Italienische Reise — Band 2 - 09

Süzlärneñ gomumi sanı 4099
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1747
37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
50.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
57.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
Einbildungskraft sich etwas Unmögliches hervorzubringen bemüht war,
jene heitern, dem offnen, frohen Tag allein gehörigen Züge, diesen
Ausdruck unbefangenen, stillvorschreitenden Lebens nunmehr durch
Tränen getrübt, durch Krankheit entstellt und eine so frische Jugend
durch inneres und äußeres Leiden so frühzeitig blaß und schmächtig zu
denken.
In solcher Stimmung war freilich ein so großes Gegengewicht als eine
Reihenfolge des Bedeutendsten, das teils dem Auge durch sein Dasein,
teils der Einbildungskraft durch nie verschollene Würde genug zu tun
gab, höchst ersehnt und nichts natürlicher, als das meiste davon mit
inniger Trauer anzublicken.
Waren die alten Monumente nach so vielen Jahrhunderten meistens zu
unförmlichen Massen zerfallen, so mußte man bei neueren
aufrechtstehenden Prachtgebäuden gleichermaßen den Verfall so vieler
Familien in der späteren Zeit bedauern, ja, selbst das noch frisch im
Leben Erhaltene schien an einem heimlichen Wurm zu kranken; denn wie
wollte sich das Irdische ohne eigentlich physische Kraft durch
sittliche und religiöse Stützen allein in unsern Tagen aufrecht
erhalten? Und wie einem heiteren Sinn auch die Ruine wieder zu
beleben, gleich einer frischen, unsterblichen Vegetation, verfallene
Mauern und zerstreute Blöcke wieder mit Leben auszustatten gelingt, so
entkleidet ein trauriger Sinn das lebendige Dasein von seinem
schönsten Schmuck und möchte es uns gern als ein nacktes Gerippe
aufdringen.
Auch zu einer Gebirgsreise, die wir noch vor Winters in heiterer
Gesellschaft zu vollbringen gedachten, konnt' ich mich nicht
entschließen, bis ich, einer erfolgten Besserung gewiß und durch
sorgfältige Anstalten gesichert, Nachricht von ihrer Genesung auch an
denen Orten erhalten sollte, wo ich sie so munter als liebenswürdig in
den schönsten Herbsttagen kennen gelernt hatte.

Schon die ersten Briefe aus Weimar über "Egmont" enthielten einige
Ausstellungen über dieses und jenes; hiebei erneute sich die alte
Bemerkung, daß der unpoetische, in seinem bürgerlichen Behagen bequeme
Kunstfreund gewöhnlich da einen Anstoß nimmt, wo der Dichter ein
Problem aufzulösen, zu beschönigen oder zu verstecken gesucht hat.
Alles soll, so will es der behagliche Leser, im natürlichen Gange
fortgehen; aber auch das Ungewöhnliche kann natürlich sein, scheint es
aber demjenigen nicht, der auf seinen eigenen Ansichten verharrt. Ein
Brief dieses Inhalts war angekommen, ich nahm ihn und ging in die
Villa Borghese; da mußt' ich denn lesen, daß einige Szenen für zu lang
gehalten würden. Ich dachte nach, hätte sie aber auch jetzt nicht zu
verkürzen gewußt, indem so wichtige Motive zu entwickeln waren. Was
aber am meisten den Freundinnen tadelnswert schien, war das lakonische
Vermächtnis, womit Egmont sein Klärchen an Ferdinand empfiehlt.
Ein Auszug aus meinem damaligen Antwortschreiben wird über meine
Gesinnungen und Zustände den besten Aufschluß geben.
"Wie sehr wünscht' ich nun, auch euren Wunsch erfüllen und dem
Vermächtnis Egmonts einige Modifikation geben zu können! Ich eilte an
einem herrlichen Morgen mit eurem Briefe gleich in die Villa Borghese,
dachte zwei Stunden den Gang des Stücks, die Charaktere, die
Verhältnisse durch und konnte nichts finden, das ich abzukürzen hätte.
Wie gern möcht' ich euch alle meine überlegungen, mein Pro und Contra
schreiben, sie würden ein Buch Papier füllen und eine Dissertation
über die ökonomie meines Stücks enthalten. Sonntags kam ich zu
Angelika und legte ihr die Frage vor. Sie hat das Stück studiert und
besitzt eine Abschrift davon. Möchtest du doch gegenwärtig gewesen
sein, wie weiblich zart sie alles auseinander legte, und es darauf
hinausging: daß das, was ihr noch mündlich von dem Helden erklärt
wünschtet, in der Erscheinung implicite enthalten sei. Angelika sagte:
da die Erscheinung nur vorstelle, was in dem Gemüte des schlafenden
Helden vorgehe, so könne er mit keinen Worten stärker ausdrücken, wie
sehr er sie liebe und schätze, als es dieser Traum tue, der das
liebenswürdige Geschöpf nicht zu ihm herauf, sondern über ihn hinauf
hebe. Ja, es wolle ihr wohl gefallen, daß der, welcher durch sein
ganzes Leben gleichsam wachend geträumt, Leben und Liebe mehr als
geschätzt, oder vielmehr nur durch den Genuß geschätzt, daß dieser
zuletzt noch gleichsam träumend wache und uns still gesagt werde, wie
tief die Geliebte in seinem Herzen wohne und welche vornehme und hohe
Stelle sie darin einnehme.--Es kamen noch mehr Betrachtungen dazu, daß
in der Szene mit Ferdinand Klärchens nur auf eine subordinierte Weise
gedacht werden konnte, um das Interesse des Abschieds von dem jungen
Freunde nicht zu schmälern, der ohnehin in diesem Augenblicke nichts
zu hören noch zu erkennen imstande war."


Moritz als Etymolog
Schon längst hat ein weiser Mann das wahre Wort ausgesprochen: "Der
Mensch, dessen Kräfte zu dem Notwendigen und Nützlichen nicht
hinreichen, mag sich gern mit dem Unnötigen und Unnützen beschäftigen!"
Vielleicht möchte nachstehendes von manchem auf diese Weise
beurteilt werden.
Unser Geselle Moritz ließ nicht ab, jetzt, in dem Kreise der höchsten
Kunst und schönsten Natur, über die Innerlichkeiten des Menschen,
seine Anlagen und Entwickelungen fortwährend zu sinnen und zu spinnen;
deshalb er denn auch sich mit dem Allgemeinen der Sprache vorzüglich
beschäftigte.
Zu jener Zeit war in Gefolg der Herderischen Preisschrift "über den
Ursprung der Sprache" und in Gemäßheit der damaligen allgemeinen
Denkweise die Vorstellung herrschend: das Menschengeschlecht habe sich
nicht von einem Paare aus dem hohen Orient herab über die ganze Erde
verbreitet, sondern zu einer gewissen merkwürdig produktiven Zeit des
Erdballs sei, nachdem die Natur die verschiedenartigsten Tiere
stufenweis hervorzubringen versucht, da und dort, in mancher günstigen
Lage die Menschenart mehr oder weniger vollendet hervorgetreten. Ganz
im innerlichsten Bezug auf seine Organe sowohl als seine
Geistesfähigkeiten sei nun dem Menschen die Sprache angeboren. Hier
bedürfe es keiner natürlichen Anleitung, so wenig als einer
überlieferung. Und in diesem Sinne gebe es eine allgemeine Sprache,
welche zu manifestieren ein jeder autochthonische Stamm versucht habe.
Die Verwandtschaft aller Sprachen liege in der übereinstimmung der
Idee, wonach die schaffende Kraft das menschliche Geschlecht und
seinen Organismus gebildet. Daher komme denn, daß teils aus innerem
Grundtriebe, teils durch äußere Veranlassung die sehr beschränkte
Vokal--und Konsonantenzahl zum Ausdruck von Gefühlen und Vorstellungen
richtig oder unrichtig angewendet worden; da es denn natürlich, ja
notwendig sei, daß die verschiedensten Autochthonen teils
zusammengetroffen, teils voneinander abgewichen und sich diese oder
jene Sprache in der Folge entweder verschlimmert oder verbessert habe.
Was von den Stammworten gelte, gelte denn auch von den Ableitungen,
wodurch die Bezüge der einzelnen Begriffe und Vorstellungen
ausgedrückt und bestimmter bezeichnet werden. Dies möchte denn gut
sein und als ein Unerforschliches, nie mit Gewißheit zu Bestimmendes
auf sich beruhen.
Hierüber find' ich in meinen Papieren folgendes Nähere:
"Mir ist es angenehm, daß sich Moritz aus seiner brütenden Trägheit,
aus dem Unmut und Zweifel an sich selbst zu einer Art von Tätigkeit
wendet, denn da wird er allerliebst. Seine Grillenfängereien haben
alsdann eine wahre Unterlage und seine Träumereien Zweck und Sinn.
Jetzt beschäftigt ihn eine Idee, in welche ich auch eingegangen bin
und die uns sehr unterhält. Es ist schwer, sie mitzuteilen, weil es
gleich toll klingt. Doch will ich's versuchen:
Er hat ein Verstands--und Empfindungsalphabet erfunden, wodurch er
zeigt, daß die Buchstaben nicht willkürlich, sondern in der
menschlichen Natur gegründet sind und alle gewissen Regionen des
inneren Sinnes angehören, welchen sie denn auch, ausgesprochen,
ausdrücken. Nun lassen sich nach diesem Alphabete die Sprachen
beurteilen, und da findet sich, daß alle Völker versucht haben, sich
dem innern Sinn gemäß auszudrücken, alle sind aber durch Willkür und
Zufall vom rechten Wege abgeleitet worden. Demzufolge suchen wir in
den Sprachen die Worte auf, die am glücklichsten getroffen sind, bald
hat's die eine, bald die andre; dann verändern wir die Worte, bis sie
uns recht dünken, machen neue u. s. w. Ja, wenn wir recht spielen
wollen, machen wir Namen für Menschen, untersuchen, ob diesem oder
jenem sein Name gehöre etc. etc.
Das etymologische Spiel beschäftigt schon so viele Menschen, und so
gibt es auch uns auf diese heitere Weise viel zu tun. Sobald wir
zusammenkommen, wird es wie ein Schachspiel vorgenommen, und
hunderterlei Kombinationen werden versucht, so daß, wer uns zufällig
behorchte, uns für wahnsinnig halten müßte. Auch möchte ich es nur
den allernächsten Freunden vertrauen. Genug, es ist das witzigste
Spiel von der Welt und übt den Sprachsinn unglaublich."
Italienische Reise / 2. Röm. Aufenthalt / Philipp Neri (1)


Philipp Neri, der humoristische Heilige
Philipp Neri, in Florenz geboren 1515, erscheint von Kindheit auf als
italki
ein folgsamer, sittlicher Knabe von kräftigen Anlagen. Sein Bildnis
als eines solchen ist glücklicherweise aufbewahrt in des Fidanza
"Teste Scelte", Tom. V, Bl. 31. Man wüßte sich keinen tüchtigern,
gesündern, geradsinnigeren Knaben zu denken. Als Abkömmling einer
edlen Familie wird er in allem Guten und Wissenswerten der Zeit gemäß
unterrichtet und endlich, um seine Studien zu vollenden, man meldet
nicht, in welchem Alter, nach Rom gesandt. Hier entwickelt er sich
zum vollkommnen Jüngling; sein schönes Antlitz, seine reichen Locken
zeichnen ihn aus; er ist anziehend und ablehnend zugleich, Anmut und
Würde begleiten ihn überall.
Hier, zur traurigsten Zeit, wenige Jahre nach der grausamen Plünderung
der Stadt, ergibt er sich, nach Vorgang und Beispiel vieler Edlen,
ganz den übungen der Frömmigkeit, und sein Enthusiasmus steigert sich
mit den Kräften einer frischen Jugend. Unablässiges Besuchen der
Kirchen, besonders der sieben Hauptkirchen, brünstiges Beten zu
Herannötigung der Hülfe, fleißiges Beichten und Genuß des Abendmahls,
Flehen und Ringen nach geistigen Gütern.
In solch einem enthusiastischen Momente wirft er sich einst auf die
Stufen des Altars und zerbricht ein paar Rippen, welche, schlecht
geheilt, ihm lebenslängliches Herzklopfen verursachen und die
Steigerung seiner Gefühle veranlassen.
Um ihn versammeln sich junge Männer zu tätiger Sittlichkeit und
Frömmigkeit, sie erweisen sich unermüdet, die Armen zu versorgen, die
Kranken zu pflegen, und scheinen ihre Studien hintanzusetzen.
Wahrscheinlich bedienen sie sich der Zuschüsse von Haus zu wohltätigen
Zwecken, genug, sie geben und helfen immer und behalten nichts für
sich, ja, er lehnt nachher ausdrücklich alle Beihülfe von den Seinigen
ab, um dasjenige, was Wohltätigkeit ihnen zuweiset, an Bedürftige zu
wenden und selbst zu darben.
Dergleichen fromme Handlungen waren jedoch zu herzlich und lebhaft,
als daß man nicht hätte suchen sollen, sich zugleich auf eine
geistliche und gefühlvolle Weise über die wichtigsten Gegenstände zu
unterhalten. Die kleine Gesellschaft besaß noch kein eigenes Lokal,
sie erbat sich's bald in diesem, bald in jenem Kloster, wo dergleichen
leere Räume wohl zu finden sein mochten. Nach einem kurzen stillen
Gebet ward ein Text der Heiligen Schrift verlesen, worüber ein und der
andere sich, auslegend oder anwendend, in einer kurzen Rede vernehmen
ließ. Man besprach sich auch wohl hierüber, alles in bezug auf
unmittelbare Tätigkeit; dialektische und spitzfindige Behandlung war
durchaus verboten. Die übrige Tageszeit ward immerfort einer
aufmerksamen Versorgung der Kranken, dem Dienst in Hospitälern, dem
Beistande der Armen und Notleidenden gewidmet.
Da bei diesen Verhältnissen keine Beschränkung vorwaltete und man
ebensogut kommen als gehen konnte, so vermehrte sich die Zahl der
Teilnehmenden ungemein, so wie sich denn auch jene Versammlung ernster
und umgreifender beschäftigte. Auch aus den Leben der Heiligen ward
vorgelesen, Kirchenväter und Kirchengeschichte stellenweise zu Rate
gezogen, worauf denn vier der Teilnehmenden, jeder eine halbe Stunde,
zu sprechen das Recht und Pflicht hatten.
Diese fromme tagtägliche, ja familiär-praktische Behandlung der
höchsten Seelenangelegenheiten erregte immer mehr Aufmerksamkeit nicht
allein unter Einzelnen, sondern sogar unter ganzen Körperschaften.
Man verlegte die Versammlungen in die Kreuzgänge und Räume dieser und
jener Kirche, der Zudrang vermehrte sich, besonders zeigte sich der
Orden der Dominikaner dieser Art, sich zu erbauen, sehr geneigt und
schloß sich zahlreich an die sich immer mehr ausbildende Schar an,
welche durch die Kraft und den hohen Sinn ihres Anführers sich
durchaus gleich und, wenn auch geprüft durch mancherlei
Widerwärtigkeiten, auf demselben Pfade fortschreitend finden ließ.
Da nun aber nach dem hohen Sinne des trefflichen Vorgesetzten alle
Spekulation verbannt, jede geregelte Tätigkeit aber aufs Leben
gerichtet war, und das Leben sich ohne Heiterkeit nicht denken läßt,
so wußte der Mann auch hierin den unschuldigen Bedürfnissen und
Wünschen der Seinigen entgegenzukommen. Bei eintretendem Frühling
führte er sie nach San Onofrio, welches, hoch und breit gelegen, in
solchen Tagen die angenehmste örtlichkeit anbot. Hier, wo bei der
jungen Jahrszeit alles jung erscheinen sollte, trat nach stillen
Gebeten ein hübscher Knabe hervor, rezitierte eine auswendig gelernte
Predigt, Gebete folgten, und ein Chor besonders eingeladener Sänger
ließ sich erfreulich und eindringlich zum Schlusse hören, welches um
so bedeutender war, als die Musik damals weder ausgebreitet noch
ausgebildet gefunden ward und hier vielleicht zum erstenmal ein
religioser Gesang in freier Luft sich mitteilte.
Immer auf diese Weise fortwirkend, vermehrte sich die Kongregation und
wuchs, so wie an Personenzahl, so an Bedeutung. Die Florentiner
nötigten gleichsam ihren Landsmann, das von ihnen abhängige Kloster
San Girolamo zu beziehen, wo denn die Anstalt sich immer mehr
ausdehnte und auf gleiche Weise fortwirkte, bis ihnen endlich der
Papst in der Nähe des Platzes Navona ein Kloster als eigentümlich
anwies, welches, von Grund aus neu gebaut, eine gute Anzahl frommer
Genossen aufnehmen konnte. Hier blieb es jedoch bei der früheren
Einrichtung, Gotteswort, das will sagen heilig edle Gesinnungen dem
gemeinen Verstande sowie dem gemeinen Alltagsleben anzunähern und
eigen zu machen. Man versammelte sich nach wie vor, betete, vernahm
einen Text, hörte darüber sprechen, betete und ward zuletzt durch
Musik ergötzt, und was damals öfter, ja täglich geschah, geschieht
jetzt noch Sonntags, und gewiß wird jeder Reisende, der nähere
Kenntnis von dem heiligen Stifter genommen, sich künftighin, diesen
unschuldigen Funktionen beiwohnend, vorzüglich erbauen, wenn er
dasjenige, was wir vorgetragen haben und zunächst mitteilen, in Gemüt
und Gedanke vorüberwalten läßt.
Hier sind wir nun in dem Falle, in Erinnerung zu bringen, daß diese
ganze Anstalt noch immer ans Weltliche grenzte. Wie denn nur wenige
unter ihnen sich dem eigentlichen Priesterstande gewidmet hatten und
nur so viel geweihte Geistliche unter ihnen gefunden wurden, als nötig,
Beichte zu sitzen und das Meßopfer zu verrichten. Und so war denn
auch Philipp Neri selbst sechsunddreißig Jahre alt geworden, ohne sich
zum Priestertum zu melden, denn er fand sich, wie es scheint, in
seinem gegenwärtigen Zustande frei und weit mehr sich selbst
überlassen, als er sich mit kirchlichen Banden gefesselt, als Glied
der großen Hierarchie zwar hochgeehrt, aber doch beschränkt gefühlt
hätte.
Allein von oben her ließ man es dabei nicht bewenden, sein Beichtvater
machte es ihm zur Gewissenssache, die Weihe zu nehmen und in den
Priesterstand zu treten. Und so geschah es auch; nun hatte die Kirche
klüglich einen Mann in ihren Kreis eingeschlossen, der, unabhängigen
Geistes bisher, auf einen Zustand losging, worin das Heilige mit dem
Weltlichen, das Tugendsame mit dem Alltäglichen sich vereinigen und
vertragen sollte. Diese Veränderung aber, der übergang zur
Priesterschaft, scheint auf sein äußeres Benehmen nicht im mindesten
eingewirkt zu haben.
Er übt nur noch strenger als bisher jede Entäußerung und lebt in einem
schlechten Klösterchen mit andern kümmerlich zusammen. So gibt er die
bei großer Teurung ihm verehrten Brote einem andern Bedürftigern und
setzt seinen Dienst gegen Unglückliche immer fort.
Aber auf sein Inneres hat das Priestertum einen merkwürdig steigernden
Einfluß. Die Verpflichtung zum Meßopfer versetzt ihn in einen
Enthusiasmus, in eine Ekstase, wo man den bisher so natürlichen Mann
gänzlich verliert. Er weiß kaum, wohin er schreitet, er taumelt auf
dem Wege und vor dem Altare. Hebt er die Hostie in die Höhe, so kann
er die Arme nicht wieder herunterbringen; es scheint, als zöge ihn
eine unsichtbare Kraft empor. Beim Eingießen des Weins zittert und
schaudert er. Und wenn er nach vollendeter Wandlung dieser
geheimnisvollen Gaben genießen soll, erzeigt er sich auf eine
wunderliche, nicht auszusprechende schwelgerische Weise. Vor
Leidenschaft beißt er in den Kelch, indes er ahnungsvoll das Blut zu
schlürfen glaubt des kurz vorher gleichsam gierig verschlungenen
Leibes. Ist aber dieser Taumel vorüber, so finden wir zwar immer
einen leidenschaftlich wundersamen, aber immer höchst verständig
praktischen Mann.
Ein solcher Jüngling, ein solcher Mann, so lebhaft und seltsam wirkend,
mußte den Menschen wunderlich und mitunter gerade durch seine
Tugenden beschwerlich und widerwärtig vorkommen. Wahrscheinlich ist
ihm dieses in dem Laufe seines froherer Lebens oft begegnet; nachdem
er aber zum Priester geweiht ist und sich so eng und kümmerlich,
gleichsam als Gast in einem armseligen Kloster behilft, treten
Widersacher auf, die ihn mit Spott und Hohn unablässig verfolgen.
Doch wir gehen weiter und sagen, er sei ein höchst ausgezeichneter
Mensch gewesen, der aber das einem jeden dieser Art angeborne
Herrische zu beherrschen und in Entsagung, Entbehrung, Wohltätigkeit,
Demut und Schmach den Glanz seines Daseins zu verhüllen trachtete.
Der Gedanke, vor der Welt als töricht zu erscheinen und dadurch in
Gott und göttliche Dinge sich erst recht zu versenken und zu üben, war
sein andauerndes Bestreben, wodurch er sich und sodann auch seine
Schüler ausschließlich zu erziehen unternahm. Die Maxime des heiligen
Bernhard:
"Spernere mundum,
Spernere neminem,
Spernere se ipsum,
Spernere se sperni."

schien ihn ganz durchdrungen zu haben, ja vielmehr aus ihm frisch
wieder entwickelt zu sein.
ähnliche Absichten, ähnliche Zustände nötigen den Menschen, in
gleichen Maximen sich aufzuerbauen. Man kann gewiß sein, daß die
erhabensten, innerlich stolzesten Menschen sich zu jenen Grundsätzen
allein bequemen, indem sie das Widerwärtige einer dem Guten und Großen
immer widerstrebenden Welt vorauszukosten und den bittern Kelch der
Erfahrung, eh' er ihnen noch angeboten ist, bis auf den Grund zu
leeren sich entschließen. Grenzenlos und in ununterbrochener Reihe
machen jene Geschichtchen, wie er seine Schüler geprüft, deren viele
bis auf uns gekommen sind, jeden lebenslustigen Menschen, der sie
vernimmt, wirklich ungeduldig, so wie diese Gebote demjenigen, der
ihnen gehorchen sollte, höchst schmerzlich und nahezu unerträglich
fallen mußten. Deswegen denn auch nicht alle eine solche Feuerprobe
bestanden.
Eh' wir aber uns auf dergleichen wunderbare und dem Leser
gewissermaßen unwillkommne Erzählungen einlassen, wenden wir uns
lieber noch einmal zu jenen großen Vorzügen, welche die Zeitgenossen
ihm zugestehen und höchlich rühmen. Er habe, sagen sie, Kenntnisse
und Bildung mehr von Natur als durch Unterricht und Erziehung erhalten;
alles, was andere mühsam erwerben, sei ihm gleichsam eingegossen
gewesen. Ferner habe er die große Gabe zu eigen gehabt, Geister zu
unterscheiden, Eigenschaften und Fähigkeiten der Menschen zu würdigen
und zu schätzen; zugleich habe er mit dem größten Scharfsinn die
weltlichen Dinge durchdrungen, auf einen Grad, daß man ihm den Geist
der Wahrsagung zuschreiben müssen. Auch ward ihm eine entschiedene
Anziehungsgabe, welche auszudrücken die Italiener sich des schönen
Wortes "attrattiva" bedienen, kräftig verliehen, die sich nicht allein
auf Menschen erstreckte, sondern auch auf Tiere. Als Beispiel wird
erzählt, daß der Hund eines Freundes sich ihm angeschlossen und
durchaus gefolgt sei, auch bei dem ersten Besitzer, der ihn lebhaft
zurückgewünscht und durch mancherlei Mittel ihn wieder zu gewinnen
getrachtet, auf keine Weise verbleiben wollen, sondern sich immer zu
dem anziehenden Manne zurückbegeben, sich niemals von ihm getrennt,
vielmehr zuletzt nach mehreren Jahren in dem Schlafzimmer seines
erwählten Herrn das Leben geendet habe. Dieses Geschöpf veranlaßt uns
nun, auf jene Prüfungen, zu denen es selbst Gelegenheit gegeben,
zurückzukommen. Es ist bekannt, daß Hundeführen, Hundetragen im
Mittelalter überhaupt und wahrscheinlich auch in Rom höchst
schimpflich gewesen. In dieser Rücksicht pflegte der fromme Mann
jenes Tier an einer Kette durch die Stadt zu führen, auch mußten seine
Schüler dasselbe auf den Armen durch die Straßen tragen und sich auf
diese Weise dem Gelächter und Spott der Menge preisgeben.
Auch mutete er seinen Schülern und Genossen andere unwürdige
äußerlichkeiten zu. Einem jungen römischen Fürsten, welcher der Ehre,
für ein Ordensglied zu gelten, mitgenießen wollte, wurde angesonnen,
er solle mit einem hinten angehefteten Fuchsschwanze durch Rom
spazieren, und, als er dies zu leisten sich weigerte, die Aufnahme in
den Orden versagt. Einen andern schickte er ohne überkleid und wieder
einen mit zerrißnen ärmeln durch die Stadt. Dieses Letztern erbarmte
sich ein Edelmann und bot ihm ein Paar neue ärmel an, die der Jüngling
ausschlug, nachher aber auf Befehl des Meisters dankbar abholen und
tragen mußte. Beim Bau der neuen Kirche nötigte er die Seinen, gleich
Taglöhnern die Materialien herbeizuschaffen und sie den Arbeitern zur
Hand zu langen.
Gleichermaßen wußte er auch jedes geistige Behagen, das der Mensch an
sich empfinden mochte, zu stören und zu vernichten. Wenn die Predigt
eines jungen Mannes wohl zu gelingen und der Redner sich darin selbst
zu gefallen schien, unterbrach er ihn in der Mitte des Worts, um an
seiner Stelle weiterzusprechen, befahl auch wohl weniger fähigen
Schülern, ungesäumt hinaufzutreten und zu beginnen, welche denn, so
unerwartet angeregt, sich aus dem Stegreife besser als je zu erweisen
das Glück hatten. Italienische Reise / 2. Röm. Aufenthalt / Philipp
Neri (2)



Man versetze sich in die zweite Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts
und den wüsten Zustand, in welchem Rom unter verschiedenen Päpsten wie
ein aufgeregtes Element erschien, und man wird eher begreifen, daß ein
solches Verfahren wirksam und mächtig sein mußte, indem es durch
Neigung und Furcht, durch Ergebenheit und Gehorsam dem innersten
Wollen des Menschen die große Gewalt verlieh, trotz allem äußern sich
zu erhalten, um allem, was sich ereignen konnte, zu widerstehen, da es
befähigt, selbst dem Vernünftigen und Verständigen, dem Herkömmlichen
und Schicklichen unbedingt zu entsagen.
Eine merkwürdige, obgleich schon bekannte Prüfungsgeschichte wird man
hier wegen ihrer besondern Anmut nicht ungern wiederholt finden. Dem
heiligen Vater war angekündigt, in einem Kloster auf dem Lande tue
sich eine wunderwirkende Nonne hervor. Unser Mann erhält den Auftrag,
eine für die Kirche so wichtige Angelegenheit näher zu untersuchen; er
setzt sich auf sein Maultier, das Befohlene zu verrichten, kommt aber
schneller zurück, als der heilige Vater es erwartet. Der Verwunderung
seines geistlichen Gebieters begegnet Neri mit folgenden Worten:
"Heiligster Vater, diese tut keine Wunder, denn es fehlt ihr an der
ersten christlichen Tugend, der Demut; ich komme durch schlimmen Weg
und Wetter übel zugerichtet im Kloster an, ich lasse sie in Eurem
Namen vor mich fordern, sie erscheint, und ich reiche ihr statt des
Grußes den Stiefel hin, mit der Andeutung, sie solle mir ihn ausziehen.
Entsetzt fährt sie zurück, und mit Schelten und Zorn erwidert sie
mein Ansinnen; für was ich sie halte! ruft sie aus, die Magd des Herrn
sei sie, aber nicht eines jeden, der daherkomme, um knechtische
Dienste von ihr zu verlangen. Ich erhub mich gelassen, setzte mich
wieder auf mein Tier, stehe wieder vor Euch, und ich bin überzeugt,
Ihr werdet keine weitere Prüfung nötig finden." Lächelnd beließ es
auch der Papst dabei, und wahrscheinlich ward ihr das fernere
Wundertun untersagt.
Wenn er aber sich dergleichen Prüfungen gegen andere erlaubte, so
mußte er solche von Männern erdulden, welche, gleichen Sinnes, den
nämlichen Weg der Selbstverleugnung einschlugen. Ein Bettelmönch, der
aber auch schon im Geruch der Heiligkeit stand, begegnet ihm in der
gangbarsten Straße und bietet ihm einen Schluck aus der Weinflasche,
die er vorsorglich mit sich führt. Philipp Neri bedenkt sich nicht
einen Augenblick und setzt die langhalsige Korbflasche, den Kopf
zurückbiegend, dreist an den Mund, indes das Volk laut lacht und
spottet, daß zwei fromme Männer sich dergestalt zutrinken.
Philipp Neri, den es ungeachtet seiner Frömmigkeit und Ergebung
einigermaßen durfte verdrossen haben, sagte darauf: "Ihr habt mich
geprüft, nun ist die Reihe an mir", und drückte zugleich sein
vierecktes Barett auf den Kahlkopf, welcher nun gleichfalls ausgelacht
wurde, ganz ruhig fortging und sagte: "Wenn mir's einer vom Kopf nimmt,
so mögt Ihr's haben." Neri nahm es ihm ab, und sie schieden.
Freilich dergleichen zu wagen und dennoch die größten sittlichen
Wirkungen hervorzubringen, bedurfte es eines Mannes wie Philipp Neri,
dessen Handlungen gar oft als Wunder anzusehen waren. Als Beichtiger
machte er sich furchtbar und daher des größten Zutrauens würdig; er
entdeckte seinen Beichtkindern Sünden, die sie verschwiegen, Mängel,
die sie nicht beachtet hatten; sein brünstiges ekstatisches Gebet
setzte seine Umgebungen als übernatürlich in Erstaunen, in einen
Zustand, in welchem die Menschen wohl auch durch ihre Sinne zu
erfahren glauben, was ihnen die Einbildungskraft, angeregt durchs
Gefühl, vorbilden mochte. Wozu denn noch kommt, daß das Wunderbare,
ja das Unmögliche, erzählt und wieder erzählt, endlich vollkommen die
Stelle des Wirklichen, des Alltäglichen einnimmt. Hierher gehört, daß
man ihn nicht allein verschiedentlich während des Meßopfers vor dem
Altare wollte emporgehoben gesehen haben, sondern daß sich auch
Zeugnisse fanden, man habe ihn, knieend um das Leben eines
gefährlichst Kranken betend, dergestalt von der Erde emporgehoben
erblickt, daß er mit dem Haupte beinahe die Decke des Zimmers berührt.
Bei einem solchen durchaus dem Gefühl und der Einbildungskraft
gewidmeten Zustande war es ganz natürlich, daß die Einmischung auch
widerwärtiger Dämonen nicht ganz auszubleiben schien.
Oben zwischen dem verfallenen Gemäuer der Antoninischen Bäder sieht
wohl einmal der fromme Mann in äffischer Ungestalt ein widerwärtiges
Wesen herumhupfen, das aber auf sein Geheiß alsogleich zwischen
Trümmern und Spalten verschwindet. Bedeutender jedoch als diese
Einzelheit ist, wie er gegen seine Schüler verfährt, die ihn von
seligen Erscheinungen, womit sie von der Mutter Gottes und andern
Heiligen beglückt worden, mit Entzücken benachrichtigen. Er, wohl
wissend, daß aus dergleichen Einbildungen ein geistlicher Dünkel, der
schlimmste und hartnäckigste von allen, gewöhnlich entspringe,
versichert sie deshalb, daß hinter dieser himmlischen Klarheit und
Schönheit gewiß eine teuflische, häßliche Finsternis verborgen liege.
Dieses zu erproben, gebietet er ihnen: bei der Wiederkehr einer so
holdseligen Jungfrau ihr gerade ins Gesicht zu speien; sie gehorchen,
und der Erfolg bewährt sich, indem auf der Stelle eine Teufelslarve
hervortritt.
Der große Mann mag dieses mit Bewußtsein oder, was wahrscheinlicher
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Italienische Reise — Band 2 - 10
  • Büleklär
  • Italienische Reise — Band 2 - 01
    Süzlärneñ gomumi sanı 4273
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1606
    39.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 02
    Süzlärneñ gomumi sanı 4329
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1617
    38.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 03
    Süzlärneñ gomumi sanı 4335
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1684
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4288
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1586
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4274
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1677
    39.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4230
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1641
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4208
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1755
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1724
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4099
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1747
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4143
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1803
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4227
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1486
    37.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4184
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1557
    36.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4341
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4237
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1446
    40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4097
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1722
    37.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 2 - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 370
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 276
    47.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.