Italienische Reise — Band 1 - 18

Süzlärneñ gomumi sanı 4080
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1788
34.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
47.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
53.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
von tausend roten nelkenhaften Blüten, locken das Auge. Ganz fremde,
mir unbekannte Bäume, noch ohne Laub, wahrscheinlich aus wärmern
Gegenden, verbreiten seltsame Zweige. Eine hinter dem flachen Raum
erhöhte Bank läßt einen so wundersam verschlungenen Wachstum übersehen
und lenkt den Blick zuletzt auf große Bassins, in welchen Gold--und
Silberfische sich gar lieblich bewegen, bald sich unter bemooste
Röhren verbergen, bald wieder scharenweise durch einen Bissen Brot
gelockt, sich versammeln. An den Pflanzen erscheint durchaus ein Grün,
das wir nicht gewohnt sind, bald gelblicher, bald blaulicher als bei
uns. Was aber dem Ganzen die wundersamste Anmut verlieh, war ein
starker Duft, der sich über alles gleichförmig verbreitete, mit so
merklicher Wirkung, daß die Gegenstände, auch nur einige Schritte
hintereinander entfernt, sich entschiedener hellblau voneinander
absetzten, so daß ihre eigentümliche Farbe zuletzt verlorenging, oder
wenigstens sehr überbläut sie sich dem Auge darstellten.
Welche wundersame Ansicht ein solcher Duft entfernteren Gegenständen,
Schiffen, Vorgebirgen erteilt, ist für ein malerisches Auge merkwürdig
genug, indem die Distanzen genau zu unterscheiden, ja zu messen sind;
deswegen auch ein Spaziergang auf die Höhe höchst reizend ward. Man
sah keine Natur mehr, sondern nur Bilder, wie sie der künstlichste
Maler durch Lasieren auseinander gestuft hätte.
Aber der Eindruck jenes Wundergartens war mir zu tief geblieben; die
schwärzlichen Wellen am nördlichen Horizonte, ihr Anstreben an die
Buchtkrümmungen, selbst der eigene Geruch des dünstenden Meeres, das
alles rief mir die Insel der seligen Phäaken in die Sinne sowie ins
Gedächtnis. Ich eilte sogleich, einen Homer zu kaufen, jenen Gesang
mit großer Erbauung zu lesen und eine übersetzung aus dem Stegreif
Kniepen vorzutragen, der wohl verdiente, bei einem guten Glase Wein
von seinen strengen heutigen Bemühungen behaglich auszuruhen.

Palermo, den 8. April 1787. Ostersonntag.
Nun aber ging die lärmige Freude über die glückliche Auferstehung des
Herrn mit Tagesanbruch los. Petarden, Lauffeuer, Schläge, Schwärmer
und dergleichen wurden kastenweis vor den Kirchtüren losgebrannt,
indessen die Gläubigen sich zu den eröffneten Flügelpforten drängten.
Glocken--und Orgelschall, Chorgesang der Prozessionen und der ihnen
entgegnenden geistlichen Chöre konnten wirklich das Ohr derjenigen
verwirren, die an eine so lärmende Gottesverehrung nicht gewöhnt waren.

Die frühe Messe war kaum geendigt, als zwei wohlgeputzte Laufer des
Vizekönigs unsern Gasthof besuchten, in der doppelten Absicht, einmal
den sämtlichen Fremden zum Feste zu gratulieren und dagegen ein
Trinkgeld einzunehmen, mich sodann zur Tafel zu laden, weshalb meine
Gabe etwas erhöht werden mußte.
Nachdem ich den Morgen zugebracht, die verschiedenen Kirchen zu
besuchen und die Volksgesichter und Gestalten zu betrachten, fuhr ich
zum Palast des Vizekönigs, welcher am obern Ende der Stadt liegt.
Weil ich etwas zu früh gekommen, fand ich die großen Säle noch leer,
nur ein kleiner, munterer Mann ging auf mich zu, den ich sogleich für
einen Malteser erkannte.
Als er vernahm, daß ich ein Deutscher sei, fragte er, ob ich ihm
Nachricht von Erfurt zu geben wisse, er habe daselbst einige Zeit sehr
angenehm zugebracht. Auf seine Erkundigungen nach der von
Dacherödischen Familie, nach dem Koadjutor von Dalberg konnte ich ihm
hinreichende Auskunft geben, worüber er sehr vergnügt nach dem übrigen
Thüringen fragte. Mit bedenklichem Anteil erkundigte er sich nach
Weimar. "Wie steht es denn", sagte er, "mit dem Manne, der, zu meiner
Zeit jung und lebhaft, daselbst Regen und schönes Wetter machte? Ich
habe seinen Namen vergessen, genug aber, es ist der Verfasser des
Werthers'."
Nach einer kleinen Pause, als wenn ich mich bedächte, erwiderte ich:
"Die Person, nach der Ihr Euch gefällig erkundigt, bin ich selbst!
"--Mit dem sichtbarsten Zeichen des Erstaunens fuhr er zurück und rief
aus: "Da muß sich viel verändert haben!"--"O ja!" versetzte ich,
"zwischen Weimar und Palermo hab' ich manche Veränderung gehabt."
In dem Augenblick trat mit seinem Gefolge der Vizekönig herein und
betrug sich mit anständiger Freimütigkeit, wie es einem solchen Herrn
geziemt. Er enthielt sich jedoch nicht des Lächelns über den Malteser,
welcher seine Verwunderung, mich hier zu sehen, auszudrücken fortfuhr.
Bei Tafel sprach der Vizekönig, neben dem ich saß, über die Absicht
meiner Reise und versicherte, daß er Befehl geben wolle, mich in
Palermo alles sehen zu lassen und mich auf meinem Wege durch Sizilien
auf alle Weise zu fördern.

Palermo, Montag, den 9. April 1787.
Heute den ganzen Tag beschäftigte uns der Unsinn des Prinzen
Pallagonia, und auch diese Torheiten waren ganz etwas anders, als wir
uns lesend und hörend vorgestellt. Denn bei der größten
Wahrheitsliebe kommt derjenige, der vom Absurden Rechenschaft geben
soll, immer ins Gedränge: er will einen Begriff davon überliefern, und
so macht er es schon zu etwas, da es eigentlich ein Nichts ist,
welches für etwas gehalten sein will. Und so muß ich noch eine andere
allgemeine Reflexion vorausschicken, daß weder das Abgeschmackteste
noch das Vortrefflichste ganz unmittelbar aus einem Menschen, aus
einer Zeit hervorspringe, daß man vielmehr beiden mit einiger
Aufmerksamkeit eine Stammtafel der Herkunft nachweisen könne.
Jener Brunnen in Palermo gehört unter die Vorfahren der Pallagonischen
Raserei, nur daß diese hier, auf eignem Grund und Boden, in der
größten Freiheit und Breite sich hervortut. Ich will den Verlauf des
Entstehens zu entwickeln suchen.
Wenn ein Lustschloß in diesen Gegenden mehr oder weniger in der Mitte
des ganzen Besitztums liegt und man also, um zu der herrschaftlichen
Wohnung zu gelangen, durch gebaute Felder, Küchengärten und
dergleichen landwirtschaftliche Nützlichkeiten zu fahren hat, erweisen
sie sich haushälterischer als die Nordländer, die oft eine große
Strecke guten Bodens zu einer Parkanlage verwenden, um mit
unfruchtbarem Gesträuche dem Auge zu schmeicheln. Diese Südländer
hingegen führen zwei Mauern auf, zwischen welchen man zum Schloß
gelangt, ohne daß man gewahr werde, was rechts oder links vorgeht.
Dieser Weg beginnt gewöhnlich mit einem großen Portal, wohl auch mit
einer gewölbten Halle und endigt im Schloßhofe. Damit nun aber das
Auge zwischen diesen Mauern nicht ganz unbefriedigt sei, so sind sie
oben ausgebogen, mit Schnörkeln und Postamenten verziert, worauf
allenfalls hie und da eine Vase steht. Die Flächen sind abgetüncht,
in Felder geteilt und angestrichen. Der Schloßhof macht ein Rund von
einstöckigen Häusern, wo Gesinde und Arbeitsleute wohnen; das
viereckte Schloß steigt über alles empor.
Dies ist die Art der Anlage, wie sie herkömmlich gegeben ist, wie sie
auch schon früher mag bestanden haben, bis der Vater des Prinzen das
Schloß baute, zwar auch nicht in dem besten, aber doch erträglichem
Geschmack. Der jetzige Besitzer aber, ohne jene allgemeinen Grundzüge
zu verlassen, erlaubt seiner Lust und Leidenschaft zu mißgestaltetem,
abgeschmacktem Gebilde den freisten Lauf, und man erzeigt ihm viel
zuviel Ehre, wenn man ihm nur einen Funken Einbildungskraft zuschreibt.

Wir treten also in die große Halle, welche mit der Grenze des
Besitztums selbst anfängt, und finden ein Achteck, sehr hoch zur
Breite. Vier ungeheure Riesen mit modernen, zugeknöpften Gamaschen
tragen das Gesims, auf welchem dem Eingang gerade gegenüber die
heilige Dreieinigkeit schwebt.

Die Villa Palagonia in Bagheria. Aquatinta von Houel
Der Weg nach dem Schlosse zu ist breiter als gewöhnlich, die Mauer in
einen fortlaufenden hohen Sockel verwandelt, auf welchem
ausgezeichnete Basamente seltsame Gruppen in die Höhe tragen, indessen
in dem Raum von einer zur andern mehrere Vasen aufgestellt sind. Das
Widerliche dieser von den gemeinsten Steinhauern gepfuschten
Mißbildungen wird noch dadurch vermehrt, daß sie aus dem losesten
Muscheltuff gearbeitet sind; doch würde ein besseres Material den
Unwert der Form nur desto mehr in die Augen setzen. Ich sagte vorhin
Gruppen und bediente mich eines falschen, an dieser Stelle
uneigentlichen Ausdrucks; denn diese Zusammenstellungen sind durch
keine Art von Reflexion oder auch nur Willkür entstanden, sie sind
vielmehr zusammengewürfelt. Jedesmal drei bilden den Schmuck eines
solchen viereckten Postaments, indem ihre Basen so eingerichtet sind,
daß sie zusammen in verschiedenen Stellungen den viereckigen Raum
ausfüllen. Die vorzüglichste besteht gewöhnlich aus zwei Figuren, und
ihre Base nimmt den größten vordern Teil des Piedestals ein; diese
sind meistenteils Ungeheuer von tierischer und menschlicher Gestalt.
Um nun den hintern Raum der Piedestalfläche auszufüllen, bedarf es
noch zweier Stücke; das von mittlerer Größe stellt gewöhnlich einen
Schäfer oder eine Schäferin, einen Kavalier oder eine Dame, einen
tanzenden Affen oder Hund vor. Nun bleibt auf dem Piedestal noch eine
Lücke: diese wird meistens durch einen Zwerg ausgefüllt, wie denn
überall dieses Geschlecht bei geistlosen Scherzen eine große Rolle
spielt.
Daß wir aber die Elemente der Tollheit des Prinzen Pallagonia
vollständig überliefern, geben wir nachstehendes Verzeichnis.
Menschen: Bettler, Bettlerinnen, Spanier, Spanierinnen, Mohren, Türken,
italki
Buckelige, alle Arten Verwachsene, Zwerge, Musikanten, Pulcinelle,
antik kostümierte Soldaten, Götter, Göttinnen, altfranzösisch
Gekleidete, Soldaten mit Patrontaschen und Gamaschen, Mythologie mit
fratzenhaften Zutaten: Achill und Chiron mit Pulcinell. Tiere: nur
Teile derselben, Pferd mit Menschenhänden, Pferdekopf auf
Menschenkörper, entstellte Affen, viele Drachen und Schlangen, alle
Arten von Pfoten an Figuren aller Art, Verdoppelungen, Verwechslungen
der Köpfe. Vasen: alle Arten von Monstern und Schnörkeln, die
unterwärts zu Vasenbäuchen und Untersätzen endigen.
Denke man sich nun dergleichen Figuren schockweise verfertigt und ganz
ohne Sinn und Verstand entsprungen, auch ohne Wahl und Absicht
zusammengestellt, denke man sich diesen Sockel, diese Piedestale und
Unformen in einer unabsehbaren Reihe, so wird man das unangenehme
Gefühl mit empfinden, das einen jeden überfallen muß, wenn er durch
diese Spitzruten des Wahnsinns durchgejagt wird.
Wir nähern uns dem Schlosse und werden durch die Arme eines halbrunden
Vorhofs empfangen; die entgegenstehende Hauptmauer, wodurch das Tor
geht, ist burgartig angelegt. Hier finden wir eine ägyptische Figur
eingemauert, einen Springbrunnen ohne Wasser, ein Monument, zerstreut
umherliegende Vasen, Statuen, vorsätzlich auf die Nase gelegt. Wir
treten in den Schloßhof und finden das herkömmliche, mit kleinen
Gebäuden umgebene Rund in kleineren Halbzirkeln ausgebogt, damit es ja
an Mannigfaltigkeit nicht fehle.
Der Boden ist größtenteils mit Gras bewachsen. Hier stehen wie auf
einem verfallenen Kirchhofe seltsam geschnörkelte Marmorvasen vom
Vater her, Zwerge und sonstige Ungestalten aus der neuern Epoche
zufällig durcheinander, ohne daß sie bis jetzt einen Platz finden
können; sogar tritt man vor eine Laube, vollgepfropft von alten Vasen
und anderem geschnörkeltem Gestein.
Das Widersinnige einer solchen geschmacklosen Denkart zeigt sich aber
im höchsten Grade darin, daß die Gesimse der kleinen Häuser durchaus
schief nach einer oder der andern Seite hinhängen, so daß das Gefühl
der Wasserwaage und des Perpendikels, das uns eigentlich zu Menschen
macht und der Grund aller Eurhythmie ist, in uns zerrissen und gequält
wird. Und so sind denn auch diese Dachreihen mit Hydern und kleinen
Büsten, mit musizierenden Affenchören und ähnlichem Wahnsinn verbrämt.
Drachen, mit Göttern abwechselnd, ein Atlas, der statt der
Himmelskugel ein Weinfaß trägt.
Gedenkt man sich aber aus allem diesem in das Schloß zu retten,
welches, vom Vater erbaut, ein relativ vernünftiges äußeres Ansehen
hat, so findet man nicht weit vor der Pforte den lorbeerbekränzten
Kopf eines römischen Kaisers auf einer Zwerggestalt, die auf einem
Delphin sitzt.
Im Schlosse selbst nun, dessen äußeres ein leidliches Innere erwarten
läßt, fängt das Fieber des Prinzen schon wieder zu rasen an. Die
Stuhlfüße sind ungleich abgesägt, so daß niemand Platz nehmen kann,
und vor den sitzbaren Stühlen warnt der Kastellan, weil sie unter
ihren Sammetpolstern Stacheln verbergen. Kandelaber von chinesischem
Porzellan stehen in den Ecken, welche, näher betrachtet, aus einzelnen
Schalen, Ober--und Untertassen und dergleichen zusammengekittet sind.
Kein Winkel, wo nicht irgendeine Willkür hervorblickte. Sogar der
unschätzbare Blick über die Vorgebirge ins Meer wird durch farbige
Scheiben verkümmert, welche durch einen unwahren Ton die Gegend
entweder verkälten oder entzünden. Eines Kabinetts muß ich noch
erwähnen, welches aus alten vergoldeten, zusammengeschnittenen Rahmen
aneinander getäfelt ist. Alle die hundertfältigen Schnitzmuster, alle
die verschiedenen Abstufungen einer ältern oder jüngern, mehr oder
weniger bestaubten und beschädigten Vergoldung bedecken hier, hart
aneinander gedrängt, die sämtlichen Wände und geben den Begriff von
einem zerstückelten Trödel.
Die Kapelle zu beschreiben, wäre allein ein Heftchen nötig. Hier
findet man den Aufschluß über den ganzen Wahnsinn, der nur in einem
bigotten Geiste bis auf diesen Grad wuchern konnte. Wie manches
Fratzenbild einer irregeleiteten Devotion sich hier befinden mag, geb'
ich zu vermuten, das Beste jedoch will ich nicht vorenthalten. Flach
an der Decke nämlich ist ein geschnitztes Kruzifix von ziemlicher
Größe befestigt, nach der Natur angemalt, lackiert mit untermischter
Vergoldung. Dem Gekreuzigten in den Nabel ist ein Haken eingeschraubt,
eine Kette aber, die davon herabhängt, befestigt sich in den Kopf
eines knieend betenden, in der Luft schwebenden Mannes, der, angemalt
und lackiert wie alle übrigen Bilder der Kirche, wohl ein Sinnbild der
ununterbrochenen Andacht des Besitzers darstellen soll.
übrigens ist der Palast nicht ausgebaut: ein großer, von dem Vater
bunt und reich angelegter, aber doch nicht widerlich verzierter Saal
war unvollendet geblieben; wie denn der grenzenlose Wahnsinn des
Besitzers mit seinen Narrheiten nicht zu Rande kommen kann.
Kniepen, dessen Künstlersinn innerhalb dieses Tollhauses zur
Verzweiflung getrieben wurde, sah ich zum erstenmal ungeduldig; er
trieb mich fort, da ich mir die Elemente dieser Unschöpfung einzeln zu
vergegenwärtigen und zu schematisieren suchte. Gutmütig genug
zeichnete er zuletzt noch eine von den Zusammenstellungen, die einzige,
die noch wenigstens eine Art von Bild gab. Sie stellt ein Pferdweib
auf einem Sessel sitzend, gegen einem unterwärts altmodisch
gekleideten, mit Greifenkopf, Krone und großer Perücke gezierten
Kavalier Karte spielend vor und erinnert an das nach aller Tollheit
noch immer höchst merkwürdige Wappen des Hauses Pallagonia: ein Satyr
hält einem Weibe, das einen Pferdekopf hat, einen Spiegel vor.

Palermo, Dienstag, den 10. April 1787
Heute fuhren wir bergauf nach Monreale. Ein herrlicher Weg, welchen
der Abt jenes Klosters zur Zeit eines überschwenglichen Reichtums
angelegt hat; breit, bequemen Anstiegs, Bäume hie und da, besonders
aber weitläufige Spring--und Röhrenbrunnen, beinah pallagonisch
verschnörkelt und verziert, desungeachtet aber Tiere und Menschen
erquickend.
Das Kloster San Martin, auf der Höhe liegend, ist eine respektable
Anlage. Ein Hagestolz allein, wie man am Prinzen Pallagonia sieht,
hat selten etwas Vernünftiges hervorgebracht, mehrere zusammen
hingegen die allergrößten Werke, wie Kirchen und Klöster zeigen. Doch
wirkten die geistlichen Gesellschaften wohl nur deswegen so viel, weil
sie noch mehr als irgendein Familienvater einer unbegrenzten
Nachkommenschaft gewiß waren.
Die Mönche ließen uns ihre Sammlungen sehen. Von Altertümern und
natürlichen Sachen verwahren sie manches Schöne. Besonders fiel uns
auf eine Medaille mit dem Bilde einer jungen Göttin, das Entzücken
erregen mußte. Gern hätten uns die guten Männer einen Abdruck
mitgegeben, es war aber nichts bei Handen, was zu irgend einer Art von
Form tauglich gewesen wäre.
Nachdem sie uns alles vorgezeigt, nicht ohne traurige Vergleichung der
vorigen und gegenwärtigen Zustände, brachten sie uns in einen
angenehmen kleinen Saal, von dessen Balkon man eine liebliche Aussicht
genoß; hier war für uns beide gedeckt, und es fehlte nicht an einem
sehr guten Mittagessen. Nach dem aufgetragenen Dessert trat der Abt
herein, begleitet von seinen ältesten Mönchen, setzte sich zu uns und
blieb wohl eine halbe Stunde, in welcher Zeit wir manche Frage zu
beantworten hatten. Wir schieden aufs freundlichste. Die jüngern
begleiteten uns nochmals in die Zimmer der Sammlung und zuletzt nach
dem Wagen.
Wir fuhren mit ganz andern Gesinnungen nach Hause als gestern. Heute
hatten wir eine große Anstalt zu bedauern, die eben zu der Zeit
versinkt, indessen an der andern Seite ein abgeschmacktes Unternehmen
mit frischem Wachstum hervorsteigt.
Der Weg nach San Martin geht das ältere Kalkgebirg' hinauf. Man
zertrümmert die Felsen und brennt Kalk daraus, der sehr weiß wird.
Zum Brennen brauchen sie eine starke, lange Grasart, in Bündeln
getrocknet. Hier entsteht nun die Calcara. Bis an die steilsten
Höhen liegt roter Ton angeschwemmt, der hier die Dammerde vorstellt,
je höher, je röter, wenig durch Vegetation geschwärzt. Ich sah in der
Entfernung eine Grube fast wie Zinnober.
Das Kloster steht mitten im Kalkgebirg', das sehr quellenreich ist.
Die Gebirge umher sind wohlbebaut.

Palermo, Mittwoch, den 11. April 1787.
Nachdem wir nun zwei Hauptpunkte außerhalb der Stadt betrachtet,
begaben wir uns in den Palast, wo der geschäftige Laufer die Zimmer
und ihren Inhalt vorzeigte. Zu unserm großen Schrecken war der Saal,
worin die Antiken sonst aufgestellt sind, eben in der größten
Unordnung, weil man eine neue architektonische Dekoration im Werke
hatte. Die Statuen waren von ihren Stellen weggenommen, mit Tüchern
verhängt, mit Gerüsten verstellt, so daß wir trotz allem guten Willen
unseres Führers und einiger Bemühung der Handwerksleute doch nur einen
sehr unvollständigen Begriff davon erwerben konnten. Am meisten war
mir um die zwei Widder von Erz zu tun, welche, auch unter diesen
Umständen gesehen, den Kunstsinn höchlich erbauten. Sie sind liegend
vorgestellt, die eine Pfote vorwärts, als Gegenbilder die Köpfe nach
verschiedenen Seiten gekehrt; mächtige Gestalten aus der
mythologischen Familie, Phrixus und Helle zu tragen würdig. Die Wolle
nicht kurz und kraus, sondern lang und wellenartig herabfallend, mit
großer Wahrheit und Eleganz gebildet, aus der besten griechischen Zeit.
Sie sollen in dem Hafen von Syrakus gestanden haben.
Nun führte uns der Laufer außerhalb der Stadt in Katakomben, welche,
mit architektonischem Sinn angelegt, keineswegs zu Grabplätzen
benutzte Steinbrüche sind. In einem ziemlich verhärteten Tuff und
dessen senkrecht gearbeiteter Wand sind gewölbte öffnungen und
innerhalb dieser Särge ausgegraben, mehrere übereinander, alles aus
der Masse, ohne irgendeine Nachhülfe von Mauerwerk. Die oberen Särge
sind kleiner, und in den Räumen über den Pfeilern sind Grabstätten für
Kinder angebracht.

Palermo, Donnerstag, den 12. April 1787.
Man zeigte uns heute das Medaillenkabinett des Prinzen Torremuzza.
Gewissermaßen ging ich ungern hin. Ich verstehe von diesem Fach zu
wenig, und ein bloß neugieriger Reisender ist wahren Kennern und
Liebhabern verhaßt. Da man aber doch einmal anfangen muß, so bequemte
ich mich und hatte davon viel Vergnügen und Vorteil. Welch ein Gewinn,
wenn man auch nur vorläufig übersieht, wie die alte Welt mit Städten
übersäet war, deren kleinste, wo nicht eine ganze Reihe der
Kunstgeschichte, wenigstens doch einige Epochen derselben uns in
köstlichen Münzen hinterließ. Aus diesen Schubkasten lacht uns ein
unendlicher Frühling von Blüten und Früchten der Kunst, eines in
höherem Sinne geführten Lebensgewerbes und was nicht alles noch mehr
hervor. Der Glanz der sizilischen Städte, jetzt verdunkelt, glänzt
aus diesen geformten Metallen wieder frisch entgegen.
Leider haben wir andern in unserer Jugend nur die Familienmünzen
besessen, die nichts sagen, und die Kaisermünzen, welche dasselbe
Profil bis zum überdruß wiederholen: Bilder von Herrschern, die eben
nicht als Musterbilder der Menschheit zu betrachten sind. Wie traurig
hat man nicht unsere Jugend auf das gestaltlose Palästina und auf das
gestaltverwirrende Rom beschränkt! Sizilien und Neugriechenland läßt
mich nun wieder ein frisches Leben hoffen.
Daß ich über diese Gegenstände mich in allgemeine Betrachtungen ergehe,
ist ein Beweis, daß ich noch nicht viel davon verstehen gelernt habe;
doch das wird sich mit dem übrigen nach und nach schon geben.

Palermo, Donnerstag, den 12. April 1787
Heute am Abend ward mir noch ein Wunsch erfüllt, und zwar auf eigene
Weise. Ich stand in der großen Straße auf den Schrittsteinen, an
jenem Laden mit dem Kaufherrn scherzend; auf einmal tritt ein Laufer,
groß, wohlgekleidet, an mich heran, einen silbernen Teller rasch
vorhaltend, worauf mehrere Kupferpfennige, wenige Silberstücke lagen.
Da ich nicht wußte, was es heißen solle, so zuckte ich, den Kopf
duckend, die Achseln, das gewöhnliche Zeichen, wodurch man sich
lossagt, man mag nun Antrag oder Frage nicht verstehen, oder nicht
wollen. Ebenso schnell, als er gekommen, war er fort, und nun
bemerkte ich auf der entgegengesetzten Seite der Straße seinen
Kameraden in gleicher Beschäftigung.
Was das bedeute, fragte ich den Handelsmann, der mit bedenklicher
Gebärde, gleichsam verstohlen, auf einen langen, hagern Herrn deutete,
welcher in der Straßenmitte, hofmäßig gekleidet, anständig und
gelassen über den Mist einherschritt. Frisiert und gepudert, den Hut
unter dem Arm, in seidenem Gewande, den Degen an der Seite, ein nettes
Fußwerk mit Steinschnallen geziert: so trat der Bejahrte ernst und
ruhig einher; aller Augen waren auf ihn gerichtet.
"Dies ist der Prinz Pallagonia", sagte der Händler, "welcher von Zeit
zu Zeit durch die Stadt geht und für die in der Barbarei gefangenen
Sklaven ein Lösegeld zusammenheischt. Zwar beträgt dieses Einsammeln
niemals viel, aber der Gegenstand bleibt doch im Andenken, und oft
vermachen diejenigen, welche bei Lebzeiten zurückhielten, schöne
Summen zu solchem Zweck. Schon viele Jahre ist der Prinz Vorsteher
dieser Anstalt und hat unendlich viel Gutes gestiftete"
"Statt auf die Torheiten seines Landsitzes", rief ich aus, "hätte er
hierher jene großen Summen verwenden sollen. Kein Fürst in der Welt
hätte mehr geleistet."
Dagegen sagte der Kaufmann: "Sind wir doch alle so! Unsere Narrheiten
bezahlen wir gar gerne selbst, zu unsern Tugenden sollen andere das
Geld hergeben."

Palermo, Freitag, den 13. April 1787
Vorgearbeitet in dem Steinreiche Siziliens hat uns Graf Borch sehr
emsig, und wer nach ihm gleichen Sinnes die Insel besucht, wird ihm
recht gern Dank zollen. Ich finde es angenehm sowie pflichtmäßig, das
Andenken eines Vorgängers zu feiern. Bin ich doch nur ein Vorfahr von
künftigen andern, im Leben wie auf der Reise!
Die Tätigkeit des Grafen scheint mir übrigens größer als seine
Kenntnisse; er verfährt mit einem gewissen Selbstbehagen, welches dem
bescheidenen Ernst zuwider ist, mit welchem man wichtige Gegenstände
behandeln sollte. Indessen ist sein Heft in Quart, ganz dem
sizilianischen Steinreich gewidmet, mir von großem Vorteil, und ich
konnte, dadurch vorbereitet, die Steinschleifer mit Nutzen besuchen,
welche, früher mehr beschäftigt, zur Zeit als Kirchen und Altäre noch
mit Marmor und Achaten überlegt werden mußten, das Handwerk doch noch
immer forttreiben. Bei ihnen bestellte ich Muster von weichen und
harten Steinen; denn so unterscheiden sie Marmor und Achate
hauptsächlich deswegen, weil die Verschiedenheit des Preises sich nach
diesem Unterschiede richtet. Doch wissen sie außer diesen beiden sich
noch viel mit einem Material, einem Feuererzeugnis ihrer Kalköfen. In
diesen findet sich nach dem Brande eine Art Glasfluß, welcher von der
hellsten blauen Farbe zur dunkelsten, ja zur schwärzesten übergeht.
Diese Klumpen werden wie anderes Gestein in dünne Tafeln geschnitten,
nach der Höhe ihrer Farbe und Reinheit geschätzt und anstatt
Lapislazuli beim Furnieren von Altären, Grabmälern und andern
kirchlichen Verzierungen mit Glück angewendet.
Eine vollständige Sammlung, wie ich sie wünsche, ist nicht fertig, man
wird sie mir erst nach Neapel schicken. Die Achate sind von der
größten Schönheit, besonders diejenigen, in welchen unregelmäßige
Flecken von gelbem oder rotem Jaspis mit weißem, gleichsam gefrornem
Quarze abwechseln und dadurch die schönste Wirkung hervorbringen.
Eine genaue Nachahmung solcher Achate, auf der Rückseite dünner
Glasscheiben durch Lackfarben bewirkt, ist das einzige Vernünftige,
was ich aus dem pallagonischen Unsinn jenes Tages herausfand. Solche
Tafeln nehmen sich zur Dekoration schöner aus als der echte Achat,
indem dieser aus vielen kleinen Stücken zusammengesetzt werden muß,
bei jenen hingegen die Größe der Tafeln vom Architekten abhängt.
Dieses Kunststück verdiente wohl, nachgeahmt zu werden.

Palermo, den 13. April 1787
Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst
der Schlüssel zu allem.
Vom Klima kann man nicht Gutes genug sagen; jetzt ist's Regenzeit,
aber immer unterbrochen; heute donnert und blitzt es, und alles wird
mit Macht grün. Der Lein hat schon zum Teil Knoten gewonnen, der
andere Teil blüht. Man glaubt in den Gründen kleine Teiche zu sehen,
so schön blaugrün liegen die Leinfelder unten. Der reizenden
Gegenstände sind unzählige! Und mein Geselle ist ein exzellenter
Mensch, der wahre Hoffegut, so wie ich redlich den Treufreund
fortspiele. Er hat schon recht schöne Konture gemacht und wird noch
das Beste mitnehmen. Welche Aussicht, mit meinen Schätzen dereinst
glücklich nach Hause zu kommen!
Vom Essen und Trinken hierzuland hab' ich noch nichts gesagt, und doch
ist es kein kleiner Artikel. Die Gartenfrüchte sind herrlich,
besonders der Salat von Zartheit und Geschmack wie eine Milch; man
begreift, warum ihn die Alten Lactuca genannt haben. Das öl, der Wein
alles sehr gut, und sie könnten noch besser sein, wenn man auf ihre
Bereitung mehr Sorgfalt verwendete. Fische die besten, zartesten.
Auch haben wir diese Zeit her sehr gut Rindfleisch gehabt, ob man es
gleich sonst nicht loben will.
Nun vom Mittagsessen ans Fenster! auf die Straße! Es ward ein
Missetäter begnadigt, welches immer zu Ehren der heilbringenden
Osterwoche geschieht. Eine Brüderschaft führt ihn bis unter einen zum
Schein aufgebauten Galgen, dort muß er vor der Leiter eine Andacht
verrichten, die Leiter küssen und wird dann wieder weggeführt. Es war
ein hübscher Mensch vom Mittelstande, frisiert, einen weißen Frack,
weißen Hut, alles weiß. Er trug den Hut in der Hand, und man hätte
ihm hie und da nur bunte Bänder anheften dürfen, so konnte er als
Schäfer auf jede Redoute gehen.

Palermo, den 13. und 14. April 1787.
Und so sollte mir denn kurz vor dem Schlusse ein sonderbares Abenteuer
beschert sein, wovon ich sogleich umständliche Nachricht erteile.
Schon die ganze Zeit meines Aufenthalts hörte ich an unserm
öffentlichen Tische manches über Cagliostro, dessen Herkunft und
Schicksale reden. Die Palermitaner waren darin einig, daß ein
gewisser Joseph Balsamo, in ihrer Stadt geboren, wegen mancherlei
schlechter Streiche berüchtigt und verbannt sei. Ob aber dieser mit
dem Grafen Cagliostro nur eine Person sei, darüber waren die Meinungen
geteilt. Einige, die ihn ehemals gesehen hatten, wollten seine
Gestalt in jenem Kupferstiche wiederfinden, der bei uns bekannt genug
ist und auch nach Palermo gekommen war.
Unter solchen Gesprächen berief sich einer der Gäste auf die
Bemühungen, welche ein palermitanischer Rechtsgelehrter übernommen,
diese Sache ins klare zu bringen. Er war durch das französische
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Italienische Reise — Band 1 - 19
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  • Italienische Reise — Band 1 - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4260
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1684
    36.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4237
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1676
    38.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4293
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    37.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4291
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1725
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4361
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1725
    38.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4381
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1699
    39.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4274
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1649
    39.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4327
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1657
    39.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4288
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1694
    38.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4321
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1724
    35.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4315
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1701
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 4227
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1686
    38.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 17
    Süzlärneñ gomumi sanı 4146
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1712
    37.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 18
    Süzlärneñ gomumi sanı 4080
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1788
    34.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 19
    Süzlärneñ gomumi sanı 4258
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1550
    40.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 20
    Süzlärneñ gomumi sanı 4141
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1782
    33.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    45.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 21
    Süzlärneñ gomumi sanı 4148
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1750
    35.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 22
    Süzlärneñ gomumi sanı 4117
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1784
    35.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 23
    Süzlärneñ gomumi sanı 4205
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1699
    37.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 24
    Süzlärneñ gomumi sanı 4238
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1760
    38.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 25
    Süzlärneñ gomumi sanı 4244
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1748
    35.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 26
    Süzlärneñ gomumi sanı 480
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 307
    58.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    67.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    71.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.