Kampagne in Frankreich - 01

Süzlärneñ gomumi sanı 4113
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1773
34.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
47.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
53.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
Kampagne in Frankreich
Johann Wolfgang von Goethe


Den 23. August 1792.
Gleich nach meiner Ankunft in Mainz besuchte ich Herrn von Stein den
Älteren, königlich preußischen Kammerherrn und Oberforstmeister, der
eine Art Residentenstelle daselbst versah und sich im Hass gegen
alles Revolutionäre gewaltsam auszeichnete. Er schilderte mir mit
flüchtigen Zügen die bisherigen Fortschritte der verbündeten Heere
und versah mich mit einem Auszug des topographischen Atlas von
Deutschland, welchen Jäger zu Frankfurt unter dem Titel
"Kriegstheater" veranstaltet.
Mittags bei ihm zur Tafel fand ich mehrere französische Frauenzimmer,
die ich mit Aufmerksamkeit zu betrachten Ursache hatte; die eine --
man sagte, es sei die Geliebte des Herzogs von Orleans -- eine
stattliche Frau, stolzen Betragens und schon von gewissen Jahren, mit
rabenschwarzen Augen, Augenbraunen und Haar; übrigens im Gespräch mit
Schicklichkeit freundlich. Eine Tochter, die Mutter jugendlich
darstellend, sprach kein Wort. Desto munterer und reizender zeigte
sich die Fürstin Monaco, entschiedene Freundin des Prinzen von Condé,
die Zierde von Chantilly in guten Tagen. Anmutiger war nichts zu
sehen als diese schlanke Blondine: jung, heiter, possenhaft; kein
Mann, auf den sie's anlegte, hätte sich verwahren können. Ich
beobachtete sie mit freiem Gemüt und wunderte mich, Philinen, die ich
hier nicht zu finden glaubte, so frisch und munter ihr Wesen treibend
mir abermals begegnen zu sehen. Sie schien weder so gespannt noch
aufgeregt als die übrige Gesellschaft, die denn freilich in Hoffnung,
Sorgen und Beängstigung lebte. In diesen Tagen waren die Alliierten
in Frankreich eingebrochen. Ob sich Longwy sogleich ergeben, ob es
widerstehen werde, ob auch republikanisch-französische Truppen sich
zu den Alliierten gesellen und jedermann, wie es versprochen worden,
sich für die gute Sache erklären und die Fortschritte erleichtern
werde, das alles schwebte gerade in diesem Augenblick in Zweifel.
Kuriere wurden erwartet; die letzten hatten nur das langsame
Vorschreiten der Armee und die Hindernisse grundloser Wege gemeldet.
Der gepresste Wunsch dieser Personen ward nur noch bänglicher, als
sie nicht verbergen konnten, dass sie die schnellste Rückkehr ins
Vaterland wünschen mussten, um von den Assignaten, der Erfindung
ihrer Feinde, Vorteil ziehen, wohlfeiler und bequemer leben zu können.
Sodann verbracht' ich mit Sömmerrings, Huber, Forsters und andern
Freunden zwei muntere Abende: hier fühlt' ich mich schon wieder in
vaterländischer Luft. Meist schon frühere Bekannte, Studiengenossen,
in dem benachbarten Frankfurt wie zu Hause -- Sömmerrings Gattin war
eine Frankfurterin -- sämtlich mit meiner Mutter vertraut, ihre
genialen Eigenheiten schätzend, manches ihrer glücklichen Worte
wiederholend, meine große Ähnlichkeit mit ihr in heiterem Betragen
und lebhaften Reden mehr als einmal beteuernd: was gab es da nicht
für Anlässe, Anklänge, in einem natürlichen, angebornen und
angewöhnten Vertrauen! Die Freiheit eines wohlwollenden Scherzes
auf dem Boden der Wissenschaft und Einsicht verlieh die heiterste
Stimmung. Von politischen Dingen war die Rede nicht, man fühlte, dass
man sich wechselseitig zu schonen habe: denn wenn sie republikanische
Gesinnungen nicht ganz verleugneten, so eilte ich offenbar, mit einer
Armee zu ziehen, die eben diesen Gesinnungen und ihrer Wirkung ein
entschiedenes Ende machen sollte.
Zwischen Mainz und Bingen erlebt' ich eine Szene, die mir den Sinn
des Tages alsobald weiter aufschloss. Unser leichtes Fuhrwerk
erreichte schnell einen vierspännigen, schwer bepackten Wagen; der
ausgefahrne Hohlweg aufwärts am Berge her nötigte uns, auszusteigen,
und da fragten wir denn die ebenfalls abgestiegenen Schwäger, wer vor
uns dahinfahre? Der Postillion jenes Wagens erwiderte darauf mit
schimpfen und Fluchen, dass es Französinnen seien, die mit ihrem
Papiergeld durchzukommen glaubten, die er aber gewiss noch umwerfen
wolle, wenn sich einigermaßen Gelegenheit fände. Wir verwiesen ihm
seine gehässige Leidenschaft, ohne ihn im Mindesten zu bessern. Bei
sehr langsamer Fahrt trat ich hervor an den Schlag der Dame und
redete sie freundlich an, worauf sich ein junges, schönes, aber von
ängstlichen Zügen beschattetes Gesicht einigermaßen erheiterte.
Sie vertraute sogleich, dass sie dem Gemahl nach Trier folge und von
da baldmöglichst nach Frankreich zu gelangen wünsche. Da ich ihr nun
diesen Schritt als sehr voreilig schilderte, gestand sie, dass außer
der Hoffnung, ihren Gemahl wieder zu finden, die Notwendigkeit,
wieder von Papier zu leben, sie hierzu bewege. Ferner zeigte sie ein
solches Zutrauen zu den verbündeten Streitkräften der Preußen,
Österreicher und Emigrierten, dass man, wär' auch Zeit und Ort nicht
hinderlich gewesen, sie schwerlich zurückgehalten hätte.
Unter diesen Gesprächen fand sich ein sonderbarer Anstoß; über den
Hohlweg, worin wir befangen waren, hatte man eine hölzerne
Rinne geführt, die das nötige Wasser einer jenseits stechenden
oberschlächtigen Mühle zubrachte. Man hätte denken sollen, die Höhe
des Gestells wäre doch wenigstens auf einen Heuwagen berechnet
gewesen. Wie dem aber auch sei, das Fuhrwerk war so unmäßig obenauf
bepackt, Kistchen und Schachteln pyramidalisch übereinander getürmt,
dass die Rinne dem weiteren Fortkommen ein unüberwindliches Hindernis
entgegensetzte.
Hier ging nun erst das Fluchen und Schelten der Postillione los, die
sich um so viel Zeit aufgehalten sahen; wir aber erboten uns
freundlich, halfen abpacken und an der anderen Seite des träufelnden
Schlagbaums wieder aufpacken. Die junge, gute, nach und nach
entschüchterte Frau wusste nicht, wie sie sich dankbar genug benehmen
sollte; zugleich aber wuchs ihre Hoffnung auf uns immer mehr und
mehr. Sie schrieb den Namen ihres Mannes und bat inständig, da wir
doch früher als sie nach Trier kommen müssten, ob wir nicht am Tor
den Aufenthalt des Gatten schriftlich niederzulegen geneigt wären?
Bei dem besten Willen verzweifelten wir an dem Erfolg wegen Größe der
Stadt, sie aber ließ nicht von ihrer Hoffnung.
In Trier angelangt, fanden wir die Stadt von Truppen überlegt, von
allerlei Fuhrwerk überfahren, nirgends ein Unterkommen; die Wagen
hielten auf den Plätzen, die Menschen irrten auf den Straßen; das
Quartieramt, von allen Seiten bestürmt, wusste kaum Rat zu schaffen.
Ein solches Gewirr jedoch ist wie eine Art Lotterie, der Glückliche
zeiht irgendeinen Gewinn; und so begegnete mir Leutnant von Fritsch
von des Herzogs Regiment und brachte mich, nach freundlichstem
Begrüßen, zu einem Kanonikus, dessen großes Haus und weitläufiges
Gehöft mich und meine kompendiöse Equipage freundlich und bequemlich
aufnahm, wo ich denn sogleich einer genugsamen Erholung pflegte.
Gedachter junge militärische Freund, von Kindheit auf mir bekannt
und empfohlen, war mit einem kleinen Kommando in Trier zu verweilen
beordert, um für die zurückgelassenen Kranken zu sorgen, die
nachziehenden Maroden, verspätete Bagagewagen und dergleichen
aufzunehmen und sie weiter zu befördern; wobei denn auch mir seine
Gegenwart zugute kam, ob er gleich nicht gern im Rücken der Armee
verweilte, wo für ihn, als einen jungen strebenden Mann, wenig Glück
zu hoffen war.
Mein Diener hatte kaum das Notwendigste ausgepackt, als er sich in
der Stadt umzusehen Urlaub erbat; spät kam er wieder, und des anderen
Morgens trieb eine gleiche Unruhe ihn aus dem Haus. Mir war diese
seltsame Benehmen unerklärlich, bis das Rätsel sich löste: die
schönen Französinnen hatten ihn nicht ohne Anteil gelassen, er spürte
sorgfältig und hatte das Glück, sie auf dem großen Platz, mitten
unter hundert Wagen haltend, an der Schachtelpyramide zu erkennen,
ohne jedoch ihren Gemahl aufgefunden zu haben.
Auf dem Weg von Trier nach Luxemburg erfreute mich bald das Monument
in der Nähe von Igel. Da mir bekannt war, wie glücklich die Alten
ihre Gebäude und Denkmäler zu setzen wussten, warf ich in Gedanken
sogleich die sämtlichen Dorfhütten weg, und nun stand es an dem
würdigsten Platz. Die Mosel fließt unmittelbar vorbei, mit welcher
sich gegenüber ein ansehnliches Wasser, die Saar, verbindet; die
Krümmung der Gewässer, das Auf- und Absteigen des Erdreichs, eine
üppige Vegetation geben der Stelle Lieblichkeit und Würde.
Das Monument selbst könnte man einen architektonisch-plastisch
verzierten Obelisk nennen. Er steigt in verschiedenen, künstlerisch
übereinander gestellten Stockwerken in die Höhe, bis er sich zuletzt
in einer Spitze endigt, die mit Schuppen ziegelartig verziert ist und
mit Kugel, Schlange und Adler in der Luft sich abschloss.
Möge irgendein Ingenieur, welchen die gegenwärtigen Kriegsläufe in
diese Gegend führen und vielleicht eine Zeitlang festhalten, sich die
Mühe nicht verdrießen lassen, das Denkmal auszumessen, und, insofern
er Zeichner ist, auch die Figuren der vier Seiten, wie sie noch
kenntlich sind, uns überliefern und erhalten!
Wie viel traurige bildlose Obelisken sah ich nicht zu meiner Zeit
erreichten, ohne dass irgendjemand an jenes Monument gedacht hätte!
Es ist freilich schon aus einer spätern Zeit, aber man sieht immer
noch die Lust und Liebe, seine persönliche Gegenwart mit aller
Umgebung und den Zeugnissen von Tätigkeit sinnlich auf die Nachwelt
zu bringen. Hier stehen Eltern und Kinder gegeneinander, man schmaust
im Familienkreis; aber damit der Beschauer auch wisse, woher die
italki
Wohlhäbigkeit komme, ziehen beladene Saumrosse einher, Gewerb' und
Handel wird auf mancherlei Weise vorgestellt. Denn eigentlich sind es
Kriegskommissarien, die sich und den Ihrigen dies Monument
errichteten, zum Zeugnis, dass damals wie jetzt an solcher Stelle
genugsamer Wohlstand zu erringen sei.
Man hatte diesen ganzen Spitzbau aus tüchtigen Sandquadern roh
übereinander getürmt und alsdann, wie aus einem Felsen, die
architektonisch-plastischen Gebilde herausgehauen. Die so manchem
Jahrhunderte widerstehende Dauer dieses Monuments mag sich wohl aus
einer so gründlichen Anlage herschreiben.
* * * * *
Diesen angenehmen und furchtbaren Gedanken konnte ich mich nicht
lange hingeben: denn ganz nahe dabei, in Grevenmachern, war mir das
modernste Schauspiel bereitet. Hier fand ich das Korps Emigrierte,
das aus lauter Edelleuten, meist Ludwigsrittern, bestand. Sie hatten
weder Diener noch Reitknechte, sondern besorgten sich selbst und ihr
Pferd. Gar manchen hab' ich zur Tränke führen, vor der Schmiede
halten sehen. Was aber den sonderbarsten Kontrast mit diesem
demütigen Beginnen hervorrief, war ein großer, mit Kutschen und
Reisewagen aller Art überladener Wiesenraum. Sie waren mit Frau und
Liebchen, Kindern und Verwandten zu gleicher Zeit eingerückt, als
wenn sie den innern Widerspruch ihres gegenwärtigen Zustandes recht
wollten zur Schau tragen.
Da ich einige Stunden hier unter freiem Himmel auf Postpferde warten
musste, konnt' ich noch eine andere Bemerkung machen. Ich saß vor dem
Fenster des Posthauses, unfern von der Stelle, wo das Kästchen stand,
in dessen Einschnitt man die unfrankierten Briefe zu werfen pflegt.
Einen ähnlichen Zudrang hab' ich nie gesehen: zu Hunderten wurden sie
in die Ritze gesenkt. Das grenzenlose Bestreben, wie man mit Leib,
Seel' und Geist in sein Vaterland durch die Lücke des durchbrochenen
Dammes wieder einzuströmen begehre, war nicht lebhafter und
aufdringlicher vorzubilden.
Vor Langeweile und aus Lust, Geheimnisse zu entwickeln oder zu
supplieren, dacht' ich mir, was in dieser Briefmenge wohl enthalten
sein möchte? Da glaubt' ich denn eine Liebende zu spüren, die mit
Leidenschaft und Schmerz die Qual des Entbehrens in solcher Trennung
heftigst ausdrückte; einen Freund, der von dem Freund in der
äußersten Not einiges Geld verlangte; ausgetriebene Frauen mit
Kindern und Dienstanhang, deren Kasse bis auf wenige Geldstücke
zusammengeschmolzen war; feurige Anhänger der Prinzen, die, das Beste
hoffend, sich einander Lust und Mut zusprachen; andere, die schon das
Unheil in der Ferne witterten und sich über den bevorstehenden
Verlust ihrer Güter jammervoll beschwerten -- und ich denke, nicht
ungeschickt geraten zu haben.
Über manches klärte der Postmeister mich auf, der, um meine Ungeduld
nach Pferden zu beschwichtigen, mich vorsätzlich zu unterhalten
suchte. Er zeigte mir verschiedene Briefe mit Stempeln aus entfernten
Gegenden, die nun den Vorgerückten und Vorrückenden nachirren
sollten. Frankreich sei an allen seinen Grenzen mit solchen
Unglücklichen umlagert, von Antwerpen bis Nizza; dagegen stünden
ebenso die französischen Heere zur Verteidigung und zum Ausfall
bereit. Er sagte manches Bedenkliche; ihm schien der Zustand der
Dinge wenigstens sehr zweifelhaft.
Da ich mich nicht so wütend erwies wie andere, die nach Frankreich
hineinstürmten, hielt er mich blad für einen Republikaner und zeigte
mehr Vertrauen; er ließ mich die Unbilden bedenken, welche die
Preußen von Wetter und Weg über Koblenz und Trier erlitten, und
machte eine schauderhafte Beschreibung, wie ich das Lager in der
Gegend von Longwy finden würde; von allem war er gut unterrichtet und
schien nicht abgeneigt, andere zu unterrichten. Zuletzt suchte er
mich aufmerksam zu machen, wie die Preußen beim Einmarsch ruhige und
schuldlose Dörfer geplündert, es sei nun durch die Truppen geschehen
oder durch Packknechte und Nachzügler; zum Schein habe man's
bestraft, aber die Menschen im Innersten gegen sich aufgebracht.
Da musste mir denn jener General des Dreißigjährigen Kriegs
einfallen, welcher, als man sich über das feindselige Betragen seiner
Truppen in Freundesland höchlich beschwerte, die Antwort gab: "Ich
kann meine Armee nicht im Sack transportieren," überhaupt aber konnte
ich bemerken, dass unser Rücken nicht sehr gesichert sei.
Longwy, dessen Eroberung mir schon unterwegs triumphierend verkündigt
war, ließ ich auf meiner Fahrt rechts in einiger Ferne und gelangte
den 27. August nachmittags gegen das Lager von Praucourt. Auf einer
Fläche geschlagen, war es zu übersehen, aber dort anzulangen nicht
ohne Schwierigkeit. Ein feuchter, aufgewühlter Boden war Pferden und
Wagen hinderlich; daneben fiel es auf, dass man weder Wachen noch
Posten noch irgendjemand antraf, der sich nach den Pässen erkundigt
und bei dem man dagegen wieder einige Erkundigung hätte einziehen
können. Wir fuhren durch eine Zeltwüste, denn alles hatte sich
verkrochen, um vor dem schrecklichen Wetter kümmerlichen Schutz zu
finden. Nur mit Mühe erforschten wir von einigen die Gegend, wo wir
das herzoglich weimarische Regiment finden könnten, erreichten
endlich die Stelle, sahen bekannte Gesichter und wurden von
Leidensgenossen gar freundlich aufgenommen. Kämmerier Wagner und sein
schwarzer Pudel waren die ersten Begrüßenden; beide erkannten einen
vieljährigen Lebensgesellen, der abermals eine bedenkliche Epoche mit
durchkämpfen sollte. Zugleich erfuhr ich einen unangenehmen Vorfall:
des Fürsten Leibpferd, der Amaranth, war gestern nach einem
grässlichen Schrei niedergestürzt und tot geblieben.
Nun musste ich von der Situation des Lagers noch viel Schlimmeres
gewahren und vernehmen, als der Postmeister mir vorausgesagt. Man
denke sich's auf einer Ebene am Fuß eines sanft aufsteigenden Hügels,
an welchem ein von alters her gezogener Graben Wasser von Feldern und
Wiesen abhalten sollte; dieser aber wurde so schnell als möglich
Behälter alles Unrats, aller Abwürflinge: der Abzug stockte,
gewaltige Regengüsse durchbrachen nachts den Damm und führten das
widerwärtigeste Unheil unter die Zelte. Da ward nun, was die
Fleischer an Eingeweiden, Knochen und sonst beiseite geschafft, in
die ohnehin feuchten und ängstlichen Schlafstellen getragen.
Mir sollte gleichfalls ein zelt eingeräumt werden, ich zog aber vor,
mich des Tags über bei Freunden und Bekannten aufzuhalten und nachts
in dem großen Schlafwagen der Ruhe zu pflegen, dessen Bequemlichkeit
von früheren Zeiten her mir schon bekannt war. Seltsam musste man es
jedoch finden, wie er, obgleich nur etwa dreißig Schritte von den
Zelten entfernt, doch dergestalt unzugänglich bleib, dass ich mich
abends musste hinein und morgens wieder heraus tragen lassen.


Am 28. August.
So wunderlich tagte mir diesmal mein Geburtsfest. Wir setzten uns zu
Pferd und ritten in die eroberte Festung; das wohl gebaute und
befestigte Städtchen liegt auf einer Anhöhe. Meine Absicht war, große
wollene Decken zu kaufen, und wir verfügten uns sogleich in einen
Kramladen, wo wir Mutter und Töchter hübsch und anmutig fanden. Wir
feilschten nicht viel und zahlten gut und waren so artig, als es
Deutschen ohne Tournüre nur möglich ist.
Die Schicksale des Hauses während des Bombardements waren höchst
wunderbar. Mehrere Granaten hintereinander fielen in das
Familienzimmer, man flüchtete, die Mutter riss ein Kind aus der Wiege
und floh, und in dem Augenblick schlug noch eine Granate gerade durch
die Kissen, wo der Knabe gelegen hatte. Zum Glück war keine der
Granaten gesprungen, sie hatten die Möbel zerschlagen, am Getäfel
gesengt, und so war alles ohne weiteren Schaden vorübergegangen; in
den Laden war keine Kugel gekommen.
Dass der Patriotismus derer von Lognwy nicht allzu kräftig sein
mochte, sah man daraus, dass die Bürgerschaft den Kommandanten sehr
bald genötigt hatte, die Festung zu übergeben; auch hatten wir kaum
einen schritt aus dem Laden getan, als der innere Zwiespalt der
Bürger sich uns genugsam verdeutlichte. Königisch Gesinnte, und also
unsere Freunde, welche die schnell Übergabe bewirkt, bedauerten, dass
wir in dieses Warengewölbe zufällig gekommen und dem schlimmsten
aller Jakobiner, der mit seiner ganzen Familie nichts tauge, so viel
schönes Geld zu lösen gegeben. Gleichermaßen warnte man uns vor einem
splendiden Gasthof, und zwar so bedenklich, als wenn den Speisen
daselbst nicht ganz zu trauen sein möchte; zugleich deutete man auf
einen geringeren als zuverlässig, wo wir uns denn auch freundlich
aufgenommen und leidlich bewirtet sahen.
Nun saßen wir alte Kriegs- und Garnisons-kameraden traulich und
froh wieder neben und gegen einander; es waren die Offiziere des
Regiments, vereint mit des Herzogs Hof-, Haus- und Kanzleigenossen;
man unterhielt sich von dem Nächstvergangenen, wie bedeutend und
bewegt es Anfang Mais in Aschersleben gewesen, als die Regimenter
sich marschfertig zu halten Order bekommen, der Herzog von
Braunschweig und mehrere hohe Personen daselbst Besuch abgestattet,
wobei des Marquis von Bouillé als eines bedeutenden und in die
Operationen kräftig eingreifenden Fremden zu erwähnen nicht vergessen
wurde. Sobald dem horchenden Gastwirt dieser Name zu Ohren kam,
erkundigte er sich eifrigst, ob wir den Herren kennten? Die meisten
durften es bejahen, wobei er denn viel Respekt bewies und große
Hoffnung auf die Mitwirkung dieses würdigen, tätigen Mannes
aussprach, ja es wollte scheinen, als wenn wir von diesem Augenblick
an besser bedient würden.
Wie wir nun alle hier Versammelten uns mit Leib und Seele einem
Fürsten angehörig bekannten, der seit mehreren Regierungsjahren so
große Vorzüge entwickelt und sich nunmehr auch im Kriegshandwerk, dem
er von Jugend auf zugetan gewesen, das er seit geraumer Zeit
getrieben, bewähren sollte, so ward auf sein Wohl und seiner
Angehörigen nach guter deutscher Weise angestoßen und getrunken,
besonders aber auf des Prinzen Bernhards Wohl, bei welchem kurz vor
dem Ausmarsch Obristwachtmeister von Weyrach, als Abgeordneter des
Regiments, Gevatter gestanden hatte.
Nun wusste jeder von dem Marsch selbst gar manches zu erzählen, wie
man, den Harz links lassend, an Goslar vorbei nach Northeim durch
Göttingen gekommen; da hörte man denn von trefflichen und schlechten
Quartieren, bäurisch-unfreundlichen, gebildet-missmutigen,
hypochondrisch-gefälligen Wirten, von Nonnenklöstern und mancherlei
Abwechslung des Weges und Wetters. Alsdann war man am östlichen Rand
Westfallens her bis Koblenz gezogen, hatte mancher hübschen Frau zu
gedenken, von seltsamen Geistlichen, unvermutet begegnenden Freunden,
zerbrochenen Rädern, umgeworfenen Wagen buntscheckigen Bericht zu
erstatten.
Von Koblenz aus beklagte man sich über bergige Gegenden,
beschwerliche Wege und mancherlei Mangel und rückte sodann, nachdem
man sich im Vergangenen kaum zerstreut, dem Wirklichen immer näher;
der Einmarsch nach Frankreich in dem schrecklichsten Wetter ward als
höchst unerfreulich und als würdiges Vorspiel beschrieben des
Zustandes, den wir, nach dem Lager zurückkehrend, voraussehen
konnten. Jedoch in solcher Gesellschaft ermutigt sich einer am
anderen, und ich besonders beruhigte mich beim Anblick der köstlichen
wollenen Decken, welche der Reitknecht aufgebunden hatte.
Im Lager fand ich abends in dem großen Zelt die beste Gesellschaft;
sie war dort beisammen geblieben, weil man keinen Fuß heraussetzen
konnte; alles war gutes Muts und voller Zuversicht. Die schnelle
Übergabe von Longwy bestätigte die Zusage der Emigrierten, man werde
überall mit offenen Armen aufgenommen sein, und es schien sich dem
großen Vorhaben des revolutionären Frankreichs, durch die Manifeste
des Herzogs von Braunschweig ausgesprochen, zeigten sich ohne
Ausnahme bei Preußen, Österreichern und Emigrierten.
Freilich durfte man nur das wahrhaft bekannt Gewordene erzählen, so
ging daraus hervor, dass ein Volk, auf solchen Grad verunreinigt,
nicht einmal in Parteien gespalten, sondern im Innersten zerrüttet,
in lauter Einzelheiten getrennt, dem hohen Einheitssinn der edel
Verbündeten nicht widerstehen könne.
Auch hatte man schon von Kriegstaten zu erzählen. Gleich nach dem
Eintritt in Frankreich stießen beim Rekognozieren fünf Eskadronen
Husaren von Wolfrat auf tausend Chasseurs, die von Sedan der unser
Vorrücken beobachten sollten. Die Unsrigen, wohl geführt, griffen an,
und da die Gegenseitigen sich tapfer wehrten, auch keinen
Pardonannehmen wollten, gab es ein gräulich Gemetzel, worin wir
siegten, Gefangene machten, Pferde, Karabiner und Säbel erbeuteten,
durch welches Vorspiel der kriegerische Geist erhöht, Hoffnung und
Zutrauen fester gegründet wurden.
Am 29. August geschah der Aufbruch aus diesen halberstarrten Erd- und
Wasserwogen, langsam und nicht ohne Beschwerde: denn wie sollte man
Zelte und Gepäck, Monturen und sonstiges nur einigermaßen reinlich
halten, da sich keine Stelle fand, wo man irgendetwas zurechtlegen
und ausbreiten können!
Die Aufmerksamkeit jedoch, welche die höchsten Heerführer diesem
Abmarsch zuwendeten, gab uns frisches Vertrauen. Auf das strengste
war alles Fuhrwerk ohne Ausnahme hinter die Kolonne beordert, nur
jeder Regimentschef berechtigt, eine Chaise vor seinem Zug hergehen
zu lassen; da ich denn das Glück hatte, im leichten, offenen
Wägelchen die Hauptarmee für diesmal anzuführen. Beide Häupter, der
König sowohl als der Herzog von Braunschweig, mit ihrem Gefolge
hatten sich da postiert, wo alles an ihnen vorbei musste. Ich sah sie
von weiten, und als wir herankamen, ritten Ihro Majestät an mein
Wäglein heran und fragten in Ihro lakonischen Art, wem das Fuhrwerk
gehöre? Ich antwortete laut: "Herzog von Weimar!" und wir zogen
vorwärts. Nicht leicht ist jemand von einem vornehmern Visitator
angehalten worden.
Weiterhin jedoch fanden wir den Weg hie und a etwas besser. In einer
wunderlichen Gegend, wo Hügel und Tal miteinander abwechselten, gab
es besonders für die zu Pferde noch trockene Räume genug, um sich
behaglich vorwärts bewegen zu können. Ich warf mich auf das meine,
und so ging es freier und lustiger fort; das Regiment hatte den
Vortritt bei der Armee, wir konnten also immer voraus sein und der
lästigen Bewegung des Ganzen völlig entgehen.
Der Marsch verließ die Hauptstraße, wir kamen über Arrancy, worauf
uns denn Chatillon l'Abbaye, als erste Kennzeichen der Revolution,
ein verkauftes Kirchengut, in halb abgebrochenen und zerstörten
Mauern zur Seite liegen blieb.
Nun aber sahen wir über Hügel und Tal des Königs Majestät sich eilig
zu Pferde bewegend, wie den Kern eines Kometen von einem langen,
schweifartigen Gefolge begleitet. Kaum war jedoch dieses Phänomen mit
Blitzesschnelle vor uns vorbei geschwunden, als ein zweites von einer
andern Seite den Hügel krönte oder das Tal erfüllte. Es war der
Herzog von Braunschweig, der Elemente gleicher Art an und nach sich
zog. Wir nun, obgleich mehr zum Beobachten als zum Beurteilen
geneigt, konnten doch der Betrachtung nicht ausweichen, welche von
beiden Gewalten denn eigentlich die obere sei? Welche wohl im
zweifelhaften Falle zu entscheiden habe? Unbeantwortete Fragen, die
uns nur Zweifel und Bedenklichkeiten zurückließen.
Was nun aber hierbei noch ernsteren Stoff zum Nachdenken gab, war,
dass man beide Heerführer so ganz frank und frei in ein Land
hineinreiten sah, wo nicht unwahrscheinlich in jedem Gebüsch ein
aufgeregter Todfeind lauern konnte. Doch mussten wir gestehen, dass
gerade das kühne persönliche Hingeben von jeher den Sieg errang und
die Herrschaft behauptete.
Bei wolkigem Himmel schien die Sonne sehr heiß; das Fuhrwerk in
grundlosem Boden fand ein schweres Fortkommen. Zerbrochene Räder an
Wagen und Kanonen machten gar manchen Aufenthalt, hie und da
ermattete Füseliere, die sich schon nicht mehr fortschleppen konnten.
Man hörte die Kanonade bei Thionville und wünschte jener Seite guten
Erfolg.
Abends erquickten wir uns im Lager bei Pillon. Eine liebliche
Waldwiesenahm uns auf, der Schatten erfrischte schon, zum Küchfeuer
war Gestrüpp genug bereit; ein Bach floss vorbei und bildete zwei
klare Bassins, die beide sogleich von Menschen und Tieren sollten
getrübt werden. Das eine gab ich frei, verteidigte das andere mit
Heftigkeit und ließ es sogleich mit Pfählen und Stricken umziehen.
Ohne Lärm gegen die Zudringlichkeiten ging es nicht ab. Da fragte
einer von unsern Reitern den andern, die eben ganz gelassen an ihrem
Zeug putzten: "Wer ist denn der, der sich so mausig macht?" -- "Ich
weiß nicht," versetzte der andere, "aber er hat recht."
Also kamen nun Preußen und Österreicher und ein Teil von Frankreich,
auf französischem Boden ihr Kriegshandwerk zu treiben. In wessen
Macht und Gewalt taten sie das? Sie konnten es in eignem Namen tun,
der Krieg war ihnen zum Teil erklärt, ihr Bund war kein Geheimnis;
aber nun ward noch ein Vorwand erfunden. Sie traten auf im Namen
Ludwigs XVI., sie requirierten nicht, aber sie borgten gewaltsam. Man
hatte Bons drucken lassen, die der Kommandierende unterzeichnete,
derjenige aber, der sie in Händen hatte, nach Befund beliebig
ausfüllte: Ludwig XVI. sollte bezahlen. Vielleicht hat nach dem
Manifest nichts so sehr das Volk gegen das Königtum aufgehetzt als
diese Behandlungsart. Ich war selbst bei einer solchen Szene
gegenwärtig, deren ich mich als höchst tragisch erinnere. Mehrere
Schäfer mochten ihre Herden vereinigt haben, um sie in Wäldern oder
sonst abgelegenen Orten sicher zu verbergen; von tätigen Patrouillen
aber aufgegriffen und zur Armee geführt, sahen sie sich zuerst wohl
und freundlich empfangen. Man fragte nach den verschiedenen
Besitzern, man sonderte und zählte die einzelnen Herden. Sorge und
Frucht, doch mit einiger Hoffnung, schwebte auf den Gesichtern der
tüchtigen Männer. Als sich aber dieses Verfahren dahin auflöste, dass
man die Herden unter Regimenter und Kompanien verteilte, den
Besitzern hingegen ganz höflich auf Ludwig XVI. gestellte Papiere
überreichte, indessen ihre wolligen Zöglinge von den ungeduldigen,
fleischlustigen Soldaten vor ihren Füßen ermordet wurden, so gesteh'
ich wohl: es ist mir nicht leicht eine grausamere Szene und ein
tieferer männlicher Schmerz in allen seinen Abstufungen jemals vor
Augen und zur Seele gekommen. Die griechischen Tragödien allein haben
so einfach tief Ergreifendes.


Den 30. August.
Vom heutigen Tag, der uns gegen Verdun bringen sollte, versprachen
wir uns Abenteuer, und sie blieben nicht aus. Der auf- und abwärts
gehende Weg war schon besser getrocknet, das Fuhrwerk zog
ungehinderter dahin, die Reiter bewegten sich leichter und
vergnüglich.
Es hatte sich eine muntere Gesellschaft zusammengefunden, die, wohl
beritten, so weit vorging, bis sie einen Zug Husaren antraf, der den
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    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1655
    37.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4178
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1733
    37.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4260
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1722
    39.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4121
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1756
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4049
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1734
    35.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4170
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1749
    36.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4106
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1690
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4104
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1692
    38.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4122
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1705
    36.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Kampagne in Frankreich - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4031
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1719
    36.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Kampagne in Frankreich - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 192
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 143
    65.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    73.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    76.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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