe aus der Not und ins
Ausland zu helfen, unter Ausschluß aller weiteren Beteiligung an seinem
Schicksal als einfache Abfindung, das ging nicht an, dazu stand ihr der
Mann zu hoch. Andererseits trug sie Bedenken, ihn auf seine immerhin
seltsamen Geständnisse hin ohne weiteres in ihr Leben aufzunehmen,
dessen Freiheit und Übersicht sie liebte. Und wieder tat es ihr weh und
schien ihr unmöglich, den Armen ganz ohne Hilfe zu lassen.
So sann sie mehrere Stunden hin und wider, und als sie nach kurzem
Schlaf in guter Toilette das Frühstückszimmer betrat, sah sie ein wenig
geschwächt und müde aus. Matthias begrüßte sie und blickte ihr so klar
in die Augen, daß ihr Herz sich rasch wieder erwärmte. Sie sah, es war
ihm mit allem, was er gestern gesagt, vollkommen Ernst, und er würde
zuverlässig dabei bleiben.
Sie schenkte ihm Kaffee und Milch ein, ohne mehr als die notwendigen
geselligen Worte dazu zu sagen, und gab Auftrag, daß später für ihren
Gast der Wagen angespannt werde, da er zum Bahnhof müsse. Zierlich aß
sie aus silbernem Becherlein ein Ei und trank eine Schale Milch dazu,
und erst als sie damit und der Gast ebenfalls mit seinem Morgenkaffee
fertig war, begann sie zu sprechen.
»Sie haben mir gestern,« sagte sie, »eine Frage und Bitte vorgelegt,
über die ich mich nun besonnen habe. Sie haben auch ein Versprechen
gegeben, nämlich in allem und jedem es so zu halten, wie ich es gut
finden werde. Ist das Ihr Ernst gewesen und wollen Sie sich noch dazu
bekennen?«
Er sah sie ernsthaft und innig an und sagte einfach: »Ja«.
»Gut, so will ich Ihnen sagen, was ich mir zurechtgelegt habe. Sie
wissen selbst, daß Sie mit Ihrer Bitte nicht nur mein Schuldner werden,
sondern mir und meinem Leben auf eine Weise nähertreten wollen, deren
Bedeutung und Folgen für uns beide wichtig werden können. Sie wollen
nicht ein Geschenk von mir haben, sondern mein Vertrauen und meine
Freundschaft. Das ist mir lieb und ehrenvoll, doch müssen Sie selbst
zugeben, daß Ihre Bitte in einem Augenblick an mich gekommen ist, wo
Sie nicht völlig tadelfrei dastehen und wo manches Bedenken wider Sie
erlaubt und möglich ist.«
Matthias nickte errötend, lächelte aber ein klein wenig dazu, weshalb
sie ihren Ton sofort um einen Schatten strenger werden ließ.
»Eben darum kann ich leider Ihren Vorschlag nicht annehmen, werter
Herr. Es ist mir für die Zuverlässigkeit und Dauer Ihrer guten
Gesinnung zu wenig Gewähr vorhanden. Wie es mit Ihrer Freundschaft und
Treue beschaffen ist, das kann nur die Zeit lehren, und was aus meinem
Gelde würde, kann ich auch nicht wissen, seit Sie mir das mit Ihrem
Freunde Breitinger erzählt haben. Ich bin daher gesonnen, Sie beim
Wort zu nehmen. Sie sind mir zu gut, als daß ich Sie mit Geld abfinden
möchte, und Sie sind mir wieder zu fremd und unsicher, als daß ich Sie
ohne weiteres in meinen Lebenskreis aufnehmen könnte. Darum stelle ich
Ihre Treue auf eine vielleicht schwere Probe, indem ich Sie bitte:
Reisen Sie heim, übergeben Sie Ihren ganzen Handel dem Kloster, fügen
Sie sich in alles, auch in eine Bestrafung durch die Gerichte! Wenn Sie
das tapfer und ehrlich tun wollen, ohne mich in der Sache irgend zu
nennen, so verspreche ich Ihnen dagegen, nachher keinen Zweifel mehr an
Ihnen zu haben und Ihnen zu helfen, wenn Sie mit Mut und Fröhlichkeit
ein neues Leben anfangen wollen. -- Haben Sie mich verstanden und soll
es gelten?«
Herr Matthias nahm ihre ausgestreckte Hand, blickte ihr mit Bewunderung
und tiefer Rührung in das schön erregte bleiche Gesicht und machte eine
sonderbare stürmische Bewegung, beinahe als wollte er sie in die Arme
schließen. Statt dessen verbeugte er sich sehr tief und drückte auf
die schmale Damenhand einen festen Kuß. Dann ging er aufrecht aus dem
Zimmer, ohne weiteren Abschied zu nehmen, und schritt durch den Garten
und stieg in das draußen wartende Kabriolet, während die überraschte
Frau seiner großen Gestalt und entschiedenen Bewegung in sonderbar
gemischter Empfindung nachschaute.

Sechstes Kapitel
Als der Pater Matthias in seinem städtischen Anzug und mit einem
merkwürdig veränderten Gesicht wieder in sein Kloster gegangen kam
und ohne Umweg den Guardian aufsuchte, da zuckte Schrecken, Erstaunen
und lüsterne Neugierde durch die alten Hallen. Doch erfuhr niemand
etwas Gewisses. Hingegen fand schon nach einer Stunde eine geheime
Sitzung der Oberen statt, in welcher die Herren trotz manchen Bedenken
schlüssig wurden, den übeln Fall mit aller Sorgfalt geheim zu halten,
die verlorenen Gelder zu verschmerzen und den Pater lediglich mit einer
längeren Buße in einem ausländischen Kloster zu bestrafen.
Da er hereingeführt und ihm dieser Entscheid mitgeteilt wurde, setzte
er die milden Richter durch seine Weigerung, ihren Spruch anzuerkennen,
in kein geringes Erstaunen. Allein es half kein Drohen und kein gütiges
Zureden, Matthias blieb dabei, um seine Entlassung aus dem Orden zu
bitten. Wolle man ihm, fügte er hinzu, die durch seinen Leichtsinn
verloren gegangene Opfersumme als persönliche Schuld stunden und deren
allmähliche Abtragung erlauben, so würde er dies dankbar als eine große
Gnade annehmen, andernfalls jedoch ziehe er es vor, daß seine Sache vor
einem weltlichen Gericht ausgetragen werde.
Da war guter Rat teuer, und während Matthias Tag um Tag einsam in
strengem Zellenarrest gehalten wurde, beschäftigte seine Angelegenheit
die Vorgesetzten bis nach Rom hin, ohne daß der Gefangene über den
Stand der Dinge das Geringste erfahren konnte.
Es hätte auch noch viele Zeit darüber hingehen können, wäre nicht
durch einen unvermuteten Anstoß von außen her plötzlich alles in Fluß
gekommen und nach einer ganz anderen Entwicklung hin gedrängt worden.
Es wurde nämlich, zehn Tage nach des Paters unseliger Rückkehr, amtlich
und eilig von der Behörde angefragt, ob etwa dem Kloster neuestens ein
Insasse oder doch eine so und so beschriebene Ordenskleidung abhanden
gekommen, da diese Gewandung soeben als Inhalt eines auf dem und dem
Bahnhofe abgegebenen rätselhaften Handkoffers festgestellt worden sei.
Es habe dieser Koffer, der seit genau zwölf Tagen an jener Station
lagere, infolge eines schwebenden Prozesses geöffnet werden müssen,
da ein unter schwerem Verdacht verhafteter Gauner neben anderem
gestohlenen Gute auch den auf obigen Koffer lautenden Gepäckschein bei
sich getragen habe.
Eilig lief nun einer der Väter zur Behörde, bat um nähere Auskünfte
und reiste, da er diese nicht erhielt, unverweilt in die benachbarte
Provinzhauptstadt, wo er sich viele, doch vergebliche Mühe gab,
die Person und die Spuren des guten Paters Matthias als mit dem
Gaunerprozesse unzusammenhängend darzustellen. Der Staatsanwalt zeigte
im Gegenteil für diese Spuren ein lebhaftes Interesse und eine große
Lust, den einstweilen als krankliegend entschuldigten Pater Matthias
selber kennen zu lernen.
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Umwege: Erzählungen - 16
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    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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    53.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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    42.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    63.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4373
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1571
    38.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4419
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1609
    40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4517
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1556
    42.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4311
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1678
    40.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4304
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1713
    38.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4279
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1759
    35.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    46.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4326
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1715
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4291
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1700
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4430
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1664
    40.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4239
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1747
    36.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4413
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1584
    42.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    61.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 1330
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 713
    44.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    61.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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