Kampagne in Frankreich - 11

Süzlärneñ gomumi sanı 4104
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1692
38.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
52.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
58.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
einzelnen Fall und also am Individuum.
Heinrich Lips, ein talentvoller junger Künstler, besonders geeignet
zum Porträt, schloss sich fest an ihn, und sowohl zu Haus als auf der
unternommenen Rheinreise kam er seinem Gönner nicht von der Seite.
Nun ließ Lavater, teils aus Heißhunger nach grenzenloser Erfahrung,
teils umso viel bedeutende Menschen als möglich an sein künftiges
Werk zu gewöhnen und zu knüpfen, alle Personen abbilden, die nur
einigermaßen durch Stand und Talent, durch Charakter und Tat
ausgezeichnet ihm begegneten.
Dadurch kam denn freilich gar manches Individuum zur Evidenz, es
ward etwas mehr wert, aufgenommen in einen so edlen Kreis; seine
Eigenschaften wurden durch den deutsamen Meister hervorgehoben, man
glaubte, sich einander näher zu kennen: und so ergab sich's aufs
sonderbarste, dass mancher einzelne in seinem persönlichen Wert
entschieden hervortrat, der sich bisher im bürgerlichen Lebens- und
Staatsgang ohne Bedeutung eingeordnet und eingeflochten gesehen.
Diese Wirkung war stärker und größer, als man sie denken mag:
ein jeder fühlte sich berechtigt, von sich selbst, als von einem
abgeschlossenen, abgerundeten Wesen, das Beste zu denken, und in
seiner Einzelheit vollständig gekräftigt, hielt es ich auch wohl für
befugt, Eigenheiten, Torheiten und Fehler in den Komplex seines
werten Daseins mit aufzunehmen. Dergleichen erfolg konnte sich umso
leichter entwickeln, als bei dem ganzen Verfahren die besondere
individuelle Natur allein, ohne Rücksicht auf die allgemeine
Vernunft, die doch alle Natur beherrschen soll, zur Sprache kam;
dagegen war das religiöse Element, worin Lavater schwebte, nicht
hinreichend, eine sich immer mehr entscheidende Selbstgefälligkeit
zu mildern, ja es entstand bei Frommgesinnten daraus eher ein
geistlicher Stolz, der es dem natürlichen an Erhebung auch wohl
zuvortrat.
Was aber zugleich nach jener Epoche folgerecht auffallend hervorging,
war die Achtung der Individuen untereinander. Namhafte ältere Männer
wurden, wo nicht persönlich, doch im Bild verehrt; und es durfte auch
wohl ein junger Mann sich nur einigermaßen bedeutend hervortun, so
war alsbald der Wunsch nach persönlicher Bekanntschaft rege, in deren
Ermangelung man sich mit seinem Porträt begnügte; wobei denn die mit
Sorgfalt und gutem Geschick aufs genauste gezogenen Schattenriss
willkommene Dienste leisteten. Jedermann war darin geübt, und kein
Fremder zog vorüber, den man nicht abends an die Wand geschrieben
hätte; die Storchschnäbel durften nicht rasten.
"Menschenkenntnis und Menschenliebe" waren uns bei diesem Verfahren
versprochen; wechselseitige Teilnahme hatte sich entwickelt,
wechselseitiges Kennen und Erkennen aber wollte sich so schnell nicht
entfalten: zu beiden Zwecken jedoch war die Tätigkeit sehr groß, und
was in diesem Sinn von einem herrlich begabten jungen Fürsten, von
seiner wohlgesinnten, geistreich-lebhaften Umgebung für Aufmunterung
und Fördernis nah und fern gewirkt ward, wäre schon zu erzählen, wenn
es nicht löblich schiene, die Anfänge bedeutender Zustände einem
ehrwürdigen Dunkel anheim zu geben. Vielleicht sahen die Kotyledonen
jener Saat etwas wunderlich aus; der Ernte jedoch, woran das
Vaterland und die Außenwelt ihren Anteil freudig dahin nahm, wird
in den spätesten Zeiten noch immer ein dankbares Andenken nicht
ermangeln.
Wer Vorgesagtes in Gedanken festhält und sich davon durchdringt,
wird nachstehendes Abenteuer, welches beide Teilnehmende unter
dem Abendessen vergnüglich in der Erinnerung belebten, weder
unwahrscheinlich noch ungereimt finden.
Zu manchem andern, brieflichen und persönlichen Zudrang erheilt ich
in der Hälfte des Jahrs 1776, von Wernigerode datiert, Plessing
unterzeichnet, ein Schreiben, vielmehr ein Heft, fast das
Wunderbarste, was mir in jener selbstquälerischen Art vor Augen
gekommen: man erkannte daran einen jungen, durch Schulen und
Universität gebildeten Mann, dem nun aber sein sämtlich Gelerntes zu
eigener innerer, sittlicher Beruhigung nicht gedeihen wollte. Eine
geübte Handschrift war gut zu lesen, der Stil gewandt und fließend,
und ob man gleich eine Bestimmung zum Kanzelredner darin entdeckte,
so war doch alles frisch und brav aus dem Herzen geschrieben, dass
man ihm einen gegenseitigen Anteil nicht versagen konnte. Wollte
nun aber dieser Anteil lebhaft werden, suchte man sich die Zustände
des Leidenden näher zu entwickeln, so glaubte man statt des Duldens
Eigensinn, statt des Ertragens Hartnäckigkeit und statt eines
sehnsüchtigen Verlangens abstoßendes Wegweisen zu bemerken. Da ward
mir denn, nach jenem Zeitsinn, der Wunsch lebhaft rege, diesen jungen
Mann von Angesicht zu sehen; ihn aber zu mir zu bescheiden, hielt ich
nicht für rätlich. Ich hatte mir, unter bekannten Umständen, schon
eine Zahl von jungen Männern aufgebürdet, die, anstatt mit mir auf
meinem Wege einer reineren, höheren Bildung entgegenzugehen, auf dem
ihrigen verharrend, sich nicht besser befanden und mich in meinen
Fortschritten hinderten. Ich ließ die Sache indessen hängen, von der
Zeit irgendeine Vermittelung erwartend.
Da erhielt ich einen zweiten, kürzern, aber auch lebhafteren,
heftigeren Brief, worin der Schreiber auf Antwort und Erklärung drang
und, sie ihm nicht zu versagen, mich feierlichst beschwor.
Aber auch dieser wiederholte Sturm brachte mich nicht aus der
Fassung; die zweiten Blätter gingen mir so wenig als die ersten zu
Herzen, aber die herrische Gewohnheit, jungen Männern meines Alters
in Herzens- und Geistesnöten beizustehen, ließ mich sein doch nicht
ganz vergessen.
Die um einen trefflichen jungen Fürsten versammelte weimarsche
Gesellschaft trennte sich nicht leicht, ihre Beschäftigungen und
Unternehmungen, Scherze, Freuden und Leiden waren gemeinsam. Da ward
nun zu Ende Novembers eine Jagdpartie auf wilde Schweine,
notgedrungen auf das häufige Klagen des Landvolks, im Eisenachschen
unternommen, der ich, als damaliger Gast, auch beizuwohnen hatte;
ich erbat mir jedoch die Erlaubnis, nach einem kleinen Umweg mich
anschließen zu dürfen.
Nun hatte ich einen wundersamen geheimen Reiseplan. Ich musste
nämlich, nicht nur etwa von Geschäftsleuten, sondern auch von vielen
am Ganzen teilnehmenden Weimarern öfter den lebhaften Wunsch hören,
es möge doch das Ilmenauer Bergwerk wieder aufgenommen werden. Nun
ward von mir, der ich nur die allgemeinsten Begriffe vom Bergbau
allenfalls besaß, zwar weder Gutachten noch Meinung, doch Anteil
verlangt, aber diesen konnt' ich an irgendeinem Gegenstand nur durch
unmittelbares Anschauen gewinnen. Ich dachte mir unerlässlich, vor
allen Dingen das Bergewesen in seinem ganzen Komplex, und wär'
es auch nur flüchtig, mit Augen zu sehen und mit dem Geiste zu
fassen; denn alsdann nur konnt' ich hoffen, in das Positive weiter
einzudringen und mich mit dem Historischen zu befreunden. Deshalb
hatt' ich mir längst eine Reise auf den Harz gedacht. Und gerade
jetzt, da ohnehin diese Jahrszeit in Jagdlust unter freiem Himmel
zugebracht werden sollte, fühlte ich mich dahin getrieben. Alles
Winterwesen hatte überdies in jener Zeit für mich große Reize, und
was die Bergwerke betraf, so war ja in ihren Tiefen weder Winter noch
Sommer merkbar; wobei ich zugleich gern bekenne, dass die Absicht,
meinen wunderlichen Korrespondenten persönlich zu sehen und zu
prüfen, wohl die Hälfte des Gewichtes meinem Entschluss hinzufügte.
Indem sich nun die Jagdlustigen nach einer andern Seite hin begaben,
ritt ich ganz allein dem Ettersberge zu und begann jene Ode, die
unter dem Titel "Harzreise im Winter" solange als Rätsel unter meinen
kleineren Gedichten Platz gefunden. Im düstern und von Norden her
sich heranwälzenden Schneegewölk schwebte hoch ein Geier über mir.
Die Nacht verblieb ich in Sondershausen und gelangte des andern Tags
so bald nach Nordhausen, dass ich gleich nach Tisch weiter zu
gehen beschloss, aber mit Boten und Laterne nach mancherlei
Gefährlichkeiten erst sehr spät in Ilfeld ankam.
Ein ansehnlicher Gasthof war glänzend erleuchtet, es schien ein
besonderes Fest darin gefeiert zu werden. Erst wollte der Wirt mich
gar nicht aufnehmen: die Kommissarien der höchsten Höfe, hieß es,
seien schon lange hier beschäftigt, wichtige Einrichtungen zu treffen
und verschiedene Interessen zu vereinbaren, und da dies nun glücklich
vollendet sei, gäben sie heute Abend einen allgemeinen Schmaus. Auf
dringende Vorstellung jedoch und einige Winke des Boten, dass man mit
mir nicht übel fahre, erbot sich der Mann, mir den Bretterverschlag
in der Wirtsstube, seinen eigentlichen Wohnsitz, und zugleich sein
weiß zu überziehendes Ehebett einzuräumen. Er führte mich durch das
weite, hell erleuchtete Wirtszimmer, da ich mir denn im Vorbeigehen
die sämtlichen munteren Gäste flüchtig beschaute.
Doch sie sämtlich zu meiner Unterhaltung näher zu betrachten, gab mir
in den Brettern des Verschlags eine Astlücke die beste Gelegenheit,
die, seine Gäste zu belauschen, dem Wirte selbst oft dienen mochte.
Ich sah die lange und wohl erleuchtete Tafel von unten hinauf, ich
überschaute sie, wie man oft die Hochzeit von Kana gemalt sieht;
nun musterte ich bequem von oben bis herab also: Vorsitzende, Räte,
andere Teilnehmende und dann immer so weiter, Sekretarien, Schreiber
und Gehilfen. Ein glücklich geendigtes beschwerliches Geschäft schien
eine Gleichheit aller tätig Teilnehmenden zu bewirken, man schwatzte
mit Freiheit, trank Gesundheiten, wechselte Scherz und Scherz, wobei
einige Gäste bezeichnet schienen, Witz und Spaß an ihnen zu üben;
genug, es war ein fröhliches, bedeutendes Mahl, das ich bei dem
italki
hellsten Kerzenscheine in seinen Eigentümlichkeiten ruhig beobachten
konnte, eben als wenn der hinkende Teufel mir zur Seite stehe und
einen ganz fremden Zustand unmittelbar zu beschauen und zu erkennen
mich begünstigte. Und wie dies mir nach der düstersten Nachtreise
in den Harz hinein ergötzlich gewesen, werden die Freunde solcher
Abenteuer beurteilen. Manchmal schien es mir ganz gespensterhaft,
als säh' ich in einer Berghöhle wohlgemute Geister sich erlustigen.
Nach einer wohl durchschlafenen Nacht eilte ich frühe, von einem
Boten abermals geleitet, der Baumannshöhle zu; ich durchkroch sie und
betrachtete mir das fortwirkende Naturereignis ganz genau. Schwarze
Marmormassen, aufgelöst, zu weißen kristallinischen Säulen und
Flächen wieder hergestellt, deuteten mir auf das fortwebende Leben
der Natur. Freilich verschwanden vor dem ruhigen Blick alle die
Wunderbilder, die sich eine düster wirkende Einbildungskraft so gern
aus formlosen Gestalten erschaffen mag; dafür blieb aber auch das
eigne wahre desto reiner zurück, und ich fühlte mich dadurch gar
schön bereichert.
Wieder ans Tageslicht gelangt, schrieb ich die notwendigsten
Bemerkungen, zugleich aber auch mit ganz frischem Sinn die ersten
Strophen des Gedichtes, das unter dem Titel "Harzreise im Winter" die
Aufmerksamkeit mancher Freunde bis auf die letzten Zeiten erregt hat;
davon mögen denn die Strophen, welche sich auf den nun blad zu
erblickenden wunderlichen Mann beziehen, hier Platz finden, weil sie
mehr als viele Worte den damaligen liebevollen Zustand meines Innern
auszusprechen geeignet sind.
Aber abseits, wer ist's?
Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad,
Hinter ihm schlagen
Die Sträuche zusammen,
Das Gras steht wieder auf,
Die Öde verschlingt ihn.
Ach, wer heilt die Schmerzen
Des, dem Balsam zu Gift ward?
Der sich Menschenhass
Aus der Fülle der Liebe trank?
Erst verachtet, nun ein Verächter,
Zehrt er heimlich auf
Seinen eignen Wert
In ungenügender Selbstsucht.
Ist auf deinem Psalter,
Vater der Liebe, ein Ton
Seinem Ohre vernehmlich,
So erquicke sein Herz!
Öffne den umwölkten Blick
Über die tausend Quellen
Neben dem Dürstenden
In der Wüste!
Im Gasthof zu Wernigerode angekommen, ließ ich mich mit dem Kellner
in ein Gespräch ein; ich fand ihn als einen sinnigen Menschen, der
seine städtischen Mitgenossen ziemlich zu kennen schien. Ich sagt'
ihm darauf, es sei meine Art, wenn ich an einem fremden Ort
ohne besondere Empfehlung anlangte, mich nach jüngern Personen
zu erkundigen, die sich durch Wissenschaft und Gelehrsamkeit
auszeichneten; er möge mir daher jemanden der Art nennen, damit ich
einen angenehmen Abend zubrächte. Darauf erwiderte ohne weiteres
Bedenken der Kellner: es werde mir gewiss mit der Gesellschaft des
Herrn Plessing gedient sein, dem Sohn des Superintendenten; als Knabe
sei er schon in Schulen ausgezeichnet worden und habe noch immer den
Ruf eines fleißigen guten Kopfs, nur wolle man seine finstere Lauen
tadeln und nicht gut finden, dass er mit unfreundlichem Betragen sich
aus der Gesellschaft ausschließe. Gegen Fremde sei er zuvorkommend,
wie Beispiele bekannt wären; wollte ich angemeldet sein, so könne es
sogleich geschehen.
Der Kellner brachte mir bald eine bejahende Antwort und führte mich
hin. Es war schon Abend geworden, als ich in ein großes Zimmer des
Erdgeschosses, wie man es in geistlichen Häusern antrifft, hineintrat
und den jungen Mann in der Dämmerung noch ziemlich deutlich
erblickte. Allein an einigen Symptomen konnt' ich bemerken, dass die
Eltern eilig das Zimmer verlassen hatten, um dem unvermuteten Gast
Platz zu machen.
Das hereingebrachte Licht ließ mich den jungen Mann nunmehr ganz
deutlich erkennen: er glich seinem Brief völlig, und so wie jenes
Schreiben erregte er Interesse, ohne Anziehungskraft auszuüben.
Um ein näheres Gespräch einzuleiten, erklärt' ich mich für einen
Zeichenkünstler von Gotha, der wegen Familienangelegenheiten in
dieser unfreundlichen Jahrszeit Schwester und Schwager in
Braunschweig zu besuchen habe.
Mit Lebhaftigkeit fiel er mir beinahe ins Wort und rief aus: "Da Sie
so nahe an Weimar wohnen, so werden Sie doch auch diesen Ort, der
sich so berühmt macht, öfters besucht haben!" Dieses bejaht' ich ganz
einfach und fing an, von Rat Kraus, von der Zeichenschule, von
Legationsrat Bertuch und dessen unermüdeter Tätigkeit zu sprechen;
ich vergaß weder Musäus noch Jagemann, Kapellmeister Wolf und einige
Frauen und bezeichnete den Kreis, den diese wackern Personen
abschlossen und jeden Fremden willig und freundlich unter sich
aufnahmen.
Endlich fuhr er etwas ungeduldig heraus: "Warum nennen Sie denn
Goethe nicht?" Ich erwiderte, dass ich diesen auch wohl in gedachtem
Kreis als willkommenen Gast gesehen und von ihm selbst persönlich als
fremder Künstler wohl aufgenommen und gefördert worden, ohne dass
ich weiter viel von ihm zu sagen wisse, da er teils allein, teils in
andern Verhältnissen lebe.
Der junge Mann, der mit unruhiger Aufmerksamkeit zugehört hatte,
verlangte nunmehr, mit einigem Ungestüm, ich solle ihm das seltsame
Individuum schildern, das so viel von sich reden mache. Ich trug
ihm darauf mit großer Ingenuität eine Schilderung vor, die für mich
nicht schwer wurde, da die seltsame Person in der seltsamsten Lage
mir gegenwärtig stand, und wäre ihm von der Natur nur etwas mehr
Herzenssagazität gegönnt gewesen, so konnte ihm nicht verborgen
bleiben, dass der vor ihm stehende Gast sich selbst schildere.
Er war einige Mal im Zimmer auf und ab gegangen, indes die Magd
herein trat, eine Flasche Wein und sehr reinlich bereitetes kaltes
Abendbrot auf den Tisch setzte; er schenkte beiden ein, stieß an und
schluckte das Glas sehr lebhaft hinunter. Und kaum hatte ich mit
etwas gemäßigteren Zügen das meinige geleert, ergriff er heftig
meinen Arm und rief: "O verzeihen Sie meinem wunderlichen Betragen!
Sie haben mir aber so viel Vertrauen eingeflößt, dass ich Ihnen alles
entdecken muss. Dieser Mann, wie Sie mir ihn beschreiben, hätte mir
doch antworten sollen! Ich habe ihm einen ausführlichen, herzlichen
Brief geschickt, ihm meine Zustände, meine Leiden geschildert, ihn
gebeten, sich meiner anzunehmen, mir zu raten, mir zu helfen, und
nun sind schon Monate verstrichen, ich vernehme nichts von ihm;
wenigstens hätte ich ein ablehnendes Wort auf ein so unbegrenztes
Vertrauen wohl verdient."
Ich erwiderte darauf, dass ich ein solches Benehmen weder erklären
noch entschuldigen könne; so viel wisse ich aber aus eigener
Erfahrung, dass ein gewaltiger, sowohl ideeller als reeller Zudrang
diesen sonst wohlgesinnten, wohlwollenden und hilfsbereiten jungen
Mann oft außerstand setze, sich zu bewegen, geschweige zu wirken.
"Sind wir zufällig so weit gekommen," sprach er darauf mit einiger
Fassung, "den Brief muss ich Ihnen vorlesen, und Sie sollen urteilen,
ob er nicht irgendeine Antwort, irgendeine Erwiderung verdiente."
Ich ging im Zimmer auf und ab, die Vorlesung zu erwarten, ihrer
Wirkung schon beinahe ganz gewiss, deshalb nicht weiter nachdenkend,
um mir selbst in einem so zarten Fall nicht vorzugreifen. Nun saß er
gegen mir über und fing an, die Blätter zu lesen, die ich in- und
auswendig kannte, und vielleicht war ich niemals mehr von der
Behauptung der Physiognomisten überzeugt, ein lebendiges Wesen sei in
allem seinem Handeln und Betragen vollkommen übereinstimmend mit sich
selbst, und jede in die Wirklichkeit hervorgetretene Monas erzeige
sich in vollkommener Einheit ihrer Eigentümlichkeiten. Der Lesende
passte völlig zu dem Gelesenen, und wie dieses früher in der
Abwesenheit mich nicht ansprach, so war es nun auch mit der
Gegenwart. Man konnte zwar dem jungen Mann eine Achtung nicht
versagen, eine Teilnahme, die mich denn auch auf einen so
wunderlichen Weg geführt hatte: denn ein ernstliches Wollen sprach
sich aus, ein edler Sinn und Zweck; aber obschon von den zärtlichsten
Gefühlen die Rede war, blieb der Vortrag ohne Anmut, und eine ganz
eigens beschränkte Selbstigkeit tat sich kräftig hervor. Als er nun
geendet hatte, fragte er mit Hast, was ich dazu sage? Und ob ein
solches Schreiben nicht eine Antwort verdient, ja gefordert hätte?
Indessen war mir der bedauernswürdige Zustand dieses jungen Mannes
immer deutlicher geworden: er hatte nämlich von der Außenwelt
niemals Kenntnis genommen, dagegen sich durch Lektüre mannigfaltig
ausgebildet, alle seine Kraft und Neigung aber nach innen gewendet
und sich auf diese Weise, da er in der Tiefe seines Lebens kein
produktives Talent fand, so gut als zugrunde gerichtet; wie ihm denn
sogar Unterhaltung und Trost, dergleichen uns aus der Beschäftigung
mit alten Sprachen so herrlich zu gewinnen offen steht, völlig
abzugehen schien.
Da ich an mir und andern schon glücklich erprobt hatte, dass in
solchem Falle ein rasche gläubige Wendung gegen die Natur und ihre
grenzenlose Mannigfaltigkeit das beste Heilmittel sei, so wagt' ich
alsobald den Versuch, es auch in diesem Fall anzuwenden und ihm daher
nach einigem Bedenken folgendermaßen zu antworten:
"Ich glaube zu begreifen, warum der junge Mann, auf den Sie so viel
Vertrauen gesetzt, gegen Sie stumm geblieben: denn seine jetzige
Denkweise weicht zu sehr von der Ihrigen ab, als dass er hoffen
dürfte, sich mit Ihnen zu verständigen zu können. Ich habe selbst
einigen Unterhaltungen in jenem Kreis beigewohnt und behaupten hören:
man werde sich aus einem schmerzlichen, selbstquälerischen, düsteren
Seelenzustand nur durch Naturbeschauung und herzliche Teilnahme
an der äußeren Welt retten und befreien. Schon die allgemeinste
Bekanntschaft mit der Natur, gleichviel von welcher Seite, ein
tätiges Eingreifen, sei es als Gärtner oder Landbewohner, als Jäger
oder Bergmann, ziehe uns von uns selbst ab; die Richtung geistiger
Kräfte auf wirkliche, wahrhafte Erscheinungen gebe nach und nach das
größte Behagen, Klarheit und Belehrung; wie denn der Künstler, der
sich treu an der Natur halte und zugleich sein Inneres auszubilden
suche, gewiss am besten fahren werde."
Der junge Freund schien darüber sehr unruhig und ungeduldig, wie
man über eine fremde oder verworrene Sprache, deren Sinn wir nicht
vernehmen, ärgerlich zu werden anfängt. Ich darauf, ohne sonderliche
Hoffnung eines glücklichen Erfolges, eigentlich aber um nicht zu
verstummen, fuhr zu reden fort. "Mir, als Landschaftsmaler," sagte
ich, "musste dies zu allererst einleuchten, da ja meine Kunst
unmittelbar auf die Natur gewiesen ist; doch habe ich seit jener Zeit
emsiger und eifriger als bisher nicht etwa nur ausgezeichnete und
auffallende Naturbilder und Erscheinungen betrachtet, sondern mich zu
allem und jedem liebevoll hingewendet." Damit ich mich nun aber
nicht ins Allgemeine verlöre, erzählte ich, wie mir sogar diese
notgedrungene Winterreise, anstatt beschwerlich zu sein, dauernden
Genuss gewährt; ich schilderte ihm, mit malerischer Poesie und doch
so unmittelbar und natürlich, als ich nur konnte, den Vorschritt
meiner Reise, jenen morgendlichen Schneehimmel über den Bergen,
die mannigfaltigsten Tageserscheinungen, dann bot ich seiner
Einbildungskraft die wunderlichen Turm- und Mauerbefestigungen von
Nordhausen, gesehen bei hereinbrechender Abenddämmerung, ferner die
nächtlich rauschenden, von des Boten Laterne zwischen Bergschluchten
flüchtig erleuchtet blinkenden Gewässer und gelangte sodann zur
Baumannshöhle. Hier aber unterbrach er mich lebhaft und versicherte,
der kurze Weg, den er daran gewendet, gereue ihn ganz eigentlich;
sie habe keineswegs dem Bild sich gleichgestellt, das er in seiner
Phantasie entworfen. Nach dem Vorhergegangenen konnten mich solche
krankhafte Symptome nicht verdrießen: denn wie oft hatte ich erfahren
müssen, dass der Mensch den Wert einer klaren Wirklichkeit gegen ein
trübes Phantom seiner düstern Einbildungskraft von sich ablehnt.
Ebenso wenig war ich verwundert, als er auf meine Frage: wie er sich
denn die Höhle vorgestellt habe? Eine Beschreibung machte, wie kaum
der kühnste Theatermaler den Vorhof des Plutonischen Reiches
darzustellen gewagt hätte.
Ich versuchte hierauf noch einige propädeutische Wendungen, als
Versuchsmittel einer zu unternehmenden Kur; ich ward aber mit der
Versicherung, es könne und solle ihm nichts in dieser Welt genügen,
so entschieden abgewiesen, dass mein Innerstes sich zuschloss und ich
mein Gewissen durch den beschwerlichen Weg, im Bewusstsein des besten
Willens, völlig befreit und mich gegen ihn von jeder weiteren Pflicht
entbunden glaubte.
Es war schon spät geworden, als er mir den zweiten, noch heftigern,
mir gleichfalls nicht unbekannten brieflichen Erlass vorlesen wolle,
doch aber meine Entschuldigung wegen allzu großer Müdigkeit gelten
ließ, indem er zugleich eine Einladung auf morgen zu Tisch im Namen
der Seinigen dringend hinzufügte; wogegen ich mir die Erklärung auf
morgen ganz in der Frühe vorbehielt. Und so schieden wir friedlich
und schicklich. Seine Persönlichkeit ließ einen ganz individuellen
Eindruck zurück. Er war von mittlerer Größe, seine Gesichtszüge
hatten nichts Anlockendes, aber auch nichts eigentlich Abstoßendes,
sein düsteres Wesen erschien nicht unhöflich, er konnte vielmehr für
einen wohlerzogenen jungen Mann gelten, der sich in der Stille auf
Schulen und Akademien zu Kanzel und Lehrstuhl vorbereitet hatte.
Heraustretend fand ich den völlig aufgehellten Himmel von Sternen
blinken, Straßen und Plätze mit Schnee überdeckt, blieb auf einem
schmalen Steg ruhig stehen und beschaute mir die winternächtliche
Welt. Zugleich überdacht' ich das Abenteuer und fühlte mich fest
entschlossen, den jungen Mann nicht wieder zu sehen: infolge dessen
bestellt' ich mein Pferd auf Tagesanbruch, übergab ein anonymes,
entschuldigendes Bleistiftblättchen dem Kellner, dem ich zugleich
so viel Gutes und Wahres von dem jungen Mann, den er mir bekannt
gemacht, zu sagen wusste; welches denn der gewandte Bursche mit
eigner Zufriedenheit gewiss wohl benutzt haben mag.
Nun ritt ich an dem Nordosthang des Harzes, im grimmigen, mich zur
Seite bestürmenden Stöberwetter, nachdem ich vorher den Rammelsberg,
Messinghütten und die sonstigen Anstalten der Art beschaut und ihre
Weise mir eingeprägt hatte, nach Goslar, wovon ich diesmal nicht
weiter erzähle, da ich mich künftig mit meinen Lesern darüber
umständlich zu unterhalten hoffe.
Ich wüsste nicht, wie viel Zeit vorübergegangen, ohne dass ich etwas
weiter von dem jungen Mann gehört hätte, als unerwartet an einem
Morgen mir ein Billett ins Gartenhaus bei Weimar zukam, wodurch
er sich anmeldete; ich schrieb ihm einige Worte dagegen, er
werde mir willkommen sein. Ich erwartete nun einen seltsamen
Erkennungsauftritt, allein er blieb, herein tretend, ganz ruhig
und sprach: "Ich bin nicht überrascht, Sie hier zu finden; die
Handschrift Ihres Billetts rief mir so deutlich jene Züge wieder ins
Gedächtnis, die Sie, aus Wernigerode scheidend, mir hinterließen,
dass ich keinen Augenblick zweifelte, jenen geheimnisvollen Reisenden
abermals hier zu finden."
Schon dieser Eingang war erfreulich, und es eröffnete sich ein
trauliches Gespräch, worin er mir seine Lage zu entwickeln trachtete
und ich ihm dagegen meine Meinung nicht vorenthielt. Inwiefern sich
seine inneren Zustände wirklich gebessert hatten, wüsst' ich nicht
mehr anzugeben, es musste aber damit nicht so gar schlimm aussehen,
denn wir schieden nach mehreren Gesprächen friedlich und freundlich;
nur dass ich sein heftiges Begehren nach leidenschaftlicher
Freundschaft und innigster Verbindung nicht erwidern konnte.
Noch eine Zeitlang unterhielten wir ein briefliches Verhältnis; ich
kam in den Fall, ihm einige reelle Dienste zu leisten, deren er sich
denn auch bei gegenwärtiger Zusammenkunft dankbar erinnerte, sowie
denn überhaupt das Zurückschauen in jene früheren Tage beiden Teilen
einige angenehme Stunden gewährte. Er, nach wie vor immer nur mit
sich selbst beschäftigt, hatte viel zu erzählen und mitzuteilen.
Ihm war geglückt, im Lauf der Jahre sich den Rang eines geachteten
Schriftstellers zu erwerben, indem er die Geschichte älterer
Philosophie ernstlich behandelte, besonders derjenigen, die sich
zum Geheimnis neigt, woraus er denn die Anfänge und Urzustände der
Menschen abzuleiten trachtete. Seine Bücher, die er mir, wie sie
herauskamen, zusendete, hatte ich freilich nicht gelesen; jene
Bemühungen lagen zu weit von demjenigen ab, was mich interessierte.
Seine gegenwärtigen Zustände fand ich auch keineswegs behaglich: er
hatte Sprach- und Geschichtskenntnisse, die er so lange versäumt und
abgelehnt, endlich mit wütender Anstrengung erstürmt und durch dieses
geistige Unmaß sein Physisches zerrüttet. Zudem schienen seine
ökonomischen Umstände nicht die besten, wenigstens erlaubte sein
mäßiges Einkommen ihm nicht, sich sonderlich zu pflegen und zu
schonen; auch hatte sich das düstere jugendliche Treiben nicht
ganz ausgleichen können: noch immer schien er einem Unerreichbaren
nachzustreben, und als die Erinnerung früherer Verhältnisse
endlich erschöpft war, so wollte keine eigentlich frohe Mitteilung
stattfinden. Meine gegenwärtige Art, zu sein, konnte fast noch
entfernter von der seinigen als jemals angesehen werden. Wir schieden
jedoch in dem besten Vernehmen, aber auch ihn verließ ich in Furcht
und Sorge wegen der drangvollen Zeit.
Den verdienten Merrem besuchte ich gleichfalls, dessen schöne
naturhistorische Kenntnisse alsbald eine frohere Unterhaltung
gewährten. Er zeigte mir manches Bedeutende vor, schenkte mir sein
Werk über die Schlangen, und so ward ich aufmerksam auf seinen
weitern Lebensgang, woraus mir mancher Nutzen erwuchs; denn das ist
der höchst erfreuliche Vorteil von Reisen, dass einmal erkannte
Persönlichkeiten und Lokalitäten unsern Anteil zeitlebens nicht
loslassen.


Münster, November 1792.
Der Fürstin angemeldet, hoffte ich gleich den behaglichsten Zustand,
allein ich sollte noch vorher eine zeitgemäße Prüfung erdulden:
denn, auf der Fahrt von mancherlei Hindernissen aufgehalten,
gelangte ich erst tief in der Nacht zur Stadt. Ich heilt nicht für
schicklich, durch einen solchen Überfall gleich beim Eintritt die
Gastfreundschaft in diesem Grad zu prüfen; ich fuhr daher an einen
Gasthof, wo mir aber Zimmer und Bett durchaus versagt wurde: die
Emigrierten hatten sich in Masse auch hierher geworfen und jeden
Winkel gefüllt. Unter diesen Umständen bedachte ich mich nicht lange
und brachte die Stunden auf einem Stuhl in der Wirtsstube hin, immer
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Kampagne in Frankreich - 12
  • Büleklär
  • Kampagne in Frankreich - 01
    Süzlärneñ gomumi sanı 4113
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1773
    34.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 02
    Süzlärneñ gomumi sanı 4112
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1772
    35.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 03
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1668
    36.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4172
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1655
    37.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4178
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1733
    37.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4260
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1722
    39.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4121
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1756
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4049
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1734
    35.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4170
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1749
    36.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4106
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1690
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4104
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1692
    38.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4122
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1705
    36.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4031
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1719
    36.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 192
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 143
    65.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    73.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    76.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.