Hamburgische Dramaturgie - 35

Süzlärneñ gomumi sanı 4358
Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1594
35.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
47.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
53.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
italki
Apud Menandrum senex de nuptiis non gravatur. Ergo Terentius euretikon.
"Es ist sehr sonderbar", erklaert sich Colman, "dass diese Anmerkung des
Donatus so gaenzlich von allen Kunstrichtern uebersehen worden, da sie, bei
unserm Verluste des Menanders, doch um so viel mehr Aufmerksamkeit
verdienet. Unstreitig ist es, dass Terenz in dem letzten Akte dem Plane
des Menanders gefolgt ist: ob er nun aber schon die Ungereimtheit, den
Micio mit der alten Mutter zu verheiraten, angenommen, so lernen wir doch
vom Donatus, dass dieser Umstand ihm selber anstoessig gewesen, und er sein
Original dahin verbessert, dass er den Micio alle den Widerwillen gegen
eine solche Verbindung aeussern lassen, den er in dem Stuecke des Menanders,
wie es scheinet, nicht geaeussert hatte."
Es ist nicht unmoeglich, dass ein roemischer Dichter nicht einmal etwas
besser koenne gemacht haben, als ein griechischer. Aber der blossen
Moeglichkeit wegen moechte ich es gern in keinem Falle glauben.
Colman meinet also, die Worte des Donatus. Apud Menandrum senex de
nuptiis non gravatur, hiessen so viel als: beim Menander straeubet sich der
Alte gegen die Heirat nicht. Aber wie, wenn sie das nicht hiessen? Wenn
sie vielmehr zu uebersetzen waeren: beim Menander faellt man dem Alten mit
der Heirat nicht beschwerlich? Nuptias gravari wuerde zwar allerdings
jenes heissen: aber auch de nuptiis gravari? In jener Redensart wird
gravari gleichsam als ein Deponens gebraucht: in dieser aber ist es ja
wohl das eigentliche Passivum und kann also meine Auslegung nicht allein
leiden, sondern vielleicht wohl gar keine andere leiden, als sie.
Waere aber dieses: wie stuende es dann um den Terenz? Er haette sein
Original so wenig verbessert, dass er es vielmehr verschlimmert haette; er
haette die Ungereimtheit mit der Verheiratung des Micio, durch die
Weigerung desselben, nicht gemildert, sondern sie selber erfunden.
Terentius euretikon! Aber nur, dass es mit den Erfindungen der Nachahmer
nicht weit her ist!

----Fussnote
[1] Act. v. Sc. VIII.
De. Ego vero jubeo, et in hac re, et in aliis omnibus,
Quam maxime unam facere nos hanc familiam;
Colere, adjuvare, adjungere. Aes. Ita quaeso pater.
Mi. Haud aliter censeo. De. Imo hercle ita nobis decet.
Primum hujus uxoris est mater. Mi. Quid postea?
De. Proba, et modesta. Mi. Ita ajunt. De. Natu grandior.
Mi. Scio. De. Parere jam diu haec per annos non potest:
Nec qui eam respiciat, quisquam est; sola est. Mi. Quam hic rem
agit?
De. Hanc te aequum est ducere: et te operam, ut fiat, dare.
Mi. Me ducere autem? De. Te. Mi. Me? De. Te inquam. Mi.
Ineptis. De. Si tu sis homo,
Hic faciat. Aes. Mi pater. Mi. Quid? Tu autem huic, asine,
auscultas. De. Nihil agis,
Fieri aliter non potest. Mi. Deliras. Aes. Sine te exorem, mi
pater.
Mi. Insanis, aufer. De. Age, da veniam filio. Mi. Satin' sanus es?
Ego novus maritus anno demum quinto et sexagesimo
Fiam; atque anum decrepitam ducam? Idne estis auctores mihi?
Aes. Fac; promisi ego illis. Mi. Promisti autem? de te largitor
puer.
De. Age, quid, si quid te majus oret? Mi. Quasi non hoc sit maximum.
De. Da veniam. Aes. Ne gravere. De. Fac, promitte. Mi. Non
omittis?
Aes. Non; nisi te exorem. Mi. Vis est haec quidem. De. Age
prolixe Micio.
Mi. Etsi hoc mihi pravum, ineptum, absurdum, atque alienum a vita mea
Videtur: si vos tantopere istuc vultis. Fiat.--
----Fussnote


Hundert und erstes, zweites, drittes und viertes Stueck
Den 19. April 1768
Hundert und erstes bis viertes?--Ich hatte mir vorgenommen, den Jahrgang
dieser Blaetter nur aus hundert Stuecken bestehen zu lassen. Zweiundfunfzig
Wochen, und die Woche zwei Stueck, geben zwar allerdings hundertundviere.
Aber warum sollte, unter allen Tagewerkern, dem einzigen woechentlichen
Schriftsteller kein Feiertag zustatten kommen? Und in dem ganzen Jahre
nur viere: ist ja so wenig!
Doch Dodsley und Compagnie haben dem Publico, in meinem Namen,
ausdruecklich hundert und vier Stueck versprochen. Ich werde die guten
Leute schon nicht zu Luegnern machen muessen.
Die Frage ist nur, wie fange ich es am besten an?--Der Zeug ist schon
verschnitten: ich werde einflicken oder recken muessen.--Aber das klingt
so stuempermaessig. Mir faellt ein,--was mir gleich haette einfallen sollen:
die Gewohnheit der Schauspieler, auf ihre Hauptvorstellung ein kleines
Nachspiel folgen zu lassen. Das Nachspiel kann handeln, wovon es will,
und braucht mit dem Vorhergehenden nicht in der geringsten Verbindung zu
stehen.--So ein Nachspiel dann mag die Blaetter nun fuellen, die ich mir
ganz ersparen wollte.
Erst ein Wort von mir selbst! Denn warum sollte nicht auch ein Nachspiel
einen Prolog haben duerfen, der sich mit einem Poeta, cum primum animum ad
scribendum appulit, anfinge?
Als, vor Jahr und Tag, einige gute Leute hier den Einfall bekamen, einen
Versuch zu machen, ob nicht fuer das deutsche Theater sich etwas mehr tun
lasse, als unter der Verwaltung eines sogenannten Prinzipals geschehen
koenne: so weiss ich nicht, wie man auf mich dabei fiel und sich traeumen
liess, dass ich bei diesem Unternehmen wohl nuetzlich sein koennte?--Ich
stand eben am Markte und war muessig; niemand wollte mich dingen: ohne
Zweifel, weil mich niemand zu brauchen wusste; bis gerade auf diese
Freunde!--Noch sind mir in meinem Leben alle Beschaeftigungen sehr
gleichgueltig gewesen: ich habe mich nie zu einer gedrungen oder nur
erboten; aber auch die geringfuegigste nicht von der Hand gewiesen, zu der
ich mich aus einer Art von Praedilektion erlesen zu sein glauben konnte.
Ob ich zur Aufnahme des hiesigen Theaters konkurrieren wolle? darauf war
also leicht geantwortet. Alle Bedenklichkeiten waren nur die: ob ich es
koenne? und wie ich es am besten koenne?
Ich bin weder Schauspieler noch Dichter.
Man erweiset mir zwar manchmal die Ehre, mich fuer den letztern zu
erkennen. Aber nur, weil man mich verkennt. Aus einigen dramatischen
Versuchen, die ich gewagt habe, sollte man nicht so freigebig folgern.
Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist
ein Maler. Die aeltesten von jenen Versuchen sind in den Jahren
hingeschrieben, in welchen man Lust und Leichtigkeit so gern fuer Genie
haelt. Was in den neuerern Ertraegliches ist, davon bin ich mir sehr
bewusst, dass ich es einzig und allein der Kritik zu verdanken habe. Ich
fuehle die lebendige Quelle nicht in mir, die durch eigene Kraft sich
emporarbeitet, durch eigene Kraft in so reichen, so frischen, so reinen
Strahlen aufschiesst: ich muss alles durch Druckwerk und Roehren aus mir
heraufpressen. Ich wuerde so arm, so kalt, so kurzsichtig sein, wenn ich
nicht einigermassen gelernt haette, fremde Schaetze bescheiden zu borgen, an
fremdem Feuer mich zu waermen und durch die Glaeser der Kunst mein Auge zu
staerken. Ich bin daher immer beschaemt oder verdruesslich geworden, wenn ich
zum Nachteil der Kritik etwas las oder hoerte. Sie soll das Genie
ersticken: und ich schmeichelte mir, etwas von ihr zu erhalten, was dem
Genie sehr nahe koemmt. Ich bin ein Lahmer, den eine Schmaehschrift auf die
Kruecke unmoeglich erbauen kann.
Doch freilich; wie die Kruecke dem Lahmen wohl hilft, sich von einem Orte
zum andern zu bewegen, aber ihn nicht zum Laeufer machen kann: so auch die
Kritik. Wenn ich mit ihrer Hilfe etwas zustande bringe, welches besser
ist, als es einer von meinen Talenten ohne Kritik machen wuerde: so kostet
es mich so viel Zeit, ich muss von andern Geschaeften so frei, von
unwillkuerlichen Zerstreuungen so ununterbrochen sein, ich muss meine ganze
Belesenheit so gegenwaertig haben, ich muss bei jedem Schritte alle
Bemerkungen, die ich jemals ueber Sitten und Leidenschaften gemacht, so
ruhig durchlaufen koennen; dass zu einem Arbeiter, der ein Theater mit
Neuigkeiten unterhalten soll, niemand in der Welt ungeschickter sein
kann, als ich.
Was Goldoni fuer das italienische Theater tat, der es in einem Jahre mit
dreizehn neuen Stuecken bereicherte, das muss ich fuer das deutsche zu tun
folglich bleiben lassen. Ja, das wuerde ich bleiben lassen, wenn ich es
auch koennte. Ich bin misstrauischer gegen alle erste Gedanken, als De la
Casa und der alte Shandy nur immer gewesen sind. Denn wenn ich sie auch
schon nicht fuer Eingebungen des boesen Feindes, weder des eigentlichen
noch des allegorischen, halte:[1] so denke ich doch immer, dass die ersten
Gedanken die ersten sind, und dass das Beste auch nicht einmal in allen
Suppen obenauf zu schwimmen pflegt. Meine erste Gedanken sind gewiss kein
Haar besser, als jedermanns erste Gedanken: und mit jedermanns Gedanken
bleibt man am kluegsten zu Hause.
--Endlich fiel man darauf, selbst das, was mich zu einem so langsamen,
italki
oder, wie es meinen ruestigem Freunden scheinet, so faulen Arbeiter macht,
selbst das an mir nutzen zu wollen: die Kritik. Und so entsprang die Idee
zu diesem Blatte.
Sie gefiel mir, diese Idee. Sie erinnerte mich an die Didaskalien der
Griechen, d.I. an die kurzen Nachrichten, dergleichen selbst Aristoteles
von den Stuecken der griechischen Buehne zu schreiben der Muehe wert
gehalten. Sie erinnerte mich, vor langer Zeit einmal ueber den
grundgelehrten Casaubonus bei mir gelacht zu haben, der sich, aus wahrer
Hochachtung fuer das Solide in den Wissenschaften, einbildete, dass es dem
Aristoteles vornehmlich um die Berichtigung der Chronologie bei seinen
Didaskalien zu tun gewesen.[2]--Wahrhaftig, es waere auch eine ewige
Schande fuer den Aristoteles, wenn er sich mehr um den poetischen Wert der
Stuecke, mehr um ihren Einfluss auf die Sitten, mehr um die Bildung des
Geschmacks darin bekuemmert haette, als um die Olympiade, als um das Jahr
der Olympiade, als um die Namen der Archonten, unter welchen sie zuerst
aufgefuehret worden!
Ich war schon willens, das Blatt selbst "Hamburgische Didaskalien" zu
nennen. Aber der Titel klang mir allzu fremd, und nun ist es mir sehr
lieb, dass ich ihm diesen vorgezogen habe. Was ich in eine Dramaturgie
bringen oder nicht bringen wollte, das stand bei mir: wenigstens hatte
mir Lione Allacci desfalls nichts vorzuschreiben. Aber wie eine
Didaskalie aussehen muesse, glauben die Gelehrten zu wissen, wenn es auch
nur aus den noch vorhandenen Didaskalien des Terenz waere, die eben dieser
Casaubonus breviter et eleganter scriptas nennt. Ich hatte weder Lust,
meine Didaskalien so kurz, noch so elegant zu schreiben: und unsere
itztlebende Casauboni wuerden die Koepfe trefflich geschuettelt haben, wenn
sie gefunden haetten, wie selten ich irgendeines chronologischen Umstandes
gedenke, der kuenftig einmal, wenn Millionen anderer Buecher
verlorengegangen waeren, auf irgendein historisches Faktum einiges Licht
werfen koennte. In welchem Jahre Ludewigs des Vierzehnten, oder Ludewigs
des Funfzehnten, ob zu Paris, oder zu Versailles, ob in Gegenwart der
Prinzen vom Gebluete, oder nicht der Prinzen vom Gebluete, dieses oder
jenes franzoesische Meisterstueck zuerst aufgefuehret worden: das wuerden sie
bei mir gesucht und zu ihrem grossen Erstaunen nicht gefunden haben.
Was sonst diese Blaetter werden sollten, darueber habe ich mich in der
Ankuendigung erklaeret: was sie wirklich geworden, das werden meine Leser
wissen. Nicht voellig das, wozu ich sie zu machen versprach: etwas
anderes; aber doch, denk' ich, nichts Schlechteres.
"Sie sollten jeden Schritt begleiten, den die Kunst, sowohl des Dichters
als des Schauspielers hier tun wuerde."
Die letztere Haelfte bin ich sehr bald ueberdruessig geworden. Wir haben
Schauspieler, aber keine Schauspielkunst. Wenn es vor Alters eine solche
Kunst gegeben hat: so haben wir sie nicht mehr; sie ist verloren; sie muss
ganz von neuem wieder erfunden werden. Allgemeines Geschwaetze darueber hat
man in verschiedenen Sprachen genug: aber spezielle, von jedermann
erkannte, mit Deutlichkeit und Praezision abgefasste Regeln, nach welchen
der Tadel oder das Lob des Akteurs in einem besondern Falle zu bestimmen
sei, deren wuesste ich kaum zwei oder drei. Daher koemmt es, dass alles
Raisonnement ueber diese Materie immer so schwankend und vieldeutig
scheinet, dass es eben kein Wunder ist, wenn der Schauspieler, der nichts
als eine glueckliche Routine hat, sich auf alle Weise dadurch beleidiget
findet. Gelobt wird er sich nie genug, getadelt aber allezeit viel zuviel
glauben: ja oefters wird er gar nicht einmal wissen, ob man ihn tadeln
oder loben wollen. Ueberhaupt hat man die Anmerkung schon laengst gemacht,
dass die Empfindlichkeit der Kuenstler, in Ansehung der Kritik, in eben dem
Verhaeltnisse steigt, in welchem die Gewissheit und Deutlichkeit und Menge
der Grundsaetze ihrer Kuenste abnimmt.--So viel zu meiner, und selbst zu
deren Entschuldigung, ohne die ich mich nicht zu entschuldigen haette.
Aber die erstere Haelfte meines Versprechens? Bei dieser ist freilich das
Hier zur Zeit noch nicht sehr in Betrachtung gekommen,--und wie haette es
auch koennen? Die Schranken sind noch kaum geoeffnet, und man wollte die
Wettlaeufer lieber schon bei dem Ziele sehen; bei einem Ziele, das ihnen
alle Augenblicke immer weiter und weiter hinausgesteckt wird? Wenn das
Publikum fragt, was ist denn nun geschehen? und mit einem hoehnischen
Nichts sich selbst antwortet: so frage ich wiederum: und was hat denn das
Publikum getan, damit etwas geschehen koennte? Auch nichts; ja noch etwas
Schlimmers, als nichts. Nicht genug, dass es das Werk nicht allein nicht
befoerdert: es hat ihm nicht einmal seinen natuerlichen Lauf gelassen.
--Ueber den gutherzigen Einfall, den Deutschen ein Nationaltheater zu
verschaffen, da wir Deutsche noch keine Nation sind! Ich rede nicht von
der politischen Verfassung, sondern bloss von dem sittlichen Charakter.
Fast sollte man sagen, dieser sei: keinen eigenen haben zu wollen. Wir
sind noch immer die geschwornen Nachahmer alles Auslaendischen, besonders
noch immer die untertaenigen Bewunderer der nie genug bewunderten
Franzosen; alles was uns von jenseit dem Rheine koemmt, ist schoen,
reizend, allerliebst, goettlich; lieber verleugnen wir Gesicht und Gehoer,
als dass wir es anders finden sollten; lieber wollen wir Plumpheit fuer
Ungezwungenheit, Frechheit fuer Grazie, Grimasse fuer Ausdruck, ein
Geklingle von Reimen fuer Poesie, Geheule fuer Musik uns einreden lassen,
als im geringsten an der Superioritaet zweifeln, welche dieses
liebenswuerdige Volk, dieses erste Volk in der Welt, wie es sich selbst
sehr bescheiden zu nennen pflegt, in allem, was gut und schoen und erhaben
und anstaendig ist, von dem gerechten Schicksale zu seinem Anteile
erhalten hat.--
Doch dieser Locus communis ist so abgedroschen, und die naehere Anwendung
desselben koennte leicht so bitter werden, dass ich lieber davon abbreche.
Ich war also genoetiget, anstatt der Schritte, welche die Kunst des
dramatischen Dichters hier wirklich koennte getan haben, mich bei denen zu
verweilen, die sie vorlaeufig tun muesste, um sodann mit eins ihre Bahn mit
desto schnellern und groessern zu durchlaufen. Es waren die Schritte,
welche ein Irrender zurueckgehen muss, um wieder auf den rechten Weg zu
gelangen und sein Ziel gerade in das Auge zu bekommen.
Seines Fleisses darf sich jedermann ruehmen: ich glaube, die dramatische
Dichtkunst studiert zu haben; sie mehr studiert zu haben, als zwanzig,
die sie ausueben. Auch habe ich sie so weit ausgeuebet, als es noetig ist,
um mitsprechen zu duerfen: denn ich weiss wohl, so wie der Maler sich von
niemanden gern tadeln laesst, der den Pinsel ganz und gar nicht zu fuehren
weiss, so auch der Dichter. Ich habe es wenigstens versucht, was er
bewerkstelligen muss, und kann von dem, was ich selbst nicht zu machen
vermag, doch urteilen, ob es sich machen laesst. Ich verlange auch nur eine
Stimme unter uns, wo so mancher sich eine anmasst, der, wenn er nicht dem
oder jenem Auslaender nachplaudern gelernt haette, stummer sein wuerde, als
ein Fisch.
Aber man kann studieren, und sich tief in den Irrtum hineinstudieren. Was
mich also versichert, dass mir dergleichen nicht begegnet sei, dass ich das
Wesen der dramatischen Dichtkunst nicht verkenne, ist dieses, dass ich es
vollkommen so erkenne, wie es Aristoteles aus den unzaehligen
Meisterstuecken der griechischen Buehne abstrahieret hat. Ich habe von dem
Entstehen, von der Grundlage der Dichtkunst dieses Philosophen meine
eigene Gedanken, die ich hier ohne Weitlaeufigkeit nicht aeussern koennte.
Indes steh' ich nicht an, zu bekennen (und sollte ich in diesen
erleuchteten Zeiten auch darueber ausgelacht werden!), dass ich sie fuer ein
ebenso unfehlbares Werk halte, als die Elemente des Euklides nur immer
sind. Ihre Grundsaetze sind ebenso wahr und gewiss, nur freilich nicht so
fasslich, und daher mehr der Schikane ausgesetzt, als alles, was diese
enthalten. Besonders getraue ich mir von der Tragoedie, als ueber die uns
die Zeit so ziemlich alles daraus goennen wollen, unwidersprechlich zu
beweisen, dass sie sich von der Richtschnur des Aristoteles keinen Schritt
entfernen kann, ohne sich ebensoweit von ihrer Vollkommenheit zu
entfernen.

----Fussnote
[1] An opinion John de la Casa, archbishop of Benevento, was afflicted
with--which opinion was,--that whenever a Christian was writing a book
(not for his private amusement, but) where his intent and purpose was
bona fide, to print and publish it to the world, his first thoughts were
always the temptations of the evil one.--My father was hugely pleased
with this theory of John de la Casa; and (had it not cramped him a little
in his creed) I believe would have given ten of the best acres in the
Shandy estate, to have been the broacher of it;--but as he could not have
the honour of it in the litteral sense of the doctrine, he took up with
the allegory of it. Prejudice of education, he would say, is the devil
etc. ("Life and Op. of Tristram Shandy", Vol. V. p. 74.)
[2] ("Animadv. in Athenaeum Libr." VI. cap. 7.) Didaskalia accipitur pro
eo scripto, quo explicatur ubi, quando, quomodo et quo eventu fabula
aliqua fuerit acta.--Quantum critici hac diligentia veteres chronologos
adjuverint, soli aestimabunt illi, qui norunt quam infirma et tenuia
praesidia habuerint, qui ad ineundam fugacis temporis rationem primi
animum appulerunt. Ego non dubito, eo potissimum spectasse Aristotelem,
cum Didaskalias suas componeret.--
----Fussnote


Nach dieser Ueberzeugung nahm ich mir vor, einige der beruehmtesten Muster
der franzoesischen Buehne ausfuehrlich zu beurteilen. Denn diese Buehne soll
ganz nach den Regeln des Aristoteles gebildet sein; und besonders hat man
uns Deutsche bereden wollen, dass sie nur durch diese Regeln die Stufe der
Vollkommenheit erreicht habe, auf welcher sie die Buehnen aller neuern
Voelker so weit unter sich erblicke. Wir haben das auch lange so fest
geglaubt, dass bei unsern Dichtern, den Franzosen nachahmen, ebensoviel
gewesen ist, als nach den Regeln der Alten arbeiten.
Indes konnte das Vorurteil nicht ewig gegen unser Gefuehl bestehen. Dieses
ward, gluecklicherweise, durch einige englische Stuecke aus seinem
Schlummer erwecket, und wir machten endlich die Erfahrung, dass die
Tragoedie noch einer ganz andern Wirkung faehig sei, als ihr Corneille und
Racine zu erteilen vermocht. Aber geblendet von diesem ploetzlichen
Strahle der Wahrheit, prallten wir gegen den Rand eines andern Abgrundes
zurueck. Den englischen Stuecken fehlten zu augenscheinlich gewisse Regeln,
mit welchen uns die franzoesischen so bekannt gemacht hatten. Was schloss
man daraus? Dieses: dass sich auch ohne diese Regeln der Zweck der
Tragoedie erreichen lasse; ja, dass diese Regeln wohl gar schuld sein
koennten, wenn man ihn weniger erreiche.
Und das haette noch hingehen moegen!--Aber mit diesen Regeln fing man an,
alle Regeln zu vermengen und es ueberhaupt fuer Pedanterei zu erklaeren, dem
Genie vorzuschreiben, was es tun, und was es nicht tun muesse. Kurz, wir
waren auf dem Punkte, uns alle Erfahrungen der vergangnen Zeit mutwillig
zu verscherzen; und von den Dichtern lieber zu verlangen, dass jeder die
Kunst aufs neue fuer sich erfinden solle.
Ich waere eitel genug, mir einiges Verdienst um unser Theater beizumessen,
wenn ich glauben duerfte, das einzige Mittel getroffen zu haben, diese
Gaerung des Geschmacks zu hemmen. Darauf losgearbeitet zu haben, darf ich
mir wenigstens schmeicheln, indem ich mir nichts angelegner sein lassen,
als den Wahn von der Regelmaessigkeit der franzoesischen Buehne zu
bestreiten. Gerade keine Nation hat die Regeln des alten Drama mehr
verkannt, als die Franzosen. Einige beilaeufige Bemerkungen, die sie ueber
die schicklichste aeussere Einrichtung des Drama bei dem Aristoteles
fanden, haben sie fuer das Wesentliche angenommen und das Wesentliche
durch allerlei Einschraenkungen und Deutungen dafuer so entkraeftet, dass
notwendig nichts anders als Werke daraus entstehen konnten, die weit
unter der hoechsten Wirkung blieben, auf welche der Philosoph seine Regeln
kalkuliert hatte.
Ich wage es, hier eine Aeusserung zu tun, mag man sie doch nehmen, wofuer
man will!--Man nenne mir das Stueck des grossen Corneille, welches ich
nicht besser machen wollte. Was gilt die Wette?--
Doch nein; ich wollte nicht gern, dass man diese Aeusserung fuer Prahlerei
nehmen koenne. Man merke also wohl, was ich hinzusetze: Ich werde es
zuverlaessig besser machen,--und doch lange kein Corneille sein,--und doch
lange noch kein Meisterstueck gemacht haben. Ich werde es zuverlaessig
besser machen;--und mir doch wenig darauf einbilden duerfen. Ich werde
nichts getan haben, als was jeder tun kann,--der so fest an den
Aristoteles glaubet, wie ich.
Eine Tonne, fuer unsere kritische Walfische! Ich freue mich im voraus, wie
trefflich sie damit spielen werden. Sie ist einzig und allein fuer sie
ausgeworfen; besonders fuer den kleinen Walfisch in dem Salzwasser
zu Halle!--
Und mit diesem Uebergange,--sinnreicher muss er nicht sein,--mag denn der
Ton des ernsthaftem Prologs in den Ton des Nachspiels verschmelzen, wozu
ich diese letztern Blaetter bestimmte. Wer haette mich auch sonst erinnern
koennen, dass es Zeit sei, dieses Nachspiel anfangen zu lassen, als eben
der Hr. Stl., welcher in der deutschen Bibliothek des Hrn. Gemeimerat
Klotz den Inhalt desselben bereits angekuendiget hat?[1]--
Aber was bekoemmt denn der schnakische Mann in dem bunten Jaeckchen, dass er
so dienstfertig mit seiner Trommel ist? Ich erinnere mich nicht, dass ich
ihm etwas dafuer versprochen haette. Er mag wohl bloss zu seinem Vergnuegen
trommeln; und der Himmel weiss, wo er alles her hat, was die liebe Jugend
auf den Gassen, die ihm mit einem bewundernden Ah! nachfolgt, aus der
ersten Hand von ihm zu erfahren bekommt. Er muss einen Wahrsagergeist
haben, trotz der Magd in der Apostelgeschichte. Denn wer haette es ihm
sonst sagen koennen, dass der Verfasser der Dramaturgie auch mit der
Verleger derselben ist? Wer haette ihm sonst die geheimen Ursachen
entdecken koennen, warum ich der einen Schauspielerin eine sonore Stimme
beigelegt und das Probestueck einer andern so erhoben habe? Ich war
freilich damals in beide verliebt: aber ich haette doch nimmermehr
geglaubt, dass es eine lebendige Seele erraten sollte. Die Damen koennen es
ihm auch unmoeglich selbst gesagt haben: folglich hat es mit dem
Wahrsagergeiste seine Richtigkeit. Ja, weh uns armen Schriftstellern,
wenn unsere hochgebietende Herren, die Journalisten und
Zeitungsschreiber, mit solchen Kaelbern pfluegen wollen! Wenn sie zu ihren
Beurteilungen, ausser ihrer gewoehnlichen Gelehrsamkeit und
Scharfsinnigkeit, sich aus noch solcher Stueckchen aus der geheimsten
Magie bedienen wollen: wer kann wider sie bestehen?
"Ich wuerde", schreibt dieser Hr. Stl. aus Eingebung seines Kobolds, "auch
den zweiten Band der Dramaturgie anzeigen koennen, wenn nicht die
Abhandlung wider die Buchhaendler dem Verfasser zu viel Arbeit machte, als
dass er das Werk bald beschliessen koennte."
Man muss auch einen Kobold nicht zum Luegner machen wollen, wenn er es
gerade einmal nicht ist. Es ist nicht ganz ohne, was das boese Ding dem
guten Stl. hier eingeblasen. Ich hatte allerdings so etwas vor. Ich
wollte meinen Lesern erzaehlen, warum dieses Werk so oft unterbrochen
worden; warum in zwei Jahren erst, und noch mit Muehe, so viel davon
fertig geworden, als auf ein Jahr versprochen war. Ich wollte mich ueber
den Nachdruck beschweren, durch den man den geradesten Weg eingeschlagen,
es in seiner Geburt zu ersticken. Ich wollte ueber die nachteiligen Folgen
des Nachdrucks ueberhaupt einige Betrachtungen anstellen. Ich wollte das
einzige Mittel vorschlagen, ihm zu steuern. Aber, das waere ja sonach
keine Abhandlung wider die Buchhaendler geworden? Sondern vielmehr, fuer
sie: wenigstens, der rechtschaffenen Maenner unter ihnen; und es gibt
deren. Trauen Sie, mein Herr Stl., Ihrem Kobolde also nicht immer so
ganz! Sie sehen es: was solch Geschmeiss des boesen Feindes von der Zukunft
noch etwa weiss, das weiss es nur halb.--
Doch nun genug dem Narren nach seiner Narrheit geantwortet, damit er sich
nicht weise duenke. Denn eben dieser Mund sagt: Antworte dem Narren nicht
nach seiner Narrheit, damit du ihm nicht gleich werdest! Das ist:
antworte ihm nicht so nach seiner Narrheit, dass die Sache selbst darueber
vergessen wird; als wodurch du ihm gleich werden wuerdest. Und so wende
ich mich wieder an meinen ernsthaften Leser, den ich dieser Possen wegen
ernstlich um Vergebung bitte.
Es ist die lautere Wahrheit, dass der Nachdruck, durch den man diese
Blaetter gemeinnuetziger machen wollen, die einzige Ursache ist, warum sich
ihre Ausgabe bisher so verzoegert hat, und warum sie nun gaenzlich
liegenbleiben. Ehe ich ein Wort mehr hierueber sage, erlaube man mir, den
Verdacht des Eigennutzes von mir abzulehnen. Das Theater selbst hat die
Unkosten dazu hergegeben, in Hoffnung, aus dem Verkaufe wenigstens einen
ansehnlichen Teil derselben wieder zu erhalten. Ich verliere nichts
dabei, dass diese Hoffnung fehlschlaegt. Auch bin ich gar nicht ungehalten
darueber, dass ich den zur Fortsetzung gesammelten Stoff nicht weiter an
den Mann bringen kann. Ich ziehe meine Hand von diesem Pfluge ebenso gern
wieder ab, als ich sie anlegte. Klotz und Konsorten wuenschen ohnedem, dass
ich sie nie angelegt haette; und es wird sich leicht einer unter ihnen
finden, der das Tageregister einer misslungenen Unternehmung bis zu Ende
fuehret und mir zeiget, was fuer einen periodischen Nutzen ich einem
solchen periodischen Blatte haette erteilen koennen und sollen.
Denn ich will und kann es nicht bergen, dass diese letzten Bogen fast ein
Jahr spaeter niedergeschrieben worden, als ihr Datum besagt. Der suesse
Traum, ein Nationaltheater hier in Hamburg zu gruenden, ist schon wieder
verschwunden: und soviel ich diesen Ort nun habe kennen lernen, duerfte er
auch wohl gerade der sein, wo ein solcher Traum am spaetesten in Erfuellung
gehen wird.
Aber auch das kann mir sehr gleichgueltig sein!--Ich moechte ueberhaupt
nicht gern das Ansehen haben, als ob ich es fuer ein grosses Unglueck
hielte, dass Bemuehungen vereitelt worden, an welchen ich Anteil genommen.
Sie koennen von keiner besondern Wichtigkeit sein, eben weil ich Anteil
daran genommen. Doch wie, wenn Bemuehungen von weiterm Belange durch die
naemlichen Undienste scheitern koennten, durch welche meine gescheitert
sind? Die Welt verliert nichts, dass ich, anstatt fuenf und sechs Baende
Dramaturgie, nur zwei an das Licht der Welt bringen kann. Aber sie koennte
verlieren, wenn einmal ein nuetzlicheres Werk eines bessern
Schriftstellers ebenso ins Stecken geriete; und es wohl gar Leute gaebe,
die einen ausdruecklichen Plan darnach machten, dass auch das nuetzlichste,
unter aehnlichen Umstaenden unternommene Werk verungluecken sollte
und muesste.
In diesem Betracht stehe ich nicht an und halte es fuer meine
Schuldigkeit, dem Publico ein sonderbares Komplott zu denunzieren. Eben
diese Dodsley und Compagnie, welche sich die Dramaturgie nachzudrucken
erlaubet, lassen seit einiger Zeit einen Aufsatz, gedruckt und
geschrieben, bei den Buchhaendlern umlaufen, welcher von Wort zu Wort
so lautet:
Sez Alman ädäbiyättän 1 tekst ukıdıgız.
Çirattagı - Hamburgische Dramaturgie - 36
  • Büleklär
  • Hamburgische Dramaturgie - 01
    Süzlärneñ gomumi sanı 4206
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1468
    41.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 02
    Süzlärneñ gomumi sanı 4287
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1373
    41.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 03
    Süzlärneñ gomumi sanı 4189
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1552
    37.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 04
    Süzlärneñ gomumi sanı 4252
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1416
    40.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    61.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 05
    Süzlärneñ gomumi sanı 4188
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1447
    39.7 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 06
    Süzlärneñ gomumi sanı 4257
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1524
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 07
    Süzlärneñ gomumi sanı 4210
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1515
    39.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 08
    Süzlärneñ gomumi sanı 4312
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1423
    41.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 09
    Süzlärneñ gomumi sanı 4280
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1305
    42.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.9 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    63.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 10
    Süzlärneñ gomumi sanı 4204
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1555
    35.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 11
    Süzlärneñ gomumi sanı 4329
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1333
    39.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    60.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 12
    Süzlärneñ gomumi sanı 4210
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1441
    39.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 13
    Süzlärneñ gomumi sanı 4222
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1451
    39.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 14
    Süzlärneñ gomumi sanı 4236
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1442
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 15
    Süzlärneñ gomumi sanı 4263
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1561
    34.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    44.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 16
    Süzlärneñ gomumi sanı 4446
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1433
    39.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.8 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.6 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 17
    Süzlärneñ gomumi sanı 4345
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1504
    35.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 18
    Süzlärneñ gomumi sanı 4324
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1404
    39.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 19
    Süzlärneñ gomumi sanı 4264
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1473
    38.5 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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  • Hamburgische Dramaturgie - 20
    Süzlärneñ gomumi sanı 4347
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1501
    37.1 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 21
    Süzlärneñ gomumi sanı 4353
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1645
    36.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 22
    Süzlärneñ gomumi sanı 4359
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1528
    32.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    43.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 23
    Süzlärneñ gomumi sanı 4325
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1382
    33.8 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    43.7 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.9 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 24
    Süzlärneñ gomumi sanı 4223
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1586
    33.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    45.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    51.8 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 25
    Süzlärneñ gomumi sanı 4377
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1541
    37.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    48.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.4 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 26
    Süzlärneñ gomumi sanı 4198
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1228
    41.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.4 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    61.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 27
    Süzlärneñ gomumi sanı 4225
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1201
    42.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.2 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.0 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 28
    Süzlärneñ gomumi sanı 4257
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1415
    38.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    57.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 29
    Süzlärneñ gomumi sanı 4288
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1437
    39.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    62.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 30
    Süzlärneñ gomumi sanı 4306
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1533
    38.2 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    56.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 31
    Süzlärneñ gomumi sanı 4235
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1392
    33.4 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    43.5 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.5 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 32
    Süzlärneñ gomumi sanı 4146
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1415
    36.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    49.1 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    54.7 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 33
    Süzlärneñ gomumi sanı 4180
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1411
    39.9 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.3 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    59.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 34
    Süzlärneñ gomumi sanı 4303
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1417
    38.6 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    50.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    55.3 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 35
    Süzlärneñ gomumi sanı 4358
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 1594
    35.3 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    47.0 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    53.1 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    Härber sızık iñ yış oçrıy torgan 1000 süzlärneñ protsentnı kürsätä.
  • Hamburgische Dramaturgie - 36
    Süzlärneñ gomumi sanı 1494
    Unikal süzlärneñ gomumi sanı 583
    40.0 süzlär 2000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    52.6 süzlär 5000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
    58.2 süzlär 8000 iñ yış oçrıy torgan süzlärgä kerä.
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