Italienische Reise — Band 2 - 15

Süzlärneñ gomumi sanı 4097
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1722
37.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
51.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
58.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
jenes Ganzen streben, sich nach allen Seiten wieder auszudehnen; das
Organ wünscht sich nach allen Seiten bis ins Unendliche fortzusetzen.
Es will das umgebende Ganze nicht nur in sich spiegeln, sondern,
soweit es kann, selbst dies umgebende Ganze sein.
Daher ergreift jede höhere Organisation ihrer Natur nach die ihr
untergeordnete und trägt sie in ihr Wesen über. Die Pflanze den
unorganisierten Stoff durch bloßes Werden und Wachsen; das Tier die
Pflanzen durch Werden, Wachsen und Genuß; der Mensch verwandelt nicht
nur Tier und Pflanze durch Werden, Wachsen und Genuß in sein innres
Wesen, sondern faßt zugleich alles, was seiner Organisation sich
unterordnet, durch die unter allen am hellsten geschliffne, spiegelnde
Oberfläche seines Wesens, in den Umfang seines Daseins auf und stellt
es, wenn sein Organ sich bildend in sich selbst vollendet, verschönert
außer sich wieder dar.
Wo nicht, so muß er das, was um ihn her ist, durch Zerstörung in den
Umfang seines wirklichen Daseins ziehn und verheerend um sich greifen,
so weit er kann, da einmal die reine unschuldige Beschauung seinen
Durst nach ausgedehntem wirklichem Dasein nicht ersetzen kann."



April
Korrespondenz
Rom, den 10. April.
Noch bin ich in Rom mit dem Leibe, nicht mit der Seele. Sobald der
Entschluß fest war, abzugehen, hatte ich auch kein Interesse mehr, und
ich wäre lieber schon vierzehn Tage fort. Eigentlich bleibe ich noch
um Kaysers willen und um Burys willen. Ersterer muß noch einige
Studien absolvieren, die er nur hier in Rom machen kann, noch einige
Musikalien sammeln; der andere muß noch die Zeichnung zu einem Gemälde
nach meiner Erfindung ins reine bringen, dabei er meines Rats bedarf.
Doch hab' ich den 21. oder 22. April zur Abreise festgesetzt.

Rom den 11. April.
Die Tage vergehn, und ich kann nichts mehr tun. Kaum mag ich noch
etwas sehen; mein ehrlicher Meyer steht mir noch bei, und ich genieße
noch zuletzt seines unterrichtenden Umgangs. Hätte ich Kaysern nicht
bei mir, so hätte ich jenen mitgebracht. Wenn wir ihn nur ein Jahr
gehabt hätten, so wären wir weit genug gekommen. Besonders hätte er
bald über alle Skrupel im Köpfezeichnen hinausgeholfen.
Ich war mit meinem guten Meyer diesen Morgen in der französischen
Akademie, wo die Abgüsse der besten Statuen des Altertums
beisammenstehn. Wie könnt' ich ausdrücken, was ich hier wie zum
Abschied empfand? In solcher Gegenwart wird man mehr, als man ist;
man fühlt, das Würdigste, womit man sich beschäftigen sollte, sei die
menschliche Gestalt, die man hier in aller mannigfaltigen Herrlichkeit
gewahr wird. Doch wer fühlt bei einem solchen Anblick nicht alsobald,
wie unzulänglich er sei; selbst vorbereitet steht man wie vernichtet.
Hatte ich doch Proportion, Anatomie, Regelmäßigkeit der Bewegung mir
einigermaßen zu verdeutlichen gesucht, hier aber fiel mir nur zu sehr
auf, daß die Form zuletzt alles einschließe, der Glieder
Zweckmäßigkeit, Verhältnis, Charakter und Schönheit.

Rom, den 14. April.
Die Verwirrung kann wohl nicht größer werden! Indem ich nicht abließ,
an jenem Fuß fortzumodellieren, ging mir auf, daß ich nunmehr "Tasso"
unmittelbar angreifen müßte, zu dem sich denn auch meine Gedanken
hinwendeten, ein willkommener Gefährte zur bevorstehenden Reise.
Dazwischen wird eingepackt, und man sieht in solchem Augenblicke erst,
was man alles um sich versammelt und zusammengeschleppt hat.



Bericht
April
Meine Korrespondenz der letzten Wochen bietet wenig Bedeutendes; meine
Lage war zu verwickelt zwischen Kunst und Freundschaft, zwischen
Besitz und Bestreben, zwischen einer gewohnten Gegenwart und einer
wieder neu anzugewöhnenden Zukunft. In diesen Zuständen konnten meine
Briefe wenig enthalten; die Freude, meine alten geprüften Freunde
wiederzusehen, war nur mäßig ausgesprochen, der Schmerz des Loslösens
dagegen kaum verheimlicht. Ich fasse daher in gegenwärtigen
nachträglichen Bericht manches zusammen und nehme nur das auf, was aus
jener Zeit mir teils durch andere Papiere und Denkmale bewahrt, teils
in der Erinnerung wieder hervorzurufen ist.

Tischbein verweilte noch immer in Neapel, ob er schon seine
Zurückkunft im Frühling wiederholt angekündigt hatte. Es war sonst
mit ihm gut leben, nur ein gewisser Tik ward auf die Länge
beschwerlich. Er ließ nämlich alles, was er zu tun vorhatte, in einer
Art Unbestimmtheit, wodurch er oft ohne eigentlich bösen Willen andere
zu Schaden und Unlust brachte. So erging es mir nun auch in diesem
Falle; ich mußte, wenn er zurückkehrte, um uns alle bequem logiert zu
sehen, das Quartier verändern, und da die obere Etage unsers Hauses
eben leer ward, säumte ich nicht, sie zu mieten und sie zu beziehen,
damit er bei seiner Ankunft in der untern alles bereit fände.
Die oberen Räume waren den unteren gleich, die hintere Seite jedoch
hatte den Vorteil einer allerliebsten Aussicht über den Hausgarten und
die Gärten der Nachbarschaft, welche, da unser Haus ein Eckhaus war,
sich nach allen Seiten ausdehnte.
Hier sah man nun die verschiedensten Gärten, regelmäßig durch Mauern
getrennt, in unendlicher Mannigfaltigkeit gehalten und bepflanzt;
dieses grünende und blühende Paradies zu verherrlichen, trat überall
die einfach edle Baukunst hervor: Gartensäle, Balkone, Terrassen, auch
auf den höhern Hinterhäuschen eine offne Loge, dazwischen alle
Baum--und Pflanzenarten der Gegend.
In unserm Hausgarten versorgte ein alter Weltgeistlicher eine Anzahl
wohlgehaltener Zitronenbäume von mäßiger Höhe in verzierten Vasen von
gebrannter Erde, welche im Sommer der freien Luft genossen, im Winter
jedoch im Gartensaale verwahrt standen. Nach vollkommen geprüfter
Reife wurden die Früchte sorgfältig abgenommen, jede einzeln in
weiches Papier gewickelt, so zusammengepackt und versendet. Sie sind
wegen besonderer Vorzüge im Handel beliebt. Eine solche Orangerie
wird als ein kleines Kapital in bürgerlichen Familien betrachtet,
wovon man alle Jahre die gewissen Interessen zieht.
Dieselbigen Fenster, aus welchen man so viel Anmut beim klarsten
Himmel ungestört betrachtete, gaben auch ein vortreffliches Licht zu
Beschauung malerischer Kunstwerke. Soeben hatte Kniep verschiedene
Aquarellzeichnungen, ausgeführt nach Umrissen, die er auf unsrer Reise
durch Sizilien sorgfältig zog, verabredetermaßen eingesendet, die
nunmehr bei dem günstigsten Licht allen Teilnehmenden zu Freude und
Bewunderung gereichten. Klarheit und luftige Haltung ist vielleicht
in dieser Art keinem besser gelungen als ihm, der sich mit Neigung
gerade hierauf geworfen hatte. Die Ansicht dieser Blätter bezauberte
wirklich, denn man glaubte, die Feuchte des Meers, die blauen Schatten
der Felsen, die gelbrötlichen Töne der Gebirge, das Verschweben der
Ferne in dem glanzreichsten Himmel wieder zu sehen, wieder zu
empfinden. Aber nicht allein diese Blätter erschienen in solchem
Grade günstig, jedes Gemälde, auf dieselbe Staffelei, an denselben Ort
gestellt, erschien wirksamer und auffallender; ich erinnere mich, daß
einigemal, als ich ins Zimmer trat, mir ein solches Bild wie
zauberisch entgegenwirkte.
Das Geheimnis einer günstigen oder ungünstigen, direkten oder
indirekten atmosphärischen Beleuchtung war damals noch nicht entdeckt,
sie selbst aber durchaus gefühlt, angestaunt und als nur zufällig und
unerklärbar betrachtet.

Diese neue Wohnung gab nun Gelegenheit, eine Anzahl von Gipsabgüssen,
die sich nach und nach um uns gesammelt hatten, in freundlicher
Ordnung und gutem Lichte aufzustellen, und man genoß jetzt erst eines
höchst würdigen Besitzes. Wenn man, wie in Rom der Fall ist, sich
immerfort in Gegenwart plastischer Kunstwerke der Alten befindet, so
fühlt man sich wie in Gegenwart der Natur vor einem Unendlichen,
Unerforschlichen. Der Eindruck des Erhabenen, des Schönen, so
wohltätig er auch sein mag, beunruhigt uns, wir wünschen unsre Gefühle,
unsre Anschauung in Worte zu fassen: dazu müßten wir aber erst
erkennen, einsehen, begreifen; wir fangen an zu sondern, zu
unterscheiden, zu ordnen, und auch dieses finden wir, wo nicht
unmöglich, doch höchst schwierig, und so kehren wir endlich zu einer
schauenden und genießenden Bewunderung zurück.
überhaupt aber ist dies die entschiedenste Wirkung aller Kunstwerke,
daß sie uns in den Zustand der Zeit und der Individuen versetzen, die
sie hervorbrachten. Umgeben von antiken Statuen, empfindet man sich
in einem bewegten Naturleben, man wird die Mannigfaltigkeit der
Menschengestaltung gewahr und durchaus auf den Menschen in seinem
reinsten Zustande zurückgeführt, wodurch denn der Beschauer selbst
lebendig und rein menschlich wird. Selbst die Bekleidung, der Natur
angemessen, die Gestalt gewissermaßen noch hervorhebend, tut im
allgemeinen Sinne wohl. Kann man dergleichen Umgebung in Rom
tagtäglich genießen, so wird man zugleich habsüchtig darnach; man
italki
verlangt, solche Gebilde neben sich aufzustellen, und gute Gipsabgüsse
als die eigentlichsten Faksimiles geben hiezu die beste Gelegenheit.
Wenn man des Morgens die Augen aufschlägt, fühlt man sich von dem
Vortrefflichsten gerührt; alles unser Denken und Sinnen ist von
solchen Gestalten begleitet, und es wird dadurch unmöglich, in
Barbarei zurückzufallen.
Den ersten Platz bei uns behauptete Juno Ludovisi, um desto höher
geschätzt und verehrt, als man das Original nur selten, nur zufällig
zu sehen bekam und man es für ein Glück achten mußte, sie immerwährend
vor Augen zu haben; denn keiner unsrer Zeitgenossen, der zum erstenmal
vor sie hintritt, darf behaupten, diesem Anblick gewachsen zu sein.
Noch einige kleinere Junonen standen zur Vergleichung neben ihr,
vorzüglich Büsten Jupiters und, um anderes zu übergehen, ein guter
alter Abguß der Medusa Rondanini; ein wundersames Werk, das, den
Zwiespalt zwischen Tod und Leben, zwischen Schmerz und Wollust
ausdrückend, einen unnennbaren Reiz wie irgendein anderes Problem über
uns ausübt.
Doch erwähn' ich noch eines Herkules Anax, so kräftig und groß, als
verständig und mild; sodann eines allerliebsten Merkur, deren beider
Originale sich jetzt in England befinden.
Halberhobene Arbeiten, Abgüsse von manchen schönen Werken gebrannter
Erde, auch die ägyptischen, von dem Gipfel des großen Obelisk genommen,
und was nicht sonst an Fragmenten, worunter einige marmorne waren,
standen wohl eingereiht umher.
Ich spreche von diesen Schätzen, welche nur wenige Wochen in die neue
Wohnung gereiht standen, wie einer, der sein Testament überdenkt, den
ihn umgebenden Besitz mit Fassung, aber doch gerührt ansehen wird.
Die Umständlichkeit, die Bemühung und Kosten und eine gewisse
Unbehülflichkeit in solchen Dingen hielten mich ab, das Vorzüglichste
sogleich nach Deutschland zu bestimmen. Juno Ludovisi war der edlen
Angelika zugedacht, weniges andere den nächsten Künstlern, manches
gehörte noch zu den Tischbeinischen Besitzungen, anderes sollte
unangetastet bleiben und von Bury, der das Quartier nach mir bezog,
nach seiner Weise benutzt werden.
Indem ich dieses niederschreibe, werden meine Gedanken in die frühsten
Zeiten hingeführt und die Gelegenheiten hervorgerufen, die mich
anfänglich mit solchen Gegenständen bekannt machten, meinen Anteil
erregten, bei einem völlig ungenügenden Denken einen überschwenglichen
Enthusiasmus hervorriefen und die grenzenlose Sehnsucht nach Italien
zur Folge hatten.
In meiner frühsten Jugend ward ich nichts Plastisches in meiner
Vaterstadt gewahr; in Leipzig machte zuerst der gleichsam tanzend
auftretende, die Zimbeln schlagende Faun einen tiefen Eindruck, so daß
ich mir den Abguß noch jetzt in seiner Individualität und Umgebung
denken kann. Nach einer langen Pause ward ich auf einmal in das volle
Meer gestürzt, als ich mich von der Mannheimer Sammlung in dem von
oben wohlbeleuchteten Saale plötzlich umgeben sah.
Nachher fanden sich Gipsgießer in Frankfurt ein, sie hatten sich mit
manchen Originalabgüssen über die Alpen begeben, welche sie sodann
abformten und die Originale für einen leidlichen Preis abließen. So
erhielt ich einen ziemlich guten Laokoons-Kopf, Niobes Töchter, ein
Köpfchen, später für eine Sappho angesprochen, und noch sonst einiges.
Diese edlen Gestalten waren eine Art von heimlichem Gegengift, wenn
das Schwache, Falsche, Manierierte über mich zu gewinnen drohte.
Eigentlich aber empfand ich immer innerliche Schmerzen eines
unbefriedigten, sich aufs Unbekannte beziehenden, oft gedämpften und
immer wieder auflebenden Verlangens. Groß war der Schmerz daher, als
ich, aus Rom scheidend, von dem Besitz des endlich Erlangten,
sehnlichst Gehofften mich lostrennen sollte.

Die Gesetzlichkeit der Pflanzenorganisation, die ich in Sizilien
gewahr worden, beschäftigte mich zwischen allem durch, wie es
Neigungen zu tun pflegen, die sich unsres Innern bemächtigen und sich
zugleich unsern Fähigkeiten angemessen erzeigen. Ich besuchte den
botanischen Garten, welcher, wenn man will, in seinem veralteten
Zustande geringen Reiz ausübte, auf mich aber doch, dem vieles, was er
dort vorfand, neu und unerwartet schien, einen günstigen Einfluß hatte.
Ich nahm daher Gelegenheit, manche seltenere Pflanzen um mich zu
versammeln und meine Betrachtungen darüber fortzusetzen, sowie die von
mir aus Samen und Kernen erzogenen fernerhin pflegend zu beobachten.
In diese letzten besonders wollten bei meiner Abreise mehrere Freunde
sich teilen. Ich pflanzte den schon einigermaßen erwachsenen
Piniensprößling, Vorbildchen eines künftigen Baumes, bei Angelika in
den Hausgarten, wo er durch manche Jahre zu einer ansehnlichen Höhe
gedieh, wovon mir teilnehmende Reisende zu wechselseitigem Vergnügen,
wie auch von meinem Andenken an jenem Platze, gar manches zu erzählen
wußten. Leider fand der nach dem Ableben jener unschätzbaren Freundin
eintretende neue Besitzer es unpassend, auf seinen Blumenbeeten ganz
unörtlich Pinien hervorwachsen zu sehen. Späterhin fanden
wohlwollende, darnach forschende Reisende die Stelle leer und hier
wenigstens die Spur eines anmutigen Daseins ausgelöscht.
Glücklicher waren einige Dattelpflanzen, die ich aus Kernen gezogen
hatte. Wie ich denn überhaupt die merkwürdige Entwicklung derselben
durch Aufopferung mehrerer Exemplare von Zeit zu Zeit beobachtete; die
überbliebenen, frisch aufgeschossenen übergab ich einem römischen
Freunde, der sie in einen Garten der Sixtinischen Straße pflanzte, wo
sie noch am Leben sind, und zwar bis zur Manneshöhe herangewachsen,
wie ein erhabener Reisende mir zu versichern die Gnade hatte. Mögen
sie den Besitzern nicht unbequem werden und fernerhin zu meinem
Andenken grünen, wachsen und gedeihen!

Auf dem Verzeichnisse, was vor der Abreise von Rom allenfalls
nachzuholen sein möchte, fanden sich zuletzt sehr disparate
Gegenstände, die Cloaca Massima und die Katakomben bei St. Sebastian.
Die erste erhöhte wohl noch den kolossalen Begriff, wozu uns Piranesi
vorbereitet hatte; der Besuch des zweiten Lokals geriet jedoch nicht
zum besten, denn die ersten Schritte in diese dumpfigen Räume erregten
mir alsobald ein solches Mißbehagen, daß ich sogleich wieder ans
Tageslicht hervorstieg und dort im Freien in einer ohnehin unbekannten,
fernen Gegend der Stadt die Rückkunft der übrigen Gesellschaft
abwartete, welche, gefaßter als ich, die dortigen Zustände getrost
beschauen mochte.
In dem großen Werke "Roma sotterranea, di Antonio Bosio Romano"
belehrt' ich mich lange Zeit nachher umständlich von allem dem, was
ich dort gesehen oder auch wohl nicht gesehen hätte, und glaubte mich
dadurch hinlänglich entschädigt.
Eine andere Wallfahrt wurde dagegen mit mehr Nutzen und Folge
unternommen: es war zu der Akademie S. Luca, dem Schädel Raffaels
unsre Verehrung zu bezeigen, welcher dort als ein Heiligtum aufbewahrt
wird, seitdem er aus dem Grabe dieses außerordentlichen Mannes, das
man bei einer baulichen Angelegenheit eröffnet hatte, daselbst
entfernt und hierher gebracht worden.
Ein wahrhaft wundersamer Anblick! Eine so schön als nur denkbar
zusammengefaßte und abgerundete Schale, ohne eine Spur von jenen
Erhöhungen, Beulen und Buckeln, welche, später an andern Schädeln
bemerkt, in der Gallischen Lehre zu so mannigfaltiger Bedeutung
geworden sind. Ich konnte mich von dem Anblick nicht losreißen und
bemerkte beim Weggehen, wie bedeutend es für Natur--und Kunstfreunde
sein müßte, einen Abguß davon zu haben, wenn es irgend möglich wäre.
Hofrat Reiffenstein, dieser einflußreiche Freund, gab mir Hoffnung und
erfüllte sie nach einiger Zeit, indem er mir wirklich einen solchen
Abguß nach Deutschland sendete, dessen Anblick mich noch oft zu den
mannigfaltigsten Betrachtungen aufruft.
Das liebenswürdige Bild von des Künstlers Hand, St. Lucas, dem die
Mutter Gottes erscheint, damit er sie in ihrer vollen göttlichen
Hoheit und Anmut wahr und natürlich darstellen möge, gewährte den
heitersten Anblick. Raffael selbst, noch jung, steht in einiger
Entfernung und sieht dem Evangelisten bei der Arbeit zu. Anmutiger
kann man wohl nicht einen Beruf, zu dem man sich entschieden
hingezogen fühlt, ausdrücken und bekennen.
Peter von Cortona war ehmals der Besitzer dieses Werks und hat solches
der Akademie vermacht. Es ist freilich an manchen Stellen beschädigt
und restauriert, aber doch immer ein Gemälde von bedeutendem Wert.

In diesen Tagen jedoch ward ich durch eine ganz eigene Versuchung
geprüft, die meine Reise zu verhindern und mich in Rom aufs neue zu
fesseln drohte. Es kam nämlich von Neapel Herr Antonio Rega, Künstler
und ebenfalls Kunsthändler, zu Freund Meyer, ihm vertraulich
ankündigend, er sei mit einem Schiffe hier angekommen, welches draußen
an Ripa grande liege, wohin er ihn mitzugehen hiedurch einlade, denn
er habe auf demselben eine bedeutende antike Statue, jene Tänzerin
oder Muse, welche in Neapel im Hofe des Palasts Caraffa Colombrano
nebst andern in einer Nische seit undenklichen Jahren gestanden und
durchaus für ein gutes Werk gehalten worden sei. Er wünsche diese zu
verkaufen, aber in der Stille, und frage deshalb an, ob nicht etwa
Herr Meyer selbst oder einer seiner vertrauten Freunde sich zu diesem
Handel entschließen könnte. Er biete das edle Kunstwerk zu einem auf
alle Fälle höchst mäßigen Preise von dreihundert Zechinen, welche
Forderung sich ohne Frage erhöhen möchte, wenn man nicht in Betracht
der Verkäufer und des Käufers mit Vorsicht zu verfahren Ursache hätte.
Mir ward die Sache sogleich mitgeteilt, und wir eilten selbdritte zu
dem von unsrer Wohnung ziemlich entfernten Landungsplatz. Rega hub
sogleich ein Brett von der Kiste, die auf dem Verdeck stand, und wir
sahen ein allerliebstes Köpfchen, das noch nie vom Rumpfe getrennt
gewesen, unter freien Haarlocken hervorblickend, und nach und nach
aufgedeckt eine lieblich bewegte Gestalt, im anständigsten Gewande,
übrigens wenig versehrt und die eine Hand vollkommen gut erhalten.
Sogleich erinnerten wir uns recht gut, sie an Ort und Stelle gesehen
zu haben, ohne zu ahnen, daß sie uns je so nah kommen könnte.
Hier nun fiel uns ein, und wem hätte es nicht einfallen sollen:
"Gewiß", sagten wir, "wenn man ein ganzes Jahr mit bedeutenden Kosten
gegraben hätte und zuletzt auf einen solchen Schatz gestoßen wäre, man
hätte sich höchst glücklich gefunden." Wir konnten uns kaum von der
Betrachtung losreißen, denn ein so reines, wohlerhaltenes Altertum in
einem leicht zu restaurierenden Zustande kam uns wohl niemals zu
Gesicht. Doch schieden wir zuletzt mit Vorsatz und Zusage, baldigste
Antwort vernehmen zu lassen.



Wir waren beiderseits in einem wahrhaften Kampf begriffen, es schien
uns in mancher Betrachtung unrätlich, diesen Ankauf zu machen; wir
entschlossen uns daher, den Fall der guten Frau Angelika zu melden,
als wohl vermögend zum Ankauf und durch ihre Verbindung zu
Restauration und sonstigen Vorkommenheiten hinlänglich geeignet.
Meyer übernahm die Meldung, wie früher die wegen des Bildes von Daniel
von Volterra, und wir hofften deshalb das beste Gelingen. Allein die
umsichtige Frau, mehr aber noch der ökonomische Gemahl lehnten das
Geschäft ab, indem sie wohl auf Malereien bedeutende Summen
verwendeten, sich aber auf Statuen einzulassen keineswegs den
Entschluß fassen könnten.
Nach dieser ablehnenden Antwort wurden wir nun wieder zu neuer
überlegung aufgeregt; die Gunst des Glückes schien ganz eigen; Meyer
betrachtete den Schatz noch einmal und überzeugte sich, daß das
Bildwerk nach seinen Gesamtzeichen wohl als griechische Arbeit
anzuerkennen sei, und zwar geraume Zeit vor Augustus hinauf,
vielleicht bis an Hiero II. geordnet werden könnte.
Den Kredit hatte ich wohl, dieses bedeutende Kunstwerk anzuschaffen,
Rega schien sogar auf Stückzahlung eingehen zu wollen, und es war ein
Augenblick, wo wir uns schon im Besitz des Bildnisses und solches in
unserm großen Saal wohlbeleuchtet aufgestellt zu sehen glaubten.
Wie aber denn doch zwischen einer leidenschaftlichen Liebesneigung und
einem abzuschließenden Heiratskontrakt noch manche Gedanken sich
einzudringen pflegen, so war es auch hier, und wir durften ohne Rat
und Zustimmung unsrer edlen Kunstverwandten, des Herrn Zucchi und
seiner wohlmeinenden Gattin, eine solche Verbindung nicht unternehmen,
denn eine Verbindung war es im ideell-pygmalionischen Sinne, und ich
leugne nicht, daß der Gedanke, dieses Wesen zu besitzen, bei mir tiefe
Wurzel gefaßt hatte. Ja, als ein Beweis, wie sehr ich mir hierin
schmeichelte, mag das Bekenntnis gelten, daß ich dieses Ereignis als
einen Wink höherer Dämonen ansah, die mich in Rom festzuhalten und
alle Gründe, die mich zum Entschluß der Abreise vermocht, auf das
tätigste niederzuschlagen gedächten.
Glücklicherweise waren wir schon in den Jahren, wo die Vernunft dem
Verstand in solchen Fällen zu Hülfe zu kommen pflegt, und so mußte
denn Kunstneigung, Besitzeslust und was ihnen sonst beistand,
Dialektik und Aberglaube, vor den guten Gesinnungen weichen, welche
die edle Freundin Angelika mit Sinn und Wohlwollen an uns zu wenden
die Geneigtheit hatte. Bei ihren Vorstellungen traten daher aufs
klarste die sämtlichen Schwierigkeiten und Bedenklichkeiten an den Tag,
die sich einem solchen Unternehmen entgegenstellten. Ruhige, bisher
den Kunst--und Altertumstudien sich widmende Männer griffen auf einmal
in den Kunsthandel ein und erregten die Eifersucht der zu solchem
Geschäft herkömmlich Berechtigten. Die Schwierigkeiten der
Restauration seien mannigfaltig, und es frage sich, inwiefern man
dabei werde billig und redlich bedient werden. Wenn ferner bei der
Absendung auch alles in möglichster Ordnung gehe, so könnten doch
wegen der Erlaubnis der Ausfuhr eines solchen Kunstwerkes am Schluß
noch Hindernisse entstehen, und was alsdann noch wegen der überfahrt
und des Anlandens und Ankommens zu Hause alles noch für
Widerwärtigkeiten zu befürchten seien. Über solche Betrachtungen,
hieß es, gehe der Handelsmann hinaus, sowohl Mühe als Gefahr setze
sich in einem großen Ganzen ins Gleichgewicht, dagegen sei ein
einzelnes Unternehmen dieser Art auf jede Weise bedenklich.
Durch solche Vorstellungen wurde denn nach und nach Begierde, Wunsch
und Vorsatz gemildert, geschwächt, doch niemals ganz ausgelöscht,
besonders da sie endlich zu großen Ehren gelangte; denn sie steht
gegenwärtig im Museo Pio-Clementino in einem kleinen angebauten, aber
mit dem Museum in Verbindung stehenden Kabinett, wo im Fußboden die
wunderschönen Mosaiken von Masken und Laubgewinden eingesetzt sind.
Die übrige Gesellschaft von Statuen in jenem Kabinett besteht 1) aus
der auf der Ferse sitzenden Venus, an deren Base der Name des Bupalus
eingegraben steht; 2) ein sehr schöner kleiner Ganymedes; 3) die
schöne Statue eines Jünglings, dem, ich weiß nicht ob mit Recht, der
Name Adonis beigelegt wird; 4) ein Faun aus Rosso Antico; 5) der ruhig
stehende Discobolus.
Visconti hat im dritten, gedachtem Museum gewidmeten Bande dieses
Denkmal beschrieben, nach seiner Weise erklärt und auf der dreißigsten
Tafel abbilden lassen; da denn jeder Kunstfreund mit uns bedauern kann,
daß es uns nicht gelungen, sie nach Deutschland zu schaffen und sie
irgendeiner vaterländischen großen Sammlung hinzuzugesellen.

Man wird es natürlich finden, daß ich bei meinen Abschiedsbesuchen
jene anmutige Mailänderin nicht vergaß. Ich hatte die Zeit her von
ihr manches Vergnügliche gehört: wie sie mit Angelika immer vertrauter
geworden und sich in der höhern Gesellschaft, wohin sie dadurch
gelangt, gar gut zu benehmen wisse. Auch konnte ich die Vermutung
nähren und den Wunsch, daß ein wohlhabender junger Mann, welcher mit
Zucchis im besten Vernehmen stand, gegen ihre Anmut nicht
unempfindlich und ernstere Absichten durchzuführen nicht abgeneigt sei.

Nun fand ich sie im reinlichen Morgenkleide, wie ich sie zuerst in
Castel Gandolfo gesehen; sie empfing mich mit offner Anmut und drückte
mit natürlicher Zierlichkeit den wiederholten Dank für meine Teilnahme
gar liebenswürdig aus. "Ich werd' es nie vergessen", sagte sie, "daß
ich, aus Verwirrung mich wieder erholend, unter den anfragenden
geliebten und verehrten Namen auch den Eurigen nennen hörte; ich
forschte mehrmals, ob es denn auch wahr sei. Ihr setztet Eure
Erkundigungen durch mehrere Wochen fort, bis endlich mein Bruder Euch
besuchend für uns beide danken konnte. Ich weiß nicht, ob er's
ausgerichtet hat, wie ich's ihm auftrug, ich wäre gern mitgegangen,
wenn sich's geziemte." Sie fragte nach dem Weg, den ich nehmen wollte,
und als ich ihr meinen Reiseplan vorerzählte, versetzte sie: "Ihr
seid glücklich, so reich zu sein, daß Ihr Euch dies nicht zu versagen
braucht; wir andern müssen uns in die Stelle finden, welche Gott und
seine Heiligen uns angewiesen. Schon lange seh' ich vor meinem
Fenster Schiffe kommen und abgehen, ausladen und einladen; das ist
unterhaltend, und ich denke manchmal, woher und wohin das alles?" Die
Fenster gingen gerade auf die Treppen von Ripetta, die Bewegung war
eben sehr lebhaft.
Sie sprach von ihrem Bruder mit Zärtlichkeit, freute sich, seine
Haushaltung ordentlich zu führen, ihm möglich zu machen, daß er bei
mäßiger Besoldung noch immer etwas zurück in einem vorteilhaften
Handel anlegen könne; genug, sie ließ mich zunächst mit ihren
Zuständen durchaus vertraut werden. Ich freute mich ihrer
Gesprächigkeit; denn eigentlich macht' ich eine gar wunderliche Figur,
indem ich schnell alle Momente unsres zarten Verhältnisses vom ersten
Augenblick an bis zum letzten mir wieder vorzurollen gedrängt war.
Nun trat der Bruder herein, und der Abschied schloß sich in
freundlicher, mäßiger Prosa.
Als ich vor die Türe kam, fand ich meinen Wagen ohne den Kutscher, den
ein geschäftiger Knabe zu holen lief. Sie sah heraus zum Fenster des
Entresols, den sie in einem stattlichen Gebäude bewohnten; es war
nicht gar hoch, man hätte geglaubt, sich die Hand reichen zu können.
"Man will mich nicht von Euch wegführen, seht Ihr", rief ich aus, "man
weiß, so scheint es, daß ich ungern von Euch scheide."
Was sie darauf erwiderte, was ich versetzte, den Gang des anmutigsten
Gespräches, das, von allen Fesseln frei, das Innere zweier sich nur
halbbewußt Liebenden offenbarte, will ich nicht entweihen durch
Wiederholung und Erzählung; es war ein wunderbares, zufällig
eingeleitetes, durch innern Drang abgenötigtes lakonisches
Schlußbekenntnis der unschuldigsten und zartesten wechselseitigen
Gewogenheit, das mir auch deshalb nie aus Sinn und Seele gekommen ist.

Auf eine besonders feierliche Weise sollte jedoch mein Abschied aus
Rom vorbereitet werden; drei Nächte vorher stand der volle Mond am
klarsten Himmel, und ein Zauber, der sich dadurch über die ungeheure
Stadt verbreitet, so oft empfunden, ward nun aufs eindringlichste
fühlbar. Die großen Lichtmassen, klar, wie von einem milden Tage
beleuchtet, mit ihren Gegensätzen von tiefen Schatten, durch Reflexe
manchmal erhellt, zur Ahnung des Einzelnen, setzen uns in einen
Zustand wie von einer andern, einfachern, größern Welt.
Nach zerstreuenden, mitunter peinlich zugebrachten Tagen macht' ich
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Italienische Reise — Band 2 - 16
  • Büleklär
  • Italienische Reise — Band 2 - 01
    Süzlärneñ gomumi sanı 4273
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1606
    39.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 02
    Süzlärneñ gomumi sanı 4329
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1617
    38.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 03
    Süzlärneñ gomumi sanı 4335
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1684
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4288
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1586
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4274
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1677
    39.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4230
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1641
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4208
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1755
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1724
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4099
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1747
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4143
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1803
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4227
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1486
    37.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4184
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1557
    36.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4341
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4237
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1446
    40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4097
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1722
    37.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 370
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 276
    47.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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