Umwege: Erzählungen - 06

Süzlärneñ gomumi sanı 4419
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1609
40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
54.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
Die Frau war enttäuscht und gekränkt, doch ward im Hause Pfrommer von
dem Vetter vor Zeugen nur ehrerbietig geredet.
Dieser blieb noch ein paar Tage im Schwanen wohnen. Dann fand er ein
Quartier, das ihm zusagte. Es war oberhalb der Stadt gegen die Wälder
hin eine neue Straße entstanden, vorerst nur für den Bedarf einiger
Steinbrüche, die weiter oben lagen. Doch hatte ein Baumeister, der
in dieser etwas beschwerlich zu erreichenden, doch wunderschönen
Lage künftige Geschäfte witterte, auf dem noch für wenige Kreuzer
käuflichen Boden am Beginn des neuen Weges einstweilen drei hübsche
kleine Häuschen gebaut, weiß verputzt mit braunem Gebälk. Man schaute
von hier aus hoch auf die Altstadt hinab und konnte sehen und hören,
was da unten getrieben wurde, weiterhin sah man talabwärts den Fluß
durch die Wiesen laufen und gegenüber die roten Felsenhöhen hängen,
und rückwärts hatte man in nächster Nähe den Tannenwald. Von den drei
hübschen Spekulantenhäuslein stand eines fertig, doch leer, eines
hatte schon vor drei Jahren ein pensionierter Gerichtsvollzieher
gekauft, und das dritte war noch im Bau. Da dieser aber der Vollendung
entgegenrückte und nur noch wenige Handwerker darin zu tun hatten,
ging es hier oben recht still und friedevoll zu. Denn auch der
Gerichtsvollzieher, übrigens ein friedfertiger und geduldiger Mann, war
schon nicht mehr da. Er hatte das untätige Leben nicht ertragen und
war einem alten Leiden, das er bis dahin manche Jahrzehnte lang mit
Arbeit und Humor überwunden hatte, nach kurzer Zeit erlegen. In dem
Häuschen saß nun ganz allein mit einer ältlichen Schwägerin die Witwe
des Gerichtsvollziehers, ein recht frisches und sauberes Frauchen, von
welcher noch zu reden sein wird.
In dem mittleren Hause, das je hundert Schritt von dem Witwensitz
und dem Neubau entfernt lag, richtete nun Schlotterbeck sich ein. Er
mietete den unteren Stock, der drei Zimmer und eine Küche enthielt,
und da er keine Lust hatte, seine Mahlzeiten hier oben in völliger
Einsamkeit einzunehmen, kaufte und mietete er nur Bett, Tische, Stühle,
Kanapee, ließ die Küche leer und dingte zur täglichen Aufwartung eine
Frau, die zweimal des Tages kam. Den Kaffee kochte er sich am Morgen,
wie früher in langen Junggesellenjahren, selber auf Weingeist, mittags
und abends aß er in der Stadt. Die kleine Einrichtung gab ihm eine
Weile angenehm zu tun, auch trafen nun seine Koffer aus Rußland ein,
deren Inhalt die leeren Wandschränke füllte. Täglich erhielt und las
er einige Zeitungen, darunter zwei ausländische, auch ein lebhafter
Briefwechsel kam in Gang und dazwischen machte er da und dort in der
Stadt seine Besuche, teils bei Verwandten und alten Bekannten, teils
bei den Geschäftsleuten, namentlich in den Fabriken. Denn er suchte
ohne Hast, doch aufmerksam nach einer bequemen und vorteilhaften
Gelegenheit, sich mit Geld und Arbeit an einem gewerblichen Unternehmen
zu beteiligen. Dabei trat er allmählich auch zu der bürgerlichen
Gesellschaft seiner Vaterstadt wieder in einige Beziehung. Er wurde
da und dort eingeladen, auch zu den geselligen Vereinen und an die
Stammtische der Honoratioren. Freundlich und mit den Manieren eines
gereisten Mannes von Vermögen nahm er da und dort teil, ohne sich fest
zu verpflichten, aber auch ohne zu wissen, wie viel Kritik hinter
seinem Rücken an ihm geübt wurde.
August Schlotterbeck war trotz seines offenen Blickes in einer
Täuschung über sich selbst befangen. Er meinte zwar ein klein wenig
über seinen Landsleuten zu stehen, lebte aber doch in dem Gefühl,
ein Gerbersauer zu sein und in allem Wesentlichen recht wieder an
den alten Ort zu passen. Und das stimmte nun nicht so ganz. Er wußte
nicht, wie sehr er in der Sprache und Lebensweise, in Gedanken und
Gewohnheiten von seinen Mitbürgern abstach. Diese empfanden das desto
besser, und wenn auch Schlotterbecks guter Ruf im Schatten seines
Geldbeutels eine schöne Sicherheit genoß, wurde doch im einzelnen gar
viel über ihn gesprochen, was er nicht gern gehört hätte. Manches,
was er ahnungslos in alter Gewohnheit tat, erregte hier Kritik und
Mißfallen, man fand seine Sprache zu frei, seine Ausdrücke zu fremd,
seine Anschauungen amerikanisch und sein ungezwungenes Benehmen mit
jedermann anspruchsvoll und unfein. Er sprach mit seiner Aufwärterin
wenig anders als mit dem Stadtschultheißen, er ließ sich zu Tisch
laden, ohne innerhalb sieben Tagen eine Verdauungsvisite abzustatten,
er machte zwar im Männerkreis kein Zotenflüstern mit, sagte aber Dinge,
die ihm natürlich und von Gott gewollt schienen, auch in Familien in
Gegenwart der Damen harmlos heraus. Namentlich in den Beamtenkreisen,
die in der Stadt wie billig zuoberst standen und den feinen Ton
angaben, in der Sphäre zwischen Oberamtmann und Oberpostmeister, machte
er keine Eroberungen. Diese kleine, ängstlich geschonte und behütete
Welt amtlicher Machthaber und ihrer Frauen, voll von gegenseitiger
Hochachtung und Rücksicht, wo jeder des anderen Verhältnisse bis auf
den letzten Faden kennt und jeder in einem Glashause sitzt, hatte
an dem heimgekehrten Weltfahrer keine Freude, um so mehr da sie von
seinem sagenhaften Reichtum doch keinen Vorteil zu ziehen hoffen
konnte. Und in Amerika hatte Schlotterbeck sich angewöhnt, Beamte
einfach für Angestellte zu halten, die wie andere Leute für Geld ihre
Arbeit tun, während er sie in Rußland als eine schlimme, gefürchtete
Kaste kennen gelernt hatte, bei der nur Geld etwas vermochte. Da
war es schwer für ihn, dem niemand Anweisungen gab, die Heiligkeit
der Titel und die ganze zarte Würde dieses Kreises richtig zu
begreifen, am rechten Ort Ehrfurcht zu zeigen, Obersekretäre nicht mit
Untersekretären zu verwechseln und im geselligen Verkehr überall den
rechten Ton zu treffen. Als Fremder kannte er auch die verwickelten
Familiengeschichten nicht und es konnte gelegentlich ohne seine
Schuld passieren, daß er im Hause des Gehenkten vom Strick redete.
Da sammelten sich denn unter der Decke unverwüstlicher Höflichkeit
und verbindlichsten Lächelns die kleinen Posten seiner Verfehlungen
zu säuberlich gebuchten und kontrollierten Sümmchen an, von denen er
keine Ahnung hatte, und wer konnte, sah mit Schadenfreude zu. Auch
andere Harmlosigkeiten, die Schlotterbeck mit dem besten Gewissen
beging, wurden ihm übelgenommen. Er konnte jemand, dessen Stiefel ihm
gefielen, ohne lange Einleitungen nach ihrem Preise fragen. Und eine
Advokatenfrau, die zu ihrem Kummer unbekannte Sünden der Vorfahren
dadurch büßen mußte, daß ihr von Geburt an der linke Zeigefinger
fehlte, und dies unverschuldete Gebrechen mit Kunst und Eifer zu
verbergen suchte, wurde von ihm mit aufrichtigem Mitleid gefragt,
wann und wo sie denn ihres Fingers verlustig geworden sei. Der Mann,
der Jahrzehnte in mancherlei Ländern sich seiner Haut gewehrt und
seine Geschäfte getrieben hatte, konnte nicht wissen, daß man einen
Amtsrichter nicht fragen darf, was seine Hosen kosten. Er hatte wohl
gelernt, im Gespräch mit jedermann höflich und vorsichtig zu sein,
er wußte, daß manche Völker kein Schweinefleisch oder keine Taube
verzehren, daß man zwischen Russen, Armeniern und Türken es vermeidet,
sich zu einer allein wahren Religion zu bekennen; aber daß mitten in
Europa es große Gesellschaftskreise und Stände gab, in welchen es für
roh gilt, von Leben und Tod, Essen und Trinken, Geld und Gesundheit
freiweg zu reden, das war diesem entarteten Gerbersauer unbekannt
geblieben. Daß man Gift streuen und Fallen legen nach Belieben, aber
von niemand geradezu sagen darf, man könne ihn nicht ausstehen, das
war nebst mancher andern goldenen Regel ihm weder in Amerika noch in
Rußland beigebracht worden.
Auch konnte es ihm im Grunde einerlei sein, ob man mit ihm zufrieden
sei, da er wenig Ansprüche an die Menschen machte, viel weniger als
sie an ihn. Er ward zu allerlei guten Zwecken um Beiträge angegangen
und gab sie jeweils nach seinem Ermessen. Man dankte dafür höflichst
und kam bald mit neuen Anliegen wieder, doch war man auch hier nur
halb zufrieden und hatte Gold und Banknoten erwartet, wo er Silber und
Nickel gab. Zum Glück erfuhr er von diesen Verurteilungen nichts und
lebte eine gute Zeit im fröhlichen Glauben dahin, ein einwandfreier
Bürger und wohlgelittener, wenn nicht gar beliebter Mann zu sein.
Bei jedem Gange in die Stadt hinab, also täglich mehrere Male, kam
Herr Schlotterbeck an dem netten kleinen Hause der Frau Entriß vorbei,
der Witwe des Gerichtsvollziehers, die hier in Gesellschaft einer
schweigsamen und etwas blöden Schwägerin ein sehr stilles Leben führte.
Diese noch wohlerhaltene und dem Leben nicht abgestorbene Witwe hätte
im Genuß ihrer Freiheit und eines kleinen Vermögens ganz angenehme und
unterhaltsame Tage haben können. Es hinderte sie daran aber sowohl
ihr eigener Charakter wie auch der Ruf, den sie sich im Lauf ihrer
Gerbersauer Jahre erworben hatte. Sie stammte aus dem Badischen,
und man hatte sie einst, schon aus Rücksicht für ihren in der Stadt
wohlbeliebten Mann, freundlich und erwartungsvoll aufgenommen. Doch
hatte mit der Zeit sich ein abfälliger Leumund über sie gebildet,
dessen eigentliche Wurzel ihre übertriebene Sparsamkeit war. Daraus
machte das Gerede einen giftigen Geiz, und da man einmal kein Gefallen
an der Frau gefunden hatte, hängte sich beim Plaudern eins ans andere
und sie wurde nicht nur als ein Geizkragen und eine Pfennigklauberin,
sondern auch als Hausdrache verrufen. Der Gerichtsvollzieher selber
war nun nicht der Mann, der über die eigene Frau schlecht gesprochen
italki
hätte, aber immerhin blieb es nicht verborgen, daß der heitere und
gesellige Mann seine Freude und Erholung weniger daheim bei der Frau
als im Rößle oder Schwanen bei abendlichen Biersitzungen suchte. Nicht
daß er ein Trinker geworden wäre, Trinker gab es in Gerbersau unter
der angesehenen Bürgerschaft überhaupt nicht. Aber doch gewöhnte er
sich daran, einen Teil seiner Mußezeit im Wirtshaus hinzubringen und
auch tagsüber zwischenein gelegentlich einen Schoppen zu nehmen.
Trotz seiner schlechten Gesundheit setzte er dieses Leben so lange
fort, bis ihm vom Arzt und auch von der Behörde nahegelegt ward, sein
anstrengendes Amt aufzugeben und im Ruhestand seiner bedürftigen
Gesundheit zu leben. Doch war es nach seiner Pensionierung eher
schlimmer gegangen, und jetzt war alles darüber einig, daß die Frau
ihm das Haus verleidet und von Anfang an den Untergang des braven
Mannes verschuldet habe. Als er dann starb, ergoß sich der allgemeine
Unwille über die Witwe. Sie blieb allein mit der Schwägerin sitzen und
fand weder Frauentrost noch männliche Beschützer, obwohl außer dem
schuldenfreien Haus auch noch einiges Vermögen vorhanden war.
Die unbeliebte Witwe schien jedoch unter der Einsamkeit nicht
unerträglich zu leiden. Sie hielt Haus und Hausrat, Bankbüchlein
und Garten in bester Ordnung und hatte damit genug zu tun, denn die
Schwägerin litt an einer leisen Verdunkelung des Verstandes und tat
nichts anderes als zuschauen und sich die stillen Tage mit Murmeln,
Reiben der Nase und häufigerem Betrachten eines alten Bilderalbums
vertreiben. Die Gerbersauer, damit das Gerede über die Frau auch nach
des Mannes Tode nicht aufhöre, hatten sich ausgedacht, sie halte das
arme Wesen zu kurz, ja in furchtbarer Gefangenschaft. Es hieß, die
Gemütskranke leide Hunger, werde zu schwerer Arbeit angehalten, schlafe
in einem nie gereinigten und gelüfteten Verschlag, Hitze und Kälte
ausgesetzt, und werde das alles sicherlich nimmer lange aushalten, was
ja auch im Interesse der Entriß liege und ihre Absicht sei. Da diese
Gerüchte immer offener hervortraten, mußte schließlich von Amts wegen
etwas getan werden, und eines Tages erschien im Haus der erstaunten
Frau der Stadtschultheiß mit dem Oberamtsarzt, sagte ernstlich mahnende
Worte über die Verantwortung, verlangte zu sehen, wie die Kranke wohne
und schlafe, was sie arbeite und esse, und schloß mit der Drohung, wenn
nicht alles einwandfrei befunden werde, müsse die Gestörte in einem
staatlichen Krankenhause versorgt werden, natürlich auf Kosten der
Frau Entriß. Diese verhielt sich kühl und gab zur Antwort, man möge
nur alles untersuchen. Ihre Schwägerin sei harmlos und ungefährlich,
wenn in der Stadt der Blödsinn überhand nehme, müsse er aus einer
andern Quelle kommen, und wenn man die Kranke anderwärts versorgen
wolle, könne es ihr nur lieb sein, es müsse das aber auf Kosten der
Stadt geschehen und sie zweifle, ob das arme Geschöpf es dann besser
haben werde als bei ihr. Die Untersuchung ergab, daß die Kranke
keinerlei Mangel litt, anständig und reinlich gekleidet war und bei der
wohlwollenden Frage, ob sie etwa gern anderswo leben möchte, wo sie
es sehr gut haben werde, furchtbar erschrak und flehentlich sich an
ihrer Schwägerin festhielt. Der Arzt fand sie durchaus wohlgenährt und
ohne alle Spuren harter Arbeit, und er ging samt dem Stadtschultheiß
verlegen wieder fort.
Was nun den Geiz der Frau Entriß betrifft, so kann man darüber
verschieden urteilen. Es ist gar leicht, Charakter und Lebensführung
einer schutzlosen Frau zu tadeln. Daß sie sparsam war, steht fest.
Sie hatte nicht nur vor dem Gelde, sondern vor jeder Habe und jedem
noch so kleinen Werte eine tiefe Hochachtung, so daß es ihr bitter
schwer fiel, etwas auszugeben, und unmöglich war, etwas wegzuwerfen
oder umkommen zu lassen. Von dem Gelde, das ihr Mann seinerzeit in die
Wirtshäuser getragen hatte, tat ihr ein jeder Kreuzer heute noch leid
wie ein unsühnbares Unrecht, und es mag wohl sein, daß darüber die
Eintracht ihrer Ehe entzweigegangen war. Desto eifriger hatte sie, was
der Mann so leichtsinnig vertat, durch genaue Rechnung im Hause und
durch fleißige Arbeit einigermaßen einzubringen gesucht. Und nun, da er
gestorben und damit das schreckliche Loch im Beutel geschlossen war,
da kein Taler und kein Pfennig mehr unnütz aus dem Hause ging und ein
Teil der Zinsen jährlich zum Kapital geschlagen werden konnte, erlebte
die gute Haushalterin ein spätes, ruhiges Glück, ja Behagen. Nicht daß
sie sich irgendetwas über das Notwendige gegönnt hätte, sie sparte eher
mehr als früher, aber das Bewußtsein, daß es Früchte trug und sich
langsam summierte, verlieh ihrem Wesen eine stille Zufriedenheit, die
sie nimmer aufs Spiel zu setzen entschlossen war.
Eine ganz besondere Freude und Genugtuung empfand Frau Entriß, wenn
sie irgend etwas Wertloses zu Wert bringen, etwas finden oder erobern
konnte, etwas Weggeworfenes doch noch brauchen und etwas Verachtetes
verwerten. Diese Leidenschaft war keineswegs nur auf den baren Nutzen
gerichtet, sondern hier verließ ihr Denken und Begehren den engen Kreis
des Notwendigen und erhob sich in das Gebiet des Ästhetischen. Die
Frau Gerichtsvollzieher war dem Schönen und dem Luxus nicht abgeneigt,
sie mochte es auch gerne hübsch und wohlig haben, nur durfte das
niemals einen Pfennig bares Geld kosten. So war ihre Kleidung äußerst
bescheiden, aber sauber und nett, und seit sie mit dem Häuslein auch
ein kleines Stück Boden besaß, hatte ihr Bedürfnis nach Schönem und
Erfreulichem ein lohnendes Ziel gefunden. Sie wurde eine eifrige
Gärtnerin.
Wenn August Schlotterbeck am Zaun seiner Nachbarin vorüberschritt,
schaute er jedesmal mit Freude und einem leisen Neid in die kleine
bescheidene Gartenpracht der stillen Witwe. Nett bestellte Gemüsebeete
waren appetitlich von Rabatten mit Schnittlauch und Erdbeeren, aber
auch mit Blumen eingefaßt, und Rosen, Levkojen, Goldlack und Reseden
schienen ein anspruchsloses, in sich begnügsames Glück zu verkünden.
Es war nicht leicht gewesen, auf dem steilen Gelände und in dem
hoffnungslos unfruchtbaren Sandboden einen solchen Wuchs zu erzielen.
Hier hatte Frau Entrißens Leidenschaft Wunder getan, und tat sie
noch immer. Sie brachte mit eigenen Händen aus dem Walde schwarze
Erde und Laub herbei, sie ging des Abends auf den Spuren der
schweren Steinbruchwagen und sammelte mit zierlichem Schäufelein den
goldeswerten Dung, den die Pferde und ihre Herren achtlos liegen
ließen. Hinterm Hause tat sie jeden Abfall und jede Kartoffelschale
sorgsam auf den Haufen, der im nächsten Frühling durch seine Verwesung
das arme leichte Land schwerer und reicher machen mußte. Sie brachte
aus dem Walde auch wilde Rosen und Setzlinge von Maiblumen und
Schneeglöckchen mit, und den Winter hindurch zog sie im Zimmer und
Keller ihre Ableger mit aller Sorgfalt auf. Ein wenig ahnungsvolles
Begehren nach Schönheit, das in jedem Menschengemüt verborgen duftet,
eine Freude am Nützen des Brachliegenden und Verwenden des umsonst
zu Habenden, und vielleicht unbewußt auch ein still glimmender Rest
unbefriedigter Weiblichkeit machten sie zu einer vortrefflichen
Gartenmutter.
Ohne von der Nachbarin etwas zu wissen, tat Herr Schlotterbeck täglich
mehrmals anerkennende Blicke in die von jedem Unkraut reinen Beete und
Wegchen, labte seine Augen an dem frohen Grün der Gemüse, dem zarten
Rosenrot und den luftigen Farben der Winden, und wenn ein leichter
Wind ging und ihm beim Weitergehen eine Handvoll süßen Gartenduftes
nachwehte, freute er sich dieser lieblichen Nachbarschaft mit einer
zunehmenden Dankbarkeit. Denn es gab immerhin Stunden, in denen er
ahnte, daß der Heimatboden ihm das Wurzelfassen nicht eben leicht
mache, und sich einigermaßen vereinsamt und betrogen vorkam.
Als er sich gelegentlich bei Bekannten nach der Gartenbesitzerin
erkundigte, bekam er die Geschichte des seligen Gerichtsvollziehers
und viel arge Urteile über seine Witwe zu hören, so daß er nun eine
Zeitlang das friedevolle Haus im Garten mit einem traurigen Erstaunen
darüber betrachtete, daß diese anmutende Lieblichkeit der Wohnsitz
einer so verworfenen Seele sein müsse.
Da begab es sich, daß er sie eines Morgens zum erstenmal hinter ihrem
niederen Zaune sah und anredete. Bisher war sie stets, wenn sie ihn
von weitem daherkommen sah, still ins Haus entwichen. Diesmal hatte
sie ihn, über ein Beet gebückt, im Arbeitseifer nicht kommen hören,
und nun stand er am Zaune, hielt höflich den Hut in der Hand und
sagte freundlich guten Morgen. Sie gab, halb wider ihren Willen, den
Gruß zurück, und er hatte es nicht eilig, sondern fragte sie: »Schon
fleißig, Frau Nachbarin?«
»Ein bißchen«, sagte sie, und er fuhr ermuntert fort: »Was Sie für
einen schönen Garten haben!«
Sie gab darauf keine Antwort, und er schaute sie, die schon wieder
an ihren Gräslein zupfte, verwundert an. Er hatte sie sich, jenem
Gerede nach, mehr furienmäßig vorgestellt, und nun war sie zu seinem
angenehmen Erstaunen recht ordentlich und gefällig von Gestalt,
das Gesicht ein wenig streng und ungesellig, aber frisch und ohne
Hinterhalt, und so im ganzen eine gar nicht unerquickliche Erscheinung.
»Ja, dann will ich weitergehen«, sagte er freundlich. »Adieu, Frau
Nachbarin.«
Sie blickte auf und nickte, wie er den Hut schwang, sah ihm drei, vier
Schritte weit nach und fuhr darauf gleichmütig in ihrer Arbeit fort,
ohne sich über den Nachbar Gedanken zu machen. Dieser aber dachte noch
eine Weile an sie. Es war ihm wunderlich, daß diese Person ein solches
Greuel sein solle, und er nahm sich vor, sie ein wenig zu beobachten.
Das tat er denn auch, und als ein weltkundiger Mann sah er bald aus
vielen kleinen Zügen ein Bild zusammen, das keinem Engel gleichsah,
aber auch nicht zu dem Teufel paßte, den die Leute aus ihr machen
wollten. Er nahm wahr, wie sie ihre paar Einkäufe in der Stadt still
und rasch ohne langes Herumschweifen und Reden besorgte, er sah sie
den Garten pflegen und ihre Wäsche sonnen, stellte fest, daß sie keine
Besuche empfing, und belauschte das kleine, einsame Leben der fleißigen
Frau mit Hochachtung und Rührung. Auch ihre etwas scheuen, abendlichen
Gänge nach den Roßäpfeln, um die sie sehr verschrien war, blieben ihm
nicht verborgen. Doch fiel es ihm nicht ein, darüber zu spotten, wenn
er auch darüber lächeln mußte. Er fand sie ein wenig scheu geworden,
aber ehrenwert und tapfer, und er dachte sich, es sei schade, daß
soviel Sorge und Achtsamkeit an so kleine Zwecke gewendet werde. Zum
erstenmal begann er jetzt, durch diesen Fall stutzig geworden, dem
Urteil der Gerbersauer zu mißtrauen und manches faul zu finden, was er
bisher gläubig hingenommen hatte.
Inzwischen traf er die Frau Nachbarin je und je wieder und wechselte
ein paar Worte mit ihr. Er redete sie jetzt mit ihrem Namen an, und
auch sie wußte ja, wer er sei, und sagte Herr Schlotterbeck zu ihm.
Er wartete gern mit dem Ausgehen, bis er sie im Freien sah, und ging
dann nicht vorüber, ohne ein kleines Gespräch über Witterung und
Gartenaussichten anzuknüpfen und sich an ihren einfachen, ehrlichen und
recht gescheiten Antworten zu freuen.
Einst brachte er einen seiner Bekannten abends im Adler auf die Frau zu
sprechen. Er erzählte, wie der saubere Garten ihm aufgefallen sei, wie
er die Frau in ihrem stillen Leben beobachtet habe und nicht begreifen
könne, daß sie in so üblem Ruf stehe. Der Mann hörte ihm höflich zu,
dann meinte er: »Sehen Sie, Sie haben ihren Mann nicht gekannt. Ein
Prachtskerl, wissen Sie, immer witzig, ein lieber Kamerad, und so gut
wie ein Kind! Und den hat sie einfach auf dem Gewissen.«
»An was ist er denn gestorben?«
»An einem Nierenleiden. Aber das hat er schon jahrelang gehabt und ist
fidel dabei gewesen. Dann nach seiner Pensionierung, statt daß ihm die
Frau es jetzt nett und freundlich daheim gemacht hätte, ist er ganz
hausscheu geworden. Manchmal ist er schon zum Mittagessen ausgegangen,
weil sie ihm zu schlecht gekocht hat! Ein bißchen leichtsinnig mag er
ja von Natur gewesen sein, aber daß er am Ende gar zuviel geschöppelt
hat, daran ist allein sie schuld gewesen. Sie ist ein Ripp, wissen Sie.
Da hat sie zum Beispiel eine Schwägerin im Haus, ein armes krankes
Ding, das seit Jahren tiefsinnig ist. Die hat sie wahrhaftig so
behandelt und hungern lassen, daß die Behörde sich darum bekümmern und
sie kontrollieren mußte.«
Auf so bösen Bericht war Schlotterbeck doch nicht gefaßt gewesen.
Er traute dem Erzähler nicht recht, aber die Sache ward ihm überall
bestätigt, wo er darum anklopfte. Es schien ihm wunderlich und wollte
ihm leid tun, daß er sich in der Frau so hatte täuschen können. Aber
so oft er sie wiedersah und einen Gruß mit ihr wechselte, schwand
aller Groll und Verdacht wieder dahin. Er entschloß sich und ging
zum Stadtschultheiß, um etwas Sicheres zu erfahren. Er wurde mit
Freundlichkeit aufgenommen; als er jedoch seine Frage vorbrachte,
wie es denn mit der Frau Entriß und ihrer Schwägerin stehe, ob sie
wirklich im Verdacht der Mißhandlung und unter Kontrolle sei, da
meinte der Stadtschultheiß abweisend: »Es ist ja nett, daß Sie sich
für Ihre Nachbarin so interessieren, aber ich glaube doch, daß diese
Sachen Sie eigentlich wenig angehen. Ich denke, Sie können es uns ruhig
überlassen, daß wir zum Rechten sehen. Oder haben Sie eine Beschwerde
vorzubringen?«
Da wurde Schlotterbeck eiskalt und schneidig, wie er es in Amerika
manchmal hatte sein müssen. Er ging leise und machte die Türe zu,
setzte sich dann wieder und sagte: »Herr Stadtschultheiß, Sie wissen,
wie über die Frau Entriß geredet wird, und da Sie selber bei ihr
waren, müssen Sie auch wissen, was wahr daran ist. Ich brauche ja keine
Antwort mehr, es ist alles verlogen und böswilliger Klatsch. Oder
nicht? -- Also. Warum dulden Sie das?«
Der Herr war anfangs erschrocken, hatte sich aber schnell wieder
gefaßt. Er zuckte die Achseln und sagte: »Lieber Herr, ich habe
wirklich anderes zu tun, als mich mit solchen Sachen zu befassen. Es
kann sein, daß da und dort der Frau etwas nachgeredet wird, was nicht
recht ist, aber dagegen muß sie sich selber wehren. Sie kann ja klagen.«
»Gut,« sagte Schlotterbeck, »das genügt mir. Sie geben mir also die
Versicherung, daß die Kranke dort Ihres Wissens in guter Behandlung
ist?«
»Ihretwegen, ja, Herr Schlotterbeck. Aber wenn ich Ihnen raten darf,
lassen Sie die Finger davon! Sie kennen die Leute hier nicht und machen
sich bloß mißliebig, wenn Sie sich in ihre Sachen mischen.«
»Danke, Herr Stadtschultheiß. Ich will mir's überlegen. Aber
einstweilen, wenn ich wieder einen so über die Frau reden höre, werde
ich ihn einen Ehrabschneider heißen und mich dabei auf Ihr Zeugnis
berufen.«
»Tun Sie das nicht! Der Frau nutzen Sie damit doch nichts, und Sie
haben nur Verdruß davon. Ich warne Sie, weil es mir leid täte, wenn --«
»Ja, ich danke schön.«
Die Folge dieses Besuches war zunächst, daß Schlotterbeck von seinem
Vetter Pfrommer aufgesucht wurde. Es hatte sich herumgeredet, daß er
ein merkwürdiges Interesse für die schlimme Witwe zeige, und Pfrommer
war von einer Angst ergriffen worden, der verrückte Vetter möchte auf
seine alten Tage noch Torheiten machen. Wenn es zum Schlimmsten käme
und er die Frau heiratete, würden seine Kinder von den ganzen Millionen
keinen Taler kriegen. Mit großer Vorsicht unterhielt er seinen Vetter
von der hübschen Lage seiner Wohnung, kam langsam auf die Nachbarschaft
zu sprechen und ließ vermuten, er wisse viel über die Frau Entriß
zu erzählen, falls es den Vetter interessiere. Der winkte jedoch
gleichmütig ab, bot dem Buchbinder einen vortrefflichen Kognak an und
ließ ihn zu alldem, was er hatte sagen wollen, gar nicht kommen.
Aber noch am selben Nachmittag sah er seine Nachbarin im Garten
erscheinen und ging hinüber. Zum erstenmal hatte er ein langes,
vertrauliches Gespräch mit ihr, worin er auf sein einsames Leben
hinwies und ihre freundlich-tröstliche Nachbarschaft dankbar rühmte.
Sie ging klug und bescheiden darauf ein, des eigentlichen Plauderns
ungewohnt und doch mit frauenhafter Anpassung und, wie ihm schien, auch
Anmut.
Diese Unterhaltungen wiederholten sich von jetzt an täglich, immer
über den Staketenzaun hinweg, denn seine Bitte, ihn auch einmal im
Garten selber oder gar im Hause zu empfangen, lehnte sie mit stiller
Entschiedenheit ab.
»Das geht nicht«, sagte sie lächelnd. »Wir sind ja beide keine jungen
Leute mehr, aber die Gerbersauer haben immer gern was zu plappern und
es wäre schnell ein dummes Gerede beieinander. Ich bin ohnehin übel
angeschrieben, und Sie gelten auch für eine Art Sonderling, wissen Sie.«
Ja, das wußte er jetzt, im zweiten Monat seines Hierseins, und
seine Freude an Gerbersau und den Landsleuten hatte schon bedeutend
nachgelassen. Er begann zu merken, daß er hier doch fremd sei und daß
Höflichkeit, Duldung und Entgegenkommen der Leute nicht seinem Namen
und Wesen oder dem aus der Fremde heimgekehrten Mitbürger, sondern eben
seinem Geldsack galt. Es belustigte ihn, daß man sein Vermögen weit
überschätzte, und die ängstliche Beflissenheit seines Vetters Pfrommer
und anderer Angelkünstler machte ihm einen gewissen Spaß, aber für die
beginnende Enttäuschung konnte ihn das nicht entschädigen, und er hatte
den Wunsch, sich dauernd hier niederzulassen, heimlich schon wieder
zurückgenommen. Vielleicht wäre er einfach wieder abgereist und hätte
nochmals wie in jungen Jahren die Wanderschaft gekostet, wovor ihm
nicht bange war. Es hielt ihn aber jetzt ein feiner Dorn zurück, so daß
er spürte, er werde nicht gehen können, ohne sich zu verletzen und ein
Stücklein von sich hängen zu lassen.
Darum blieb er wo er war, und ging häufig an dem kleinen, weiß und
braunen Nachbarhaus vorüber. Das Schicksal der Frau Entriß war ihm
jetzt nimmer so dunkel, da er sie besser kannte und sie ihm auch
manches erzählt hatte. Namentlich vermochte er sich den seligen
Gerichtsvollzieher jetzt recht deutlich vorzustellen, von dem die
Witwe ruhig und ohne Tadel sprach, der aber doch im Grunde genommen ein
Windbeutel gewesen sein mußte, daß er es nicht verstanden hatte, unter
der Herbe und Strenge dieser Frau den köstlichen Kern aufzuspüren und
ans Licht zu bringen. Herr Schlotterbeck war überzeugt, daß sie neben
einem verständigen Manne, vollends in reichlichen Verhältnissen, eine
Perle abgeben müßte. Ihr Geiz war eine in Einsamkeit und Enttäuschung
zur Leidenschaft ausgewachsene Liebhaberei, schien ihm, und war auch
eigentlich keine Habsucht, da sie soviel Respekt vor jedem Werte besaß,
um ihn auch ohne eigenen Vorteil möglichst zu retten und zu bewahren.
Je mehr er die Frau kennen lernte und ein Bild von ihr bekam, worin
freilich Neigung und Hoffnung stark mitmalen halfen, desto besser
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    53.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4567
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1503
    42.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    63.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4373
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1571
    38.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4419
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1609
    40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4517
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1556
    42.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4311
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1678
    40.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4304
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1713
    38.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4279
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1759
    35.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    46.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4326
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1715
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4291
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1700
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4430
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1664
    40.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4239
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1747
    36.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4413
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1584
    42.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    61.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Umwege: Erzählungen - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 1330
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 713
    44.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    61.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.