Italienische Reise — Band 2 - 03

Süzlärneñ gomumi sanı 4335
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1684
40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
Tageslicht hervortraten. So wendete ich meine Aufmerksamkeit auf das
Keimen des während seines Wachstums unförmlichen Cactus opuntia und
sah mit Vergnügen, daß er ganz unschuldig dikotyledonisch sich in zwei
zarten Blättchen enthüllte, sodann aber bei fernerem Wuchse sich die
künftige Unform entwickelte.
Auch mit Samenkapseln begegnete mir etwas Auffallendes; ich hatte
derselben mehrere von Acanthus mollis nach Hause getragen und in einem
offenen Kästchen niedergelegt; nun geschah es in einer Nacht, daß ich
ein Knistern hörte und bald darauf das Umherspringen an Decke und
Wände, wie von kleinen Körpern. Ich erklärte mir's nicht gleich, fand
aber nachher meine Schoten aufgesprungen und die Samen umher zerstreut.
Die Trockne des Zimmers hatte die Reife bis zu solcher Elastizität
in wenigen Tagen vollendet.
Unter den vielen Samen, die ich auf diese Weise beobachtete, muß ich
einiger noch erwähnen, weil sie zu meinem Andenken kürzer oder länger
in dem alten Rom fortwuchsen. Pinienkerne gingen gar merkwürdig auf,
sie huben sich wie in einem Ei eingeschlossen empor, warfen aber diese
Haube bald ab und zeigten in einem Kranze von grünen Nadeln schon die
Anfänge ihrer künftigen Bestimmung.
Galt das Bisherige der Fortpflanzung durch Samen, so ward ich auf die
Fortpflanzung durch Augen nicht weniger aufmerksam gemacht, und zwar
durch Rat Reiffenstein, der auf allen Spaziergängen, hier und dort
einen Zweig abreißend, bis zur Pedanterie behauptete, in die Erde
gesteckt, müsse jeder sogleich fortwachsen. Zum entscheidenden Beweis
zeigte er dergleichen Stecklinge gar wohl angeschlagen in seinem
Garten. Und wie bedeutend ist nicht in der Folgezeit eine solche
allgemein versuchte Vermehrung für die botanische Gärtnerei geworden,
die ich ihm wohl zu erleben gewünscht hätte.
Am auffallendsten war mir jedoch ein strauchartig in die Höhe
gewachsener Nelkenstock. Man kennt die gewaltige Lebens--und
Vermehrungskraft dieser Pflanze; Auge ist über Auge an ihren Zweigen
gedrängt, Knoten in Knoten hineingetrichtert; dieses wird nun hier
durch Dauer gesteigert und die Augen aus unerforschlicher Enge zur
höchstmöglichen Entwickelung getrieben, so daß selbst die vollendete
Blume wieder vier vollendete Blumen aus ihrem Busen hervorbrachte.
Zur Aufbewahrung dieser Wundergestalt kein Mittel vor mir sehend,
unternahm ich es, sie genau zu zeichnen, wobei ich immer zu mehrerer
Einsicht in den Grundbegriff der Metamorphose gelangte. Allein die
Zerstreuung durch so vielerlei Obliegenheiten ward nur desto
zudringlicher, und mein Aufenthalt in Rom, dessen Ende ich voraussah,
immer peinlicher und belasteter.

Nachdem ich mich nun so geraume Zeit ganz im stillen gehalten und von
aller höheren zerstreuenden Gesellschaft fern geblieben, begingen wir
einen Fehler, der die Aufmerksamkeit des ganzen Quartiers, nicht
weniger der nach neuen und seltsamen Vorfällen sich umschauenden
Sozietät auf uns richtete. Die Sache verhielt sich aber also:
Angelika kam nie ins Theater, wir untersuchten nicht, aus welcher
Ursache; aber da wir als leidenschaftliche Bühnenfreunde in ihrer
Gegenwart die Anmut und Gewandtheit der Sänger sowie die Wirksamkeit
der Musik unseres Cimarosa nicht genugsam zu rühmen wußten und nichts
sehnlicher wünschten, als sie solcher Genüsse teilhaftig zu machen, so
ergab sich eins aus dem andern, daß nämlich unsere jungen Leute,
besonders Bury, der mit den Sängern und Musikverwandten in dem besten
Vernehmen stand, es dahin brachte, daß diese sich in heiterer
Gesinnung erboten, auch vor uns, ihren leidenschaftlichen Freunden und
entschieden Beifall Gebenden, gelegentlich einmal in unserm Saale
Musik machen und singen zu wollen. Dergleichen Vorhaben, öfters
besprochen, vorgeschlagen und verzögert, gelangte doch endlich nach
dem Wunsche der jüngern Teilnehmer zur fröhlichen Wirklichkeit.
Konzertmeister Kranz, ein geübter Violinist, in herzogl. weimarischen
Diensten, der sich in Italien auszubilden Urlaub hatte, gab zuletzt
durch seine unvermutete Ankunft eine baldige Entscheidung. Sein
Talent legte sich auf die Waage der Musiklustigen, und wir sahen uns
in den Fall versetzt, Madam Angelika, ihren Gemahl, Hofrat
Reiffenstein, die Herren Jenkins, Volpato und wem wir sonst eine
Artigkeit schuldig waren, zu einem anständigen Feste einladen zu
können. Juden und Tapezier hatten den Saal geschmückt, der nächste
Kaffeewirt die Erfrischungen übernommen, und so ward ein glänzendes
Konzert aufgeführt in der schönsten Sommernacht, wo sich große Massen
von Menschen unter den Fenstern versammelten und, als wären sie im
Theater gegenwärtig, die Gesänge gehörig beklatschten.
Ja, was das Auffallendste war, ein großer mit einem Orchester von
Musikfreunden besetzter Gesellschaftswagen, der soeben durch die
nächtliche Stadt seine Lustrunde zu machen beliebte, hielt unter
unsern Fenstern stille, und nachdem er den obern Bemühungen lebhaften
Beifall geschenkt hatte, ließ sich eine wackre Baßstimme vernehmen,
die eine der beliebtesten Arien eben der Oper, welche wir stückweise
vortrugen, von allen Instrumenten begleitet, hinzugesellte. Wir
erwiderten den vollsten Beifall, das Volk klatschte mit drein, und
jedermann versicherte, an so mancher Nachtlust, niemals aber an einer
so vollkommenen, zufällig gelungenen teilgenommen zu haben.
Auf einmal nun zog unsere zwar anständige, aber doch stille Wohnung
dem Palast Rondanini gegenüber die Aufmerksamkeit des Korso auf sich.
Ein reicher Mylordo, hieß es, müsse da eingezogen sein, niemand aber
wußte ihn unter den bekannten Persönlichkeiten zu finden und zu
entziffern. Freilich, hätte ein dergleichen Fest sollen mit barem
Gelde geleistet werden, so würde dasjenige, was hier von Künstlern
Künstlern zuliebe geschah und mit mäßigem Aufwand zur Ausführung zu
bringen war, bedeutende Kosten verursacht haben. Wir setzten nun zwar
unser voriges stilles Leben fort, konnten aber das Vorurteil von
Reichtum und vornehmer Geburt nicht mehr von uns ablehnen.

Zu einer lebhaftern Geselligkeit gab die Ankunft des Grafen Fries
jedoch neuen Anlaß. Er hatte den Abbate Casti bei sich, welcher durch
Vorlesung seiner damals noch ungedruckten galanten Erzählungen große
Lust erregte; sein heiterer freier Vortrag schien jene geistreichen,
übermäßig genialen Darstellungen vollkommen ins Leben zu bringen. Wir
bedauerten nur, daß ein so gutgesinnter reicher Kunstliebhaber nicht
immer von den zuverlässigsten Menschen bedient werde. Der Ankauf
eines untergeschobenen geschnittenen Steines machte viel Reden und
Verdruß. Er konnte sich indessen über den Ankauf einer schönen Statue
gar wohl erfreuen, die einen Paris, nach der Auslegung anderer einen
Mithras, vorstellte. Das Gegenbild steht jetzt im Museo
Pio-Clementino, beide waren zusammen in einer Sandgrube gefunden
worden. Doch waren es nicht die Unterhändler in Kunstgeschäften
allein, die ihm auflauerten, er hatte manches Abenteuer zu bestehen;
und da er sich überhaupt in der heißen Jahrszeit nicht zu schonen
wußte, so konnt' es nicht fehlen, daß er von mancherlei übeln
angefallen wurde, welche die letzten Tage seines Aufenthalts
verbitterten. Mir aber war es um so schmerzlicher, als ich seiner
Gefälligkeit gar manches schuldig geworden; wie ich denn auch die
treffliche Gemmensammlung des Prinzen von Piombino mit ihm zu
betrachten günstige Gelegenheit fand.

Beim Grafen Fries fanden sich außer den Kunsthändlern auch wohl derart
Literatoren, wie sie hier in Abbétracht herumwandern. Mit diesen war
kein angenehmes Gespräch. Kaum hatte man von nationaler Dichtung zu
sprechen angefangen und sich über ein und andern Punkt zu belehren
gesucht, so mußte man unmittelbar und ohne weiteres die Frage
vernehmen, ob man Ariost oder Tasso, welchen von beiden man für den
größten Dichter halte. Antwortete man: Gott und der Natur sei zu
danken, daß sie zwei solche vorzügliche Männer einer Nation gegönnt,
deren jeder uns nach Zeit und Umständen, nach Lagen und Empfindungen
die herrlichsten Augenblicke verliehen, uns beruhigt und
entzückt--dies vernünftige Wort ließ niemand gelten. Nun wurde
derjenige, für den man sich entschieden hatte, hoch und höher gehoben,
der andere tief und tiefer dagegen herabgesetzt. Die ersten Male
sucht' ich die Verteidigung des Herabgesetzten zu übernehmen und seine
Vorzüge geltend zu machen; dies aber verfing nicht, man hatte Partei
ergriffen und blieb auf seinem Sinne. Da nun ebendasselbe immerfort
und fort sich wiederholte und es mir zu ernst war, um dialektisch über
dergleichen Gegenstände zu kontroversieren, so vermied ich ein solches
Gespräch, besonders da ich merkte, daß es nur Phrasen waren, die man,
ohne eigentliches Interesse an dem Gegenstande zu finden, aussprach
und behauptete.
Viel schlimmer aber war es, wenn Dante zur Sprache kam. Ein junger
Mann von Stande und Geist und wirklichem Anteil an jenem
außerordentlichen Manne nahm meinen Beifall und Billigung nicht zum
besten auf, indem er ganz unbewunden versicherte, jeder Ausländer
müsse Verzicht tun auf das Verständnis eines so außerordentlichen
Geistes, dem ja selbst die Italiener nicht in allem folgen könnten.
Nach einigen Hin--und Widerreden verdroß es mich denn doch zuletzt,
und ich sagte, ich müsse bekennen, daß ich geneigt sei, seinen
äußerungen Beifall zu geben; denn ich habe nie begreifen können, wie
man sich mit diesen Gedichten beschäftigen möge. Mir komme die
"Hölle" ganz abscheulich vor, das "Fegefeuer" zweideutig und das
"Paradies" langweilig; womit er sehr zufrieden war, indem er daraus
ein Argument für seine Behauptung zog: dies eben beweise, daß ich
nicht die Tiefe und Höhe dieser Gedichte zum Verständnis bringen könne.
italki
Wir schieden als die besten Freunde; er versprach mit sogar einige
schwere Stellen, über die er lange nachgedacht und über deren Sinn er
endlich mit sich einig geworden sei, mitzuteilen und zu erklären.
Leider war die Unterhaltung mit Künstlern und Kunstfreunden nicht
erbaulicher. Man verzieh jedoch endlich andern den Fehler, den man an
sich bekennen mußte. Bald war es Raffael, bald Michelangelo, dem man
den Vorzug gab, woraus denn am Schluß nur hervorging, der Mensch sei
ein so beschränktes Wesen, daß, wenn sein Geist sich auch dem Großen
geöffnet habe, er doch niemals die Großheiten verschiedener Art
ebenmäßig zu würdigen und anzuerkennen Fähigkeit erlange.

Wenn wir Tischbeins Gegenwart und Einfluß vermißten, so hielt er uns
dagegen durch sehr lebendige Briefe möglichst schadlos. Außer manchen
geistreich aufgefaßten wunderlichen Vorfällen und genialen Ansichten
erfuhren wir das Nähere durch Zeichnung und Skizze von einem Gemälde
mit welchem er sich daselbst hervortat. In halben Figuren sah man
darauf Oresten, wie er am Opferaltar von Iphigenien erkannt wird und
die ihn bisher verfolgenden Furien soeben entweichen. Iphigenie war
das wohlgetroffene Bildnis der Lady Hamilton, welche damals auf dem
höchsten Gipfel der Schönheit und des Ansehens glänzte. Auch eine der
Furien war durch die ähnlichkeit mit ihr veredelt, wie sie denn
überhaupt als Typus für alle Heroinen, Musen und Halbgöttinnen gelten
mußte. Ein Künstler, der dergleichen vermochte, war in dem
bedeutenden geselligen Kreise eines Ritter Hamilton sehr wohl
aufgenommen.



August
Korrespondenz
Den 1. August 1787.
Den ganzen Tag fleißig und still wegen der Hitze. Meine beste Freude
bei der großen Wärme ist die überzeugung, daß ihr auch einen guten
Sommer in Deutschland haben werdet. Hier das Heu einführen zu sehen,
ist die größte Lust, da es in dieser Zeit gar nicht regnet und so der
Feldbau nach Willkür behandelt werden kann, wenn sie nur Feldbau
hätten.
Abends ward in der Tiber gebadet, in wohlangelegten sichern
Badhäuschen; dann auf Trinità de' Monti spaziert und frische Luft im
Mondschein genossen. Die Mondscheine sind hier, wie man sie sich
denkt oder fabelt.
Der vierte Akt von "Egmont" ist fertig, im nächsten Brief hoff' ich
dir den Schluß des Stückes anzukündigen.

Den 11. August.
Ich bleibe noch bis künftige Ostern in Italien. Ich kann jetzt nicht
aus der Lehre laufen. Wenn ich aushalte, komme ich gewiß so weit, daß
ich meinen Freunden mit mir Freude machen kann. Ihr sollt immer
Briefe von mir haben, meine Schriften kommen nach und nach, so habt
ihr den Begriff von mir als eines abwesend Lebenden, da ihr mich so
oft als einen gegenwärtig Toten bedauert habt.
"Egmont" ist fertig und wird zu Ende dieses Monats abgehen können.
Alsdann erwarte ich mit Schmerzen euer Urteil.
Kein Tag vergeht, daß ich nicht in Kenntnis und Ausübung der Kunst
zunehme. Wie eine Flasche sich leicht füllt, die man oben offen unter
das Wasser stößt, so kann man hier leicht sich ausfüllen, wenn man
empfänglich und bereitet ist; es drängt das Kunstelement von allen
Seiten zu.
Den guten Sommer, den ihr habt, konnte ich hier voraussagen. Wir
haben ganz gleichen reinen Himmel und am hohen Tag entsetzliche Hitze,
der ich in meinem kühlen Saale ziemlich entgehe. September und
Oktober will ich auf dem Lande zubringen und nach der Natur zeichnen.
Vielleicht geh' ich wieder nach Neapel, um Hackerts Unterricht zu
genießen. Er hat mich in vierzehn Tagen, die ich mit ihm auf dem
Lande war, weiter gebracht, als ich in Jahren für mich würde
vorgerückt sein. Noch schicke ich dir nichts und halte ein Dutzend
kleine Skizzchen zurück, um dir auf mal etwas Gutes zu senden.
Diese Woche ist still und fleißig hingegangen. Besonders hab' ich in
der Perspektiv manches gelernt. Verschaffelt, ein Sohn des Mannheimer
Direktors, hat diese Lehre recht durchgedacht und teilt mir seine
Kunststücke mit. Auch sind einige Mondscheine aufs Brett gekommen und
ausgetuscht worden, nebst einigen andern Ideen, die fast zu toll sind,
als daß man sie mitteilen sollte.

Rom, den 11. August 1787.
Ich habe der Herzogin einen langen Brief geschrieben und ihr geraten,
die Reise nach Italien noch ein Jahr zu verschieben. Geht sie im
Oktober, so kommt sie gerade zur Zeit in dies schöne Land, wenn sich
das Wetter umkehrt, und sie hat einen bösen Spaß. Folgt sie mir in
diesem und andrem, so kann sie Freude haben, wenn das Glück gut ist.
Ich gönne ihr herzlich diese Reise.
Es ist sowohl für mich als für andere gesorgt, und die Zukunft wollen
wir geruhig erwarten. Niemand kann sich umprägen und niemand seinem
Schicksale entgehn. Aus eben diesem Briefe wirst du meinen Plan sehn
und ihn hoffentlich billigen. Ich wiederhole hier nichts.
Ich werde oft schreiben und den Winter durch immer im Geiste unter
euch sein. Tasso kommt nach dem neuen Jahre. Faust soll auf seinem
Mantel als Kurier meine Ankunft melden. Ich habe alsdann eine
Hauptepoche zurückgelegt, rein geendigt, und kann wieder anfangen und
eingreifen, wo es nötig ist. Ich fühle mir einen leichtern Sinn und
bin fast ein andrer Mensch als vorm Jahr.
Ich lebe in Reichtum und überfluß alles dessen, was mir eigens lieb
und wert ist, und habe erst diese paar Monate meine Zeit hier recht
genossen. Denn es legt sich nun auseinander, und die Kunst wird mir
wie eine zweite Natur, die gleich der Minerva aus dem Haupte Jupiters,
so aus dem Haupte der größten Menschen geboren worden. Davon sollt
ihr in der Folge tagelang, wohl jahrelang unterhalten werden.
Ich wünsche euch allen einen guten September. Am Ende Augusts, wo
alle unsre Geburtstage zusammentreffen, will ich eurer fleißig
gedenken. Wie die Hitze abnimmt, geh' ich aufs Land, dort zu zeichnen,
indes tu' ich, was in der Stube zu tun ist, und muß oft pausieren.
Abends besonders muß man sich vor Verkältung in acht nehmen.

Rom, den 18. August 1787.
Diese Woche hab' ich einigermaßen von meiner nordischen Geschäftigkeit
nachlassen müssen, die ersten Tage waren gar zu heiß. Ich habe also
nicht so viel getan, als ich wünschte. Nun haben wir seit zwei Tagen
die schönste Tramontane und eine gar freie Luft. September und
Oktober müssen ein paar himmlische Monate werden.
Gestern fuhr ich vor Sonnenaufgang nach Acqua acetosa; es ist wirklich
zum Närrischwerden, wenn man die Klarheit, die Mannigfaltigkeit,
duftige Durchsichtigkeit und himmlische Färbung der Landschaft,
besonders der Fernen ansieht.
Moritz studiert jetzt die Antiquitäten und wird sie zum Gebrauch der
Jugend und zum Gebrauch eines jeden Denkenden vermenschlichen und von
allem Büchermoder und Schulstaub reinigen. Er hat eine gar glückliche
richtige Art, die Sachen anzusehn, ich hoffe, daß er sich auch Zeit
nehmen wird, gründlich zu sein. Wir gehen des Abends spazieren, und
er erzählt mir, welchen Teil er des Tags durchgedacht, was er in den
Autoren gelesen, und so füllt sich auch diese Lücke aus, die ich bei
meinen übrigen Beschäftigungen lassen mußte und nur spät und mit Mühe
nachholen könnte. Ich sehe indes Gebäude, Straßen, Gegend, Monumente
an, und wenn ich abends nach Hause komme, wird ein Bild, das mir
besonders aufgefallen, unterm Plaudern aufs Papier gescherzt. Ich
lege dir eine solche Skizze von gestern abend bei. Es ist die
ungefähre Idee, wenn man von hinten das Kapitol heraufkommt.
Mit der guten Angelika war ich Sonntags die Gemälde des Prinzen
Aldobrandini, besonders einen trefflichen Leonard da Vinci zu sehen.
Sie ist nicht glücklich, wie sie es zu sein verdiente bei dem wirklich
großen Talent und bei dem Vermögen, das sich täglich mehrt. Sie ist
müde, auf den Kauf zu malen, und doch findet ihr alter Gatte es gar zu
schön, daß so schweres Geld für oft leichte Arbeit einkommt. Sie
möchte nun sich selbst zur Freude, mit mehr Muße, Sorgfalt und Studium
arbeiten und könnte es. Sie haben keine Kinder, können ihre
Interessen nicht verzehren, und sie verdient täglich auch mit mäßiger
Arbeit noch genug hinzu. Das ist nun aber nicht und wird nicht. Sie
spricht sehr aufrichtig mit mir, ich hab' ihr meine Meinung gesagt,
hab' ihr meinen Rat gegeben und muntre sie auf, wenn ich bei ihr bin.
Man rede von Mangel und Unglück, wenn die, welche genug besitzen, es
nicht brauchen und genießen können! Sie hat ein unglaubliches und als
Weib wirklich ungeheures Talent. Man muß sehen und schätzen, was sie
macht, nicht das, was sie zurückläßt. Wie vieler Künstler Arbeiten
halten Stich, wenn man rechnen will, was fehlt!
Und so, meine Lieben, wird mir Rom, das römische Wesen, Kunst und
Künstler immer bekannter, und ich sehe die Verhältnisse ein, sie
werden mir nah und natürlich, durchs Mitleben und Hin--und Herwandeln.
Jeder bloße Besuch gibt falsche Begriffe. Sie möchten mich auch hier
aus meiner Stille und Ordnung bringen und in die Welt ziehen, ich
wahre mich, so gut ich kann. Verspreche, verzögre, weiche aus,
versprach wieder und spiele den Italiener mit den Italienern. Der
Kardinal Staatssekretär, Buoncompagni, hat mir es gar zu nahe legen
lassen, ich werde aber ausweichen, bis ich halb September aufs Land
gehe. Ich scheue mich vor den Herren und Damen wie vor einer bösen
Krankheit, es wird mir schon weh, wenn ich sie fahren sehe.

Rom, den 23. August 1787
Euren lieben Brief Nr. 24 erhielt ich vorgestern, eben als ich nach
dem Vatikan ging, und habe ihn unterwegs und in der Sixtinischen
Kapelle aber--und abermals gelesen, sooft ich ausruhte von dem Sehen
und Aufmerken. Ich kann euch nicht ausdrücken, wie sehr ich euch zu
mir gewünscht habe, damit ihr nur einen Begriff hättet, was ein
einziger und ganzer Mensch machen und ausrichten kann; ohne die
Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen
anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag. Man hört und
liest von viel großen und braven Leuten, aber hier hat man es noch
ganz lebendig über dem Haupte, vor den Augen. Ich habe mich viel mit
euch unterhalten und wollte, es stünde alles auf dem Blatte. Ihr
wollt von mir wissen! Wie vieles könnt' ich sagen! Denn ich bin
wirklich umgeboren und erneuert und ausgefüllt. Ich fühle, daß sich
die Summe meiner Kräfte zusammenschließt, und hoffe noch etwas zu tun.
Über Landschaft und Architektur habe ich diese Zeit her ernstlich
nachgedacht, auch einiges versucht und sehe nun, wo es damit hinaus
will, auch wie weit es zu bringen wäre.
Nun hat mich zuletzt das A und O aller uns bekannten Dinge, die
menschliche Figur, angefaßt, und ich sie, und ich sage: "Herr, ich
lasse dich nicht, du segnest mich denn, und sollt' ich mich lahm
ringen." Mit dem Zeichnen geht es gar nicht, und ich habe also mich
zum Modellieren entschlossen, und das scheint rücken zu wollen.
Wenigstens bin ich auf einen Gedanken gekommen, der mir vieles
erleichtert. Es wäre zu weitläufig, es zu detaillieren, und es ist
besser zu tun als zu reden. Genug, es läuft darauf hinaus, daß mich
nun mein hartnäckig Studium der Natur, meine Sorgfalt, mit der ich in
der komparierenden Anatomie zu Werke gegangen bin, nunmehr in den
Stand setzen, in der Natur und den Antiken manches im ganzen zu sehen,
was den Künstlern im einzelnen aufzusuchen schwer wird, und das sie,
wenn sie es endlich erlangen, nur für sich besitzen und andern nicht
mitteilen können.
Ich habe alle meine physiognomischen Kunststückchen, die ich aus Pik
auf den Propheten in den Winkel geworfen, wieder hervorgesucht, und
sie kommen mir gut zu passe. Ein Herkuleskopf ist angefangen; wenn
dieser glückt, wollen wir weitergehen.
So entfernt bin ich jetzt von der Welt und allen weltlichen Dingen, es
kommt mir recht wunderbar vor, wenn ich eine Zeitung lese. Die
Gestalt dieser Welt vergeht, ich möchte mich nur mit dem beschäftigen,
was bleibende Verhältnisse sind, und so nach der Lehre des *** meinem
Geiste erst die Ewigkeit verschaffen.
Gestern sah ich bei Ch. v. Worthley, der eine Reise nach Griechenland,
ägypten etc. gemacht hat, viele Zeichnungen. Was mich am meisten
interessierte, waren Zeichnungen nach Basreliefs, welche im Fries des
Tempels der Minerva zu Athen sind, Arbeiten des Phidias. Man kann
sich nichts Schöneres denken als die wenigen einfachen Figuren.
Übrigens war wenig Reizendes an den vielen gezeichneten Gegenständen;
die Gegenden waren nicht glücklich, die Architektur besser.
Lebe wohl für heute. Es wird meine Büste gemacht, und das hat mir
drei Morgen dieser Woche gekostet.

Den 28. August 1787.
Mir ist diese Tage manches Gute begegnet, und heute zum Feste kam mir
Herders Büchlein voll würdiger Gottesgedanken. Es war mir tröstlich
und erquicklich, sie in diesem Babel, der Mutter so vieles Betrugs und
Irrtums, so rein und schön zu lesen, und zu denken, daß doch jetzt die
Zeit ist, wo sich solche Gesinnungen, solche Denkarten verbreiten
können und dürfen. Ich werde das Büchlein in meiner Einsamkeit noch
oft lesen und beherzigen, auch Anmerkungen dazu machen, welche Anlaß
zu künftigen Unterredungen geben können.
Ich habe diese Tage immer weiter um mich gegriffen in Betrachtung der
Kunst, und übersehe nun fast das ganze Pensum, das mir zu absolvieren
bleibt; und wenn es absolviert ist, ist noch nichts getan. Vielleicht
gibt's andern Anlaß, dasjenige leichter und besser zu tun, wozu Talent
und Geschick bestimmt.
Die französische Akademie hat ihre Arbeiten ausgestellt; es sind
interessante Sachen drunter. Pindar, der die Götter um ein
glückliches Ende bittet, fällt in die Arme eines Knaben, den er sehr
liebt, und stirbt. Es ist viel Verdienst in dem Bilde. Ein Architekt
hat eine gar artige Idee ausgeführt, er hat das jetzige Rom von einer
Seite gezeichnet, wo es sich mit allen seinen Teilen gut ausnimmt.
Dann hat er auf einem andern Blatte das alte Rom vorgestellt, als wenn
man es aus demselben Standpunkt sähe. Die Orte, wo die alten
Monumente gestanden, weiß man, ihre Form auch meistens, von vielen
stehen noch die Ruinen. Nun hat er alles Neue weggetan und das Alte
wiederhergestellt, wie es etwa zu Zeiten Diokletians ausgesehen haben
mag, und mit ebensoviel Geschmack als Studium, und allerliebst gefärbt.

Was ich tun kann, tu' ich, und häufe so viel von allen diesen
Begriffen und Talenten auf mich, als ich schleppen kann, und bringe
auf diese Weise doch das Reellste mit.
Hab' ich dir schon gesagt, daß Trippel meine Büste arbeitet? Der
Fürst von Waldeck hat sie bei ihm bestellt. Er ist schon meist fertig,
und es macht ein gutes Ganze. Sie ist in einem sehr soliden Stil
gearbeitet. Wenn das Modell fertig ist, wird er eine Gipsform darüber
machen und dann gleich den Marmor anfangen, welchen er dann zuletzt
nach dem Leben auszuarbeiten wünscht; denn was sich in dieser Materie
tun läßt, kann man in keiner andern erreichen.
Angelika malt jetzt ein Bild, das sehr glücken wird: die Mutter der
Gracchen, wie sie einer Freundin, welche ihre Juwelen auskramte, ihre
Kinder als die besten Schätze zeigt. Es ist eine natürliche und sehr
glückliche Komposition.
Wie schön ist es, zu säen, damit geerntet werde! Ich habe hier
durchaus verschwiegen, daß heute mein Geburtstag sei, und dachte beim
Aufstehen: sollte mir denn von Hause nichts zur Feier kommen? Und
siehe, da wird mir euer Paket gebracht, das mich unsäglich erfreut.
Gleich setzte ich mich hin, es zu lesen, und bin nun zu Ende und
schreibe gleich meinen herzlichsten Dank nieder.
Nun möchte ich denn erst bei euch sein, da sollte es an ein Gespräch
gehen, zu Ausführung einiger angedeuteten Punkte. Genug, das wird uns
auch werden, und ich danke herzlich, daß eine Säule gesetzt ist, von
welcher an wir nun unsre Meilen zählen können. Ich wandle starken
Schrittes in den Gefilden der Natur und Kunst herum und werde dir mit
Freuden von da aus entgegenkommen.
Ich habe es heute nach Empfang deines Briefes noch einmal durchgedacht
und muß darauf beharren: mein Kunststudium, mein Autorwesen, alles
fordert noch diese Zeit. In der Kunst muß ich es so weit bringen, daß
alles anschauende Kenntnis werde, nichts Tradition und Name bleibe,
und ich zwinge es in diesem halben Jahre, auch ist es nirgends als in
Rom zu zwingen. Meine Sächelchen (denn sie kommen mir sehr im
Diminutiv vor) muß ich wenigstens mit Sammlung und Freudigkeit enden.
Dann zieht mich alles nach dem Vaterlande zurück. Und wenn ich auch
ein isoliertes, privates Leben führen sollte, habe ich so viel
nachzuholen und zu vereinigen, daß ich für zehn Jahre keine Ruhe sehe.
In der Naturgeschichte bring' ich dir Sachen mit, die du nicht
erwartest. Ich glaube dem Wie der Organisation sehr nahe zu rücken.
Du sollst diese Manifestationen (nicht Fulgurationen) unsres Gottes
mit Freuden beschauen und mich belehren, wer in der alten und neuen
Zeit dasselbe gefunden, gedacht, es von eben der Seite oder aus einem
wenig abweichenden Standpunkte betrachtet.



Bericht
August
Zu Anfang dieses Monats reifte bei mir der Vorsatz, noch den nächsten
Winter in Rom zu bleiben; Gefühl und Einsicht, daß ich aus diesem
Zustande noch völlig unreif mich entfernen, auch daß ich nirgends
solchen Raum und solche Ruhe für den Abschluß meiner Werke finden
würde, bestimmten mich endlich; und nun, als ich solches nach Hause
gemeldet hatte, begann ein Zeitraum neuer Art.
Die große Hitze, welche sich nach und nach steigerte und einer allzu
raschen Tätigkeit Ziel und Maß gab, machte solche Räume angenehm und
wünschenswert, wo man seine Zeit nützlich in Ruh' und Kühlung
zubringen konnte. Die Sixtinische Kapelle gab hiezu die schönste
Gelegenheit. Gerade zu dieser Zeit hatte Michelangelo aufs neue die
Verehrung der Künstler gewonnen; neben seinen übrigen großen
Eigenschaften sollt' er sogar auch im Kolorit nicht übertroffen worden
sein, und es wurde Mode, zu streiten, ob er oder Raffael mehr Genie
gehabt. Die Transfiguration des letzteren wurde mitunter sehr strenge
getadelt und die Disputa das beste seiner Werke genannt; wodurch sich
denn schon die später aufgekommene Vorliebe für Werke der alten Schule
ankündigte, welche der stille Beobachter nur für ein Symptom halber
und unfreier Talente betrachten und sich niemals damit befreunden
konnte.
Es ist so schwer, ein großes Talent zu fassen, geschweige denn zwei
zugleich. Wir erleichtern uns dieses durch Parteilichkeit; deshalb
denn die Schätzung von Künstlern und Schriftstellern immer schwankt
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Italienische Reise — Band 2 - 04
  • Büleklär
  • Italienische Reise — Band 2 - 01
    Süzlärneñ gomumi sanı 4273
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    39.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 02
    Süzlärneñ gomumi sanı 4329
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1617
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    Süzlärneñ gomumi sanı 4335
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    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4288
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1586
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4274
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1677
    39.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4230
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1641
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4208
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1755
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1724
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4099
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1747
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4143
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1803
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4227
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1486
    37.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4184
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1557
    36.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4341
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    40.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4237
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1446
    40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4097
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1722
    37.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 2 - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 370
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 276
    47.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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