Italienische Reise — Band 1 - 15

Süzlärneñ gomumi sanı 4315
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1701
37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
51.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
des Meeres in einem geringen Gasthof sitzend, ein frugales Mahl
verzehrten und uns an der Himmelsbläue, an des Meeres Glanz und Licht
ergötzten, in Hoffnung, wenn dieses Fleckchen mit Weinlaub bedeckt
sein würde, uns hier wiederzusehen und uns zusammen zu ergötzen.

Näher an der Stadt fielen mir die kleinen Häuser wieder auf, die als
vollkommene Nachbildungen der pompejanischen dastehen. Wir erbaten
uns die Erlaubnis, in eins hineinzutreten, und fanden es sehr reinlich
eingerichtet. Nett geflochtene Rohrstühle, eine Kommode ganz
vergoldet, mit bunten Blumen staffiert und lackiert, so daß nach so
vielen Jahrhunderten, nach unzähligen Veränderungen diese Gegend ihren
Bewohnern ähnliche Lebensart und Sitte, Neigungen und Liebhabereien
einflößt.

Neapel, Montag, den 12. März.
Heute schlich ich beobachtend meiner Weise nach durch die Stadt und
notierte mir viele Punkte zu dereinstiger Schilderung derselben, davon
ich leider gegenwärtig nichts mitteilen kann. Alles deutet dahin, daß
ein glückliches, die ersten Bedürfnisse reichlich anbietendes Land
auch Menschen von glücklichem Naturell erzeugt, die ohne Kümmernis
erwarten können, der morgende Tag werde bringen, was der heutige
gebracht, und deshalb sorgenlos dahin leben. Augenblickliche
Befriedigung, mäßiger Genuß, vorübergehender Leiden heiteres Dulden!
--Von dem letzteren ein artiges Beispiel.
Der Morgen war kalt und feuchtlich, es hatte wenig geregnet. Ich
gelangte auf einen Platz, wo die großen Quadern des Pflasters reinlich
gekehrt erschienen. Zu meiner großen Verwunderung sah ich auf diesem
völlig ebenen, gleichen Boden eine Anzahl zerlumpter Knaben im Kreise
kauzend, die Hände gegen den Boden gewendet, als wenn sie sich wärmten.
Erst hielt ich's für eine Posse, als ich aber ihre Mienen völlig
ernsthaft und beruhigt sah wie bei einem befriedigten Bedürfnis, so
strengte ich meinen Scharfsinn möglichst an, er wollte mich aber nicht
begünstigen. Ich mußte daher fragen, was denn diese äffchen zu der
sonderbaren Positur verleite und sie in diesen regelmäßigen Kreis
versammle.
Hierauf erfuhr ich, daß ein anwohnender Schmied auf dieser Stelle eine
Radschiene heiß gemacht, welches auf folgende Weise geschieht. Der
eiserne Reif wird auf den Boden gelegt und auf ihn im Kreise so viel
Eichenspäne gehäuft, als man nötig hält, ihn bis auf den
erforderlichen Grad zu erweichen. Das entzündete Holz brennt ab, die
Schiene wird ums Rad gelegt und die Asche sorgfältig weggekehrt. Die
dem Pflaster mitgeteilte Wärme benutzen sogleich die kleinen Huronen
und rühren sich nicht eher von der Stelle, als bis sie den letzten
warmen Hauch ausgezogen haben. Beispiele solcher Genügsamkeit und
aufmerksamen Benutzens dessen, was sonst verlorenginge, gibt es hier
unzählige. Ich finde in diesem Volk die lebhafteste und geistreichste
Industrie, nicht um reich zu werden, sondern um sorgenfrei zu leben.


Abends.
Damit ich ja zur bestimmten Zeit heute bei dem wunderlichen
Prinzeßchen wäre und das Haus nicht verfehlte, berief ich einen
Lohnbedienten. Er brachte mich vor das Hoftor eines großen Palastes,
und da ich ihr keine so prächtige Wohnung zutraute, buchstabierte ich
ihm noch einmal aufs deutlichste den Namen; er versicherte, daß ich
recht sei. Nun fand ich einen geräumigen Hof, einsam und still,
reinlich und leer, von Haupt--und Seitengebäuden umgeben. Bauart die
bekannte heitere neapolitanische, so auch die Färbung. Gegen mir über
ein großes Portal und eine breite, gelinde Treppe. An beiden Seiten
derselben hinaufwärts in kostbarer Livree Bedienten gereiht, die sich,
wie ich an ihnen vorbeistieg, aufs tiefste bückten. Ich schien mir
der Sultan in Wielands Feenmärchen und faßte mir nach dessen Beispiel
ein Herz. Nun empfingen mich die höheren Hausbedienten, bis endlich
der anständigste die Türe eines großen Saals eröffnete, da sich denn
ein Raum vor mir auftat, den ich ebenso heiter, aber auch so
menschenleer fand als das übrige. Beim Auf--und Abgehen erblickte ich
in einer Seitengalerie etwa für vierzig Personen prächtig, dem Ganzen
gemäß eine Tafel bereitet. Ein Weltgeistlicher trat herein; ohne mich
zu fragen, wer ich sei, noch woher ich komme, nahm er meine Gegenwart
als bekannt an und sprach von den allgemeinsten Dingen.
Ein Paar Flügeltüren taten sich auf, hinter einem ältlichen Herrn, der
hereintrat, gleich wieder verschlossen. Der Geistliche ging auf ihn
los, ich auch, wir begrüßten ihn mit wenigen höflichen Worten, die er
mit bellenden, stotternden Tönen erwiderte, so daß ich mir keine Silbe
des hottentottischen Dialekts enträtseln konnte. Als er sich ans
Kamin gestellt, zog sich der Geistliche zurück und ich mit ihm. Ein
stattlicher Benediktiner trat herein, begleitet von einem jüngeren
Gefährten; auch er begrüßte den Wirt, auch er wurde angebellt, worauf
er sich denn zu uns ans Fenster zurückzog. Die Ordensgeistlichen,
besonders die eleganter gekleideten, haben in der Gesellschaft die
größten Vorzüge; ihre Kleidung deutet auf Demut und Entsagung, indem
sie ihnen zugleich entschiedene Würde verleiht. In ihrem Betragen
können sie, ohne sich wegzuwerfen, unterwürfig erscheinen, und dann,
wenn sie wieder strack auf ihren Hüften stehen, kleidet sie eine
gewisse Selbstgefälligkeit sogar wohl, welche man allen übrigen
Ständen nicht zugute gehen ließe. So war dieser Mann. Ich fragte
nach Monte Cassino, er lud mich dahin und versprach mir die beste
Aufnahme. Indessen hatte sich der Saal bevölkert: Offiziere, Hofleute,
Weltgeistliche, ja sogar einige Kapuziner waren gegenwärtig.
Vergebens suchte ich nach einer Dame, und daran sollte es denn auch
nicht fehlen. Abermals ein Paar Flügeltüren taten sich auf und
schlossen sich. Eine alte Dame war hereingetreten, wohl noch älter
als der Herr, und nun gab mir die Gegenwart der Hausfrau die völlige
Versicherung, daß ich in einem fremden Palast, unbekannt völlig den
Bewohnern sei. Schon wurden die Speisen aufgetragen, und ich hielt
mich in der Nähe der geistlichen Herren, um mit ihnen in das Paradies
des Tafelzimmers zu schlüpfen, als auf einmal Filangieri mit seiner
Gemahlin hereintrat, sich entschuldigend, daß er verspätet habe. Kurz
darauf sprang Prinzeßchen auch in den Saal, fuhr unter Knicksen,
Beugungen, Kopfnicken an allen vorbei auf mich los. "Es ist recht
schön, daß Sie Wort halten!" rief sie, "setzen Sie sich bei Tafel zu
mir, Sie sollen die besten Bissen haben. Warten Sie nur! Ich muß mir
erst den rechten Platz aussuchen, dann setzen Sie sich gleich an mich."
So aufgefordert, folgte ich den verschiedenen Winkelzügen, die sie
machte, und wir gelangten endlich zum Sitze, die Benediktiner gerade
gegen uns über, Filangieri an meiner andern Seite.--"Das Essen ist
durchaus gut", sagte sie, "alles Fastenspeisen, aber ausgesucht, das
Beste will ich Ihnen andeuten. Jetzt muß ich aber die Pfaffen scheren.
Die Kerls kann ich nicht ausstehen; sie hucken unserm Hause
tagtäglich etwas ab. Was wir haben, sollten wir selbst mit Freunden
verzehren!"--Die Suppe war herumgegeben, der Benediktiner aß mit
Anstand.--"Bitte, sich nicht zu genieren, Hochwürden", rief sie aus,
"ist etwa der Löffel zu klein? Ich will einen größern holen lassen,
die Herren sind ein tüchtiges Maulvoll gewohnt." Der Pater versetzte,
es sei in ihrem fürstlichen Hause alles so vortrefflich eingerichtet,
daß ganz andere Gäste als er eine vollkommenste Zufriedenheit
empfinden würden.
Von den Pastetchen nahm sich der Pater nur eins, sie rief ihm zu, er
möchte doch ein halb Dutzend nehmen! Blätterteig, wisse er ja,
verdaue sich leicht genug. Der verständige Mann nahm noch ein
Pastetchen, für die gnädige Attention dankend, als habe er den
lästerlichen Scherz nicht vernommen. Und so mußte ihr auch bei einem
derbern Backwerk Gelegenheit werden, ihre Bosheit auszulassen; denn
als der Pater ein Stück anstach und es auf seinen Teller zog, rollte
ein zweites nach.--"Ein drittes", rief sie, "Herr Pater, Sie scheinen
einen guten Grund legen zu wollen!"--"Wenn so vortreffliche
Materialien gegeben sind, hat der Baumeister leicht arbeiten!"
versetzte der Pater.--Und so ging es immer fort, ohne daß sie eine
andere Pause gemacht hätte, als mir gewissenhaft die besten Bissen
zuzuteilen.
Ich sprach indessen mit meinem Nachbar von den ernstesten Dingen.
Überhaupt habe ich Filangieri nie ein gleichgültiges Wort reden hören.
Er gleicht darin wie in manchem andern unserm Freunde Georg Schlosser,
nur daß er als Neapolitaner und Weltmann eine weichere Natur und
einen bequemem Umgang hat.
Die ganze Zeit war den geistlichen Herren von dem Mutwillen meiner
Nachbarin keine Ruhe gegönnt, besonders gaben ihr die zur Fastenzeit
in Fleischgestalt verwandelten Fische unerschöpflichen Anlaß,
gott--und sittenlose Bemerkungen anzubringen, besonders aber auch die
Fleischeslust hervorzuheben und zu billigen, daß man sich wenigstens
an der Form ergötze, wenn auch das Wesen verboten sei.
Ich habe mir noch mehr solcher Scherze gemerkt, die ich jedoch
mitzuteilen nicht Mut habe. Dergleichen mag sich im Leben und aus
einem schönen Munde noch ganz erträglich ausnehmen, schwarz auf weiß
dagegen wollen sie mir selbst nicht mehr gefallen. Und dann hat
freche Verwegenheit das Eigene, daß sie in der Gegenwart erfreut, weil
sie in Erstaunen setzt, erzählt aber erscheint sie uns beleidigend und
widerlich.
Das Dessert war aufgetragen, und ich fürchtete, nun gehe es immer so
italki
fort; unerwartet aber wandte sich meine Nachbarin ganz beruhigt zu mir
und sagte: "Den Syrakuser sollen die Pfaffen in Ruhe verschlucken, es
gelingt mir doch nicht, einen zu Tode zu ärgern, nicht einmal, daß ich
ihnen den Appetit verderben könnte. Nun lassen Sie uns ein
vernünftiges Wort reden! Denn was war das wieder für ein Gespräch mit
Filangieri! Der gute Mann! er macht sich viel zu schaffen. Schon oft
habe ich ihm gesagt: "Wenn ihr neue Gesetze macht, so müssen wir uns
wieder neue Mühe geben, um auszusinnen, wie wir auch die zunächst
übertreten können; bei den alten haben wir es schon weg." Sehen Sie
nur einmal, wie schön Neapel ist; die Menschen leben seit so vielen
Jahren sorglos und vergnügt, und wenn von Zeit zu Zeit einmal einer
gehängt wird, so geht alles übrige seinen herrlichen Gang." Sie tat
mir hierauf den Vorschlag, ich solle nach Sorrent gehen, wo sie ein
großes Gut habe, ihr Haushofmeister werde mich mit den besten Fischen
und dem köstlichsten Milchkalbfleisch (mungana) herausfüttern. Die
Bergluft und die himmlische Aussicht sollten mich von aller
Philosophie kurieren, dann wollte sie selbst kommen, und von den
sämtlichen Runzeln, die ich ohnehin zu früh einreißen lasse, solle
keine Spur übrigbleiben, wir wollten zusammen ein recht lustiges Leben
führen.

Neapel, den 13. März 1787.
Auch heute schreib' ich einige Worte, damit ein Brief den andern
treibe. Es geht mir gut, doch seh' ich weniger, als ich sollte. Der
Ort inspiriert Nachlässigkeit und gemächlich Leben, indessen wird mir
das Bild der Stadt nach und nach runder.
Sonntag waren wir in Pompeji.--Es ist viel Unheil in der Welt
geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte.
Ich weiß nicht leicht etwas Interessanteres. Die Häuser sind klein
und eng, aber alle inwendig aufs zierlichste gemalt. Das Stadttor
merkwürdig, mit den Gräbern gleich daran. Das Grab einer Priesterin
als Bank im Halbzirkel mit steinerner Lehne, daran die Inschrift mit
großen Buchstaben eingegraben. Über die Lehne hinaus sieht man das
Meer und die untergehende Sonne. Ein herrlicher Platz, des schönen
Gedankens wert.
Wir fanden gute, muntere neapolitanische Gesellschaft daselbst. Die
Menschen sind durchaus natürlich und leicht gesinnt. Wir aßen zu
Torre dell' Annunziata, zunächst des Meeres tafelnd. Der Tag war
höchst schön, die Aussicht nach Castell a Mare und Sorrent nah und
köstlich. Die Gesellschaft fühlte sich so recht an ihrem Wohnplatz,
einige meinten, es müsse ohne den Anblick des Meers doch gar nicht zu
leben sein. Mir ist schon genug, daß ich das Bild in der Seele habe,
und mag nun wohl gelegentlich wieder in das Bergland zurückkehren.
Glücklicherweise ist ein sehr treuer Landschaftsmaler hier, der das
Gefühl der freien und reichen Umgebung seinen Blättern mitteilt. Er
hat schon einiges für mich gearbeitet.
Die vesuvianischen Produkte hab' ich auch nun gut studiert; es wird
doch alles anders, wenn man es in Verbindung sieht. Eigentlich sollt'
ich den Rest meines Lebens auf Beobachtung wenden, ich würde manches
auffinden, was die menschlichen Kenntnisse vermehren dürfte. Herdern
bitte zu melden, daß meine botanischen Aufklärungen weiter und weiter
gehen; es ist immer dasselbe Prinzip, aber es gehörte ein Leben dazu,
um es durchzuführen. Vielleicht bin ich noch imstande, die
Hauptlinien zu ziehen.
Nun freu' ich mich auf das Museum von Portici. Man sieht es sonst
zuerst, wir werden es zuletzt sehen. Noch weiß ich nicht, wie es
weiter mit mir werden wird: alles will mich auf Ostern nach Rom zurück
haben. Ich will es ganz gehen lassen. Angelika hat aus meiner
"Iphigenie" ein Bild zu malen unternommen; der Gedanke ist sehr
glücklich, und sie wird ihn trefflich ausführen. Den Moment, da sich
Orest in der Nähe der Schwester und des Freundes wiederfindet. Das,
was die drei Personen hintereinander sprechen, hat sie in eine
gleichzeitige Gruppe gebracht und jene Worte in Gebärden verwandelt.
Man sieht auch hieran, wie zart sie fühlt und wie sie sich zuzueignen
weiß, was in ihr Fach gehört. Und es ist wirklich die Achse des
Stücks.
Lebt wohl und liebt mich! Hier sind mir die Menschen alle gut, wenn
sie auch nichts mit mir anzufangen wissen; Tischbein dagegen
befriedigt sie besser, er malt ihnen abends gleich einige Köpfe in
Lebensgröße vor, wobei und worüber sie sich wie Neuseeländer bei
Erblickung eines Kriegsschiffes gebärden. Hievon sogleich die lustige
Geschichte:
Tischbein hat nämlich die große Gabe, Götter--und Heldengestalten in
Lebensgröße und drüber mit der Feder zu umreißen. Er schraffiert
wenig hinein und legt mit einem breiten Pinsel den Schatten tüchtig an,
so daß der Kopf rund und erhaben dasteht. Die Beiwohnenden schauten
mit Verwunderung, wie das so leicht ablief, und freuten sich recht
herzlich darüber. Nun kam es ihnen in die Finger, auch so malen zu
wollen; sie faßten die Pinsel und--malten sich Bärte wechselsweise und
besudelten sich die Gesichter. Ist darin nicht etwas Ursprüngliches
der Menschengattung? Und es war eine gebildete Gesellschaft in dem
Hause eines Mannes, der selbst recht wacker zeichnet und malt. Man
macht sich von diesem Geschlecht keine Begriffe, wenn man sie nicht
gesehen hat.

Caserta, Mittwoch, den 14. März.
Bei Hackert in seiner höchst behaglichen Wohnung, die ihm in dem alten
Schlosse gegönnt ist. Das neue, freilich ein ungeheurer Palast,
escurialartig, ins Viereck gebaut, mit mehrern Höfen; königlich genug.
Die Lage außerordentlich schön auf der fruchtbarsten Ebene von der
Welt, und doch erstrecken sich die Gartenanlagen bis ans Gebirge. Da
führt nun ein Aquädukt einen ganzen Strom heran, um Schloß und Gegend
zu tränken, und die ganze Wassermasse kann, auf künstlich angelegte
Felsen geworfen, zur herrlichsten Kaskade gebildet werden. Die
Gartenanlagen sind schön und gehören recht in eine Gegend, welche ganz
Garten ist.
Das Schloß, wahrhaft königlich, schien mir nicht genug belebt, und
unsereinem können die ungeheuern leeren Räume nicht behaglich
vorkommen. Der König mag ein ähnliches Gefühl haben, denn es ist im
Gebirge für eine Anlage gesorgt, die, enger an den Menschen sich
anschließend, zur Jagd--und Lebenslust geeignet ist.


Caserta, Donnerstag, den 15. März.
Hackert wohnt im alten Schlosse gar behaglich, es ist räumlich genug
für ihn und Gäste. Immerfort beschäftigt mit Zeichnen oder Malen,
bleibt er doch gesellig und weiß die Menschen an sich zu ziehen, indem
er einen jeden zu seinem Schüler macht. Auch mich hat er ganz
gewonnen, indem er mit meiner Schwäche Geduld hat, vor allen Dingen
auf Bestimmtheit der Zeichnung, sodann auf Sicherheit und Klarheit der
Haltung dringt. Drei Tinten stehen, wenn er tuscht, immer bereit, und
indem er von hinten hervorarbeitet und eine nach der andern braucht,
so entsteht ein Bild, man weiß nicht, woher es kommt. Wenn es nur so
leicht auszuführen wäre, als es aussieht. Er sagte zu mir mit seiner
gewöhnlichen bestimmten Aufrichtigkeit: "Sie haben Anlage, aber Sie
können nichts machen. Bleiben Sie achtzehn Monat bei mir, so sollen
Sie etwas hervorbringen, was Ihnen und andern Freude macht."--Ist das
nicht ein Text, über den man allen Dilettanten eine ewige Predigt
halten sollte? Was sie mir fruchtet, wollen wir erleben.
Von dem besondern Vertrauen, womit ihn die Königin beehrt, zeugt nicht
allein, daß er den Prinzessinnen praktischen Unterricht gibt, sondern
vorzüglich, daß er über Kunst und was daran grenzt abends öfters zu
belehrender Unterhaltung gerufen wird. Er legt dabei Sulzers
Wörterbuch zum Grunde, woraus er nach Belieben und überzeugung einen
oder den andern Artikel wählt.
Ich mußte das billigen und dabei über mich selbst lächeln. Welch ein
Unterschied ist nicht zwischen einem Menschen, der sich von innen aus
auferbauen, und einem, der auf die Welt wirken und sie zum
Hausgebrauch belehren will! Sulzers Theorie war mir wegen ihrer
falschen Grundmaxime immer verhaßt, und nun sah ich, daß dieses Werk
noch viel mehr enthielt, als die Leute brauchen. Die vielen
Kenntnisse, die hier mitgeteilt werden, die Denkart, in welcher ein so
wackrer Mann als Sulzer sich beruhigte, sollten die nicht für
Weltleute hinreichend sein?
Mehrere vergnügte und bedeutende Stunden brachten wir bei dem
Restaurator Andres zu, welcher, von Rom berufen, auch hier in dem
alten Schlosse wohnt und seine Arbeiten, für die sich der König
interessiert, emsig fortsetzt. Von seiner Gewandtheit, alte Bilder
wiederherzustellen, darf ich zu erzählen nicht anfangen, weil man
zugleich die schwere Aufgabe und die glückliche Lösung, womit sich
diese eigene Handwerkskunst beschäftigt, entwickeln müßte.

Caserta, den 16. März 1787.
Die lieben Briefe vom 19. Februar kommen heute mir zur Hand, und
gleich soll ein Wort dagegen abgehen. Wie gerne mag ich, an die
Freunde denkend, zur Besinnung kommen.
Neapel ist ein Paradies, jedermann lebt in einer Art von trunkner
Selbstvergessenheit. Mit geht es ebenso, ich erkenne mich kaum, ich
scheine mir ein ganz anderer Mensch. Gestern dacht' ich: "Entweder du
warst sonst toll, oder du bist es jetzt."
Die Reste des alten Capua und was sich daran knüpft, hab' ich nun von
hier aus auch besucht.
In dieser Gegend lernt man erst verstehen, was Vegetation ist und
warum man den Acker baut. Der Lein ist schon nah am Blühen und der
Weizen anderthalb Spannen hoch. Um Caserta das Land völlig eben, die
Acker so gleich und klar gearbeitet wie Gartenbeete. Alles mit
Pappeln besetzt, an denen sich die Rebe hinaufschlingt, und ungeachtet
solcher Beschattung trägt der Boden noch die vollkommenste Frucht.
Wenn nun erst das Frühjahr mit Gewalt eintritt! Bisher haben wir bei
schöner Sonne sehr kalte Winde gehabt, das macht der Schnee in den
Bergen.
In vierzehn Tagen muß sich's entscheiden, ob ich nach Sizilien gehe.
Noch nie bin ich so sonderbar in einem Entschluß hin und her gebogen
worden. Heute kommt etwas, das mir die Reise anrät, morgen ein
Umstand, der sie abrät. Es streiten sich zwei Geister um mich.
Im Vertrauen zu den Freundinnen allein, nicht daß es die Freunde
vernehmen! Ich merke wohl, daß es meiner "Iphigenie" wunderlich
gegangen ist, man war die erste Form so gewohnt, man kannte die
Ausdrücke, die man sich bei öfterm Hören und Lesen zugeeignet hatte;
nun klingt das alles anders, und ich sehe wohl, daß im Grunde mir
niemand für die unendlichen Bemühungen dankt. So eine Arbeit wird
eigentlich nie fertig, man muß sie für fertig erklären, wenn man nach
Zeit und Umständen das möglichste getan hat.
Doch das soll mich nicht abschrecken, mit "Tasso" eine ähnliche
Operation vorzunehmen. Lieber würf' ich ihn ins Feuer, aber ich will
bei meinem Entschluß beharren, und da es einmal nicht anders ist, so
wollen wir ein wunderlich Werk daraus machen. Deshalb ist mir's ganz
angenehm, daß es mit dem Abdruck meiner Schriften so langsam geht.
Und dann ist es doch wieder gut, sich in einiger Ferne vom Setzer
bedroht zu sehen. Wunderlich genug, daß man zu der freisten Handlung
doch einige Nötigung erwartet, ja fordert.

Caserta, den 16. März 1787
Wenn man in Rom gern studieren mag, so will man hier nur leben; man
vergißt sich und die Welt, und für mich ist es eine wunderliche
Empfindung, nur mit genießenden Menschen umzugehen. Der Ritter
Hamilton, der noch immer als englischer Gesandter hier lebt, hat nun
nach so langer Kunstliebhaberei, nach so langem Naturstudium den
Gipfel aller Natur--und Kunstfreude in einem schönen Mädchen gefunden.
Er hat sie bei sich, eine Engländerin von etwa zwanzig Jahren. Sie
ist sehr schön und wohl gebaut. Er hat ihr ein griechisch Gewand
machen lassen, das sie trefflich kleidet, dazu löst sie ihre Haare auf,
nimmt ein paar Schals und macht eine Abwechslung von Stellungen,
Gebärden, Mienen etc., daß man zuletzt wirklich meint, man träume.
Man schaut, was so viele tausend Künstler gerne geleistet hätten, hier
ganz fertig in Bewegung und überraschender Abwechslung. Stehend,
knieend, sitzend, liegend, ernst, traurig, neckisch, ausschweifend,
bußfertig, lockend, drohend, ängstlich etc., eins folgt aufs andere
und aus dem andern. Sie weiß zu jedem Ausdruck die Falten des
Schleiers zu wählen, zu wechseln, und macht sich hundert Arten von
Kopfputz mit denselben Tüchern. Der alte Ritter hält das Licht dazu
und hat mit ganzer Seele sich diesem Gegenstand ergeben. Er findet in
ihr alle Antiken, alle schönen Profile der sizilianischen Münzen, ja
den Belvederschen Apoll selbst. So viel ist gewiß, der Spaß ist
einzig! Wir haben ihn schon zwei Abende genossen. Heute früh malt
sie Tischbein.
Vom Personal des Hofs und den Verhältnissen, was ich erfahren und
kombiniert, muß erst geprüft und geordnet werden. Heute ist der König
auf die Wolfsjagd, man hofft, wenigstens fünfe zu erlegen.

Neapel, zum 17. März.
Wenn ich Worte schreiben will, so stehen mir immer Bilder vor Augen
des fruchtbaren Landes, des freien Meeres, der duftigen Inseln, des
rauchenden Berges, und mir fehlen die Organe, das alles darzustellen.
Hierzulande begreift man erst, wie es dem Menschen einfallen konnte,
das Feld zu bauen, hier, wo der Acker alles bringt, und wo man drei
bis fünf Ernten des Jahres hoffen kann. In den besten Jahren will man
auf demselben Acker dreimal Mais gebaut haben.
Ich habe viel gesehen und noch mehr gedacht: die Welt eröffnet sich
mehr und mehr, auch alles, was ich schon lange weiß, wird mir erst
eigen. Welch ein früh wissendes und spät übendes Geschöpf ist doch
der Mensch!
Nur schade, daß ich nicht in jedem Augenblick meine Beobachtungen
mitteilen kann; zwar ist Tischbein mit mir, aber als Mensch und
Künstler wird er von tausend Gedanken hin und her getrieben, von
hundert Personen in Anspruch genommen. Seine Lage ist eigen und
wunderbar, er kann nicht freien Teil an eines andern Existenz nehmen,
weil er sein eignes Bestreben so eingeengt fühlt.
Und doch ist die Welt nur ein einfach Rad, in dem ganzen Umkreise sich
gleich und gleich, das uns aber so wunderlich vorkommt, weil wir
selbst mit herumgetrieben werden.
Was ich mir immer sagte, ist eingetroffen: daß ich so manche Phänomene
der Natur und manche Verworrenheiten der Meinungen erst in diesem
Lande verstehen und entwickeln lerne. Ich fasse von allen Seiten
zusammen und bringe viel zurück, auch gewiß viel Vaterlandsliebe und
Freude am Leben mit wenigen Freunden.
über meine sizilianische Reise halten die Götter noch die Waage in
Händen; das Zünglein schlägt herüber und hinüber.
Wer mag der Freund sein, den man mir so geheimnisvoll ankündigt? Daß
ich ihn nur nicht über meiner Irr--und Inselfahrt versäume!
Die Fregatte von Palermo ist wieder zurück, heut über acht Tage geht
sie abermals von hier ab; ob ich noch mitsegele, zur Karwoche nach Rom
zurückkehre, weiß ich nicht. Noch nie bin ich so unentschieden
gewesen; ein Augenblick, eine Kleinigkeit mag entscheiden.
Mit den Menschen geht mir es schon besser, man muß sie nur mit dem
Krämergewicht, keineswegs mit der Goldwaage wiegen, wie es leider
sogar oft Freunde untereinander aus hypochondrischer Grille und
seltsamer Anforderung zu tun pflegen.
Hier wissen die Menschen gar nichts voneinander, sie merken kaum, daß
sie nebeneinander hin und her laufen; sie rennen den ganzen Tag in
einem Paradiese hin und wider, ohne sich viel umzusehen, und wenn der
benachbarte Höllenschlund zu toben anfängt, hilft man sich mit dem
Blute des heiligen Januarius, wie sich die übrige Welt gegen Tod und
Teufel auch wohl mit--Blute hilft oder helfen möchte.
Zwischen einer so unzählbaren und rastlos bewegten Menge durchzugehen,
ist gar merkwürdig und heilsam. Wie alles durcheinander strömt und
doch jeder einzelne Weg und Ziel findet. In so großer Gesellschaft
und Bewegung fühl' ich mich erst recht still und einsam; je mehr die
Straßen toben, desto ruhiger werd' ich.
Manchmal gedenke ich Rousseaus und seines hypochondrischen Jammers,
und doch wird mir begreiflich, wie eine so schöne Organisation
verschoben werden konnte. Fühlt' ich nicht solchen Anteil an den
natürlichen Dingen und säh' ich nicht, daß in der scheinbaren
Verwirrung hundert Beobachtungen sich vergleichen und ordnen lassen,
wie der Feldmesser mit einer durchgezogenen Linie viele einzelne
Messungen probiert, ich hielte mich oft selbst für toll.

Neapel, den 18. März 1787.
Nun durften wir nicht länger säumen, Herkulanum und die ausgegrabene
Sammlung in Portici zu sehen. Jene alte Stadt, am Fuße des Vesuvs
liegend, war vollkommen mit Lava bedeckt, die sich durch nachfolgende
Ausbrüche erhöhte, so daß die Gebäude jetzt sechzig Fuß unter der Erde
liegen. Man entdeckte sie, indem man einen Brunnen grub und auf
getäfelte Marmorfußböden traf. Jammerschade, daß die Ausgrabung nicht
durch deutsche Bergleute recht planmäßig geschehen; denn gewiß ist bei
einem zufällig räuberischen Nachwühlen manches edle Altertum vergeudet
worden. Man steigt sechzig Stufen hinunter in eine Gruft, wo man das
ehmals unter freiem Himmel stehende Theater bei Fackelschein anstaunt
und sich erzählen läßt, was alles da gefunden und hinaufgeschafft
worden.
In das Museum traten wir wohl empfohlen und wohl empfangen. Doch war
auch uns irgend etwas aufzuzeichnen nicht erlaubt. Vielleicht gaben
wir nur desto besser acht und versetzten uns desto lebhafter in die
verschwundene Zeit, wo alle diese Dinge zu lebendigem Gebrauch und
Genuß um die Eigentümer umherstanden. Jene kleinen Häuser und Zimmer
in Pompeji erschienen mir nun zugleich enger und weiter; enger, weil
ich sie mir von so viel würdigen Gegenständen vollgedrängt dachte,
weiter, weil gerade diese Gegenstände nicht bloß als notdürftig
vorhanden, sondern durch bildende Kunst aufs geistreichste und
anmutigste verziert und belebt den Sinn erfreuen und erweitern, wie es
die größte Hausgeräumigkeit nicht tun könnte.
Man sieht z. B. einen herrlich geformten Eimer, oben mit dem
zierlichsten Rande, näher beschaut schlägt sich dieser Rand von zwei
Seiten in die Höhe, man faßt die verbundenen Halbkreise als Handhabe
und trägt das Gefäß auf das bequemste. Die Lampen sind nach Anzahl
ihrer Dochte mit Masken und Rankenwerk verziert, so daß jede Flamme
ein wirkliches Kunstgebilde erleuchtet. Hohe, schlanke, eherne
Gestelle sind bestimmt, die Lampen zu tragen, aufzuhängende Lampen
hingegen mit allerlei geistreich gedachten Figuren behängt, welche die
Absicht, zu gefallen und zu ergötzen, sobald sie schaukeln und baumeln,
sogar übertreffen.
In Hoffnung, wiederzukehren, folgten wir den Vorzeigenden von Zimmer
zu Zimmer und haschten, wie es der Moment erlaubte, Ergötzung und
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4260
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1684
    36.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Italienische Reise — Band 1 - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4237
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1676
    38.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4293
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    37.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4291
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1725
    37.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4361
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1725
    38.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4381
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1699
    39.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4274
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1649
    39.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4327
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1657
    39.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4288
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1694
    38.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4321
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1711
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1724
    35.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4315
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1701
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 4227
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1686
    38.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 17
    Süzlärneñ gomumi sanı 4146
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1712
    37.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 18
    Süzlärneñ gomumi sanı 4080
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1788
    34.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 19
    Süzlärneñ gomumi sanı 4258
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1550
    40.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 20
    Süzlärneñ gomumi sanı 4141
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1782
    33.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    45.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 21
    Süzlärneñ gomumi sanı 4148
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1750
    35.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 22
    Süzlärneñ gomumi sanı 4117
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1784
    35.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 23
    Süzlärneñ gomumi sanı 4205
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1699
    37.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 24
    Süzlärneñ gomumi sanı 4238
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1760
    38.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 25
    Süzlärneñ gomumi sanı 4244
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1748
    35.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Italienische Reise — Band 1 - 26
    Süzlärneñ gomumi sanı 480
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 307
    58.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    67.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    71.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.